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Jetzt lebe nicht mehr Ich, sondern Christus lebt in mir

672.  Jetzt lebe nicht mehr Ich, sondern Christus lebt in mir

Mein Kind, nun bist du wieder verwirrt. Die beiden so gegensätzlichen "Vaterworte" zu der geistigen Begegnung mit Leben und Werk Pater Pio’s kannst du nicht in Einklang bringen, und dennoch kennst du in deiner Seele längst die Wahrheit. Du, Mein Kind, strebst das Höchste an und bist mit weniger nicht zufrieden. Du strebst nach der vollkommenen Einigung der Seele mit ihrem göttlichen Geist, also die Wiedergeburt des Geistes, und dies bedeutet die Verschmelzung der Seele mit Mir, ihrem Bräutigam, in der mystischen Hochzeit, der Einung von Seele und Geist. Dies aber bedeutet, daß Ich dir nicht mehr im Äußeren begegne, also in Differenz zueinander, in geteilter Persönlichkeit, sondern in der Einheit der Verschmelzung durch welche du sagen kannst: "Jetzt lebe nicht mehr Ich, sondern Christus lebt in mir." Alles, was du denkst und tust, tust du aus der Einheit mit Mir. Du erwartest keine äußere Wiederkunft von Mir, bist du doch mit Mir eins im Herzen, da Ich Wohnung in dir genommen habe. Daher trägst du ja längst die Siegelzeichen Meines Lebens in dir, die du deutlich zur Kenntnis genommen hast, als deine Chakren geöffnet wurden, die das Ausfließen der geistigen Quelle ermöglichen. "Aus ihren Lenden werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Es sind ja Meine Kräfte in dir, die aus den Händen, den Füßen, dem Herzen und dem Haupt fließen auf unblutige und schmerzlose Weise, wie die Geistströme aus Meinen Wundmalen, wie du sie aus der dir geläufigen Herz-Jesu-Statue kennst. So sprichst du ja Mein Wort, denkst Meine Gedanken, handelst aus Mir und gießt Meinen Segen über die Menschheit aus und berätst dich mit Mir beständig in deinem Herzen. Wie sollte Ich dir denn noch begegnen, ohne die alte Trennung und Differenz wieder hervorzurufen in einer Begegnung im Äußeren. Wer Mich in sich aus- und eingeboren hat, hat Mich gänzlich und immerfort in sich als Christusträger, d.h. als Mensch in seiner Heiligung und Vollkommenheit mit seinem Gottesgeist geeint. "Ich und der Vater bin eins. Wer Mich sieht, sieht (hört, spricht) den Vater. Nun lebe nicht mehr Ich, sondern Christus lebt in mir."
Ganz sensationslos hat deine Reifung und Entwicklung in der Stille stattgefunden im Liebeaustausch zwischen Vater und Kind, Braut und Bräutigam. Meine Kraftströme fließen aus dir, Mein Wort spricht aus dir und deine Taten, im Aufblick zu Mir, sind Meine Taten.  Meine Tochter, du hast immer das Höchste, die Kindschaft, die Verschmelzung mit Meinem Christusgeist in dir angestrebt. Die Einheit ist vollbracht, und niemand kann Uns mehr trennen.

Muß Ich den Menschen aber noch im Äußeren begegnen, ist die Einheit noch nicht vollzogen. Du hast all diese "Besonderheiten" nie angestrebt, als da sind Visionen, Christusbegegnungen, Engelserscheinungen, Träume oder Einblicke in die jenseitige Welt. Die Einheit und Verschmelzung mit Mir, deinem Jesus, war dein höchstes Ziel. Ich aber bin einfach und schlicht und demütig und ohne Aufsehen. Nehme Wohnung im kalten Stall oder der einfachsten Hütte, die Mir geöffnet wird und wo Ich willkommen geheißen und ersehnt werde. Deine Liebe zu Mir und zu den Mitmenschen hat Mich zu dir gezogen, und Wir lassen Uns nicht mehr. So freue dich, Meine Tochter, freue dich, denn nichts kann dir mehr näher sein, als die Einheit mit Mir.
Amen

FG. 11./12.08.2010, 23.45-0.45 Uhr

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