656. Die Traurigkeit
Traurigkeit, Freude und Ernsthaftigkeit sind Eigenschaften, die ihr genauestens kennen solltet.
Von Mir wird ausgesagt, daß Ich niemals gelacht haben soll. War Ich deswegen betrübt? "Meine Seele ist betrübt bis in den Tod. Bleibet hier und wachet mit Mir. Wachet und betet!" sprach Ich zu den wenigen auserwählten Jüngern am Ölberg. Die Last und Schwere Meiner Entscheidung vor der Ich stand, lag auf Meiner Seele und trübte sie. Auch weinte Ich über Jerusalem, die auserwählte Stadt, das auserwählte Volk, Mein Volk, als Ich ihre Verworfenheit sah und ihren selbstgewählten Untergang und die Zerstreuung der Juden in der ganzen Welt und ihre Verstocktheit ihrem Gott und Vater gegenüber, Der sie liebte bis in den Tod am Kreuz.
Von den drei oben genannten Begriffen meine Ich ihre Fehlformen, nicht die Seelenstimmung, die aus der reinen Liebe entspringt, weil Meine Macht an der Freiheit Meiner Kinder an Grenzen stößt. Ich meine die Verfinsterung der Seele durch die Einkapselung im Ego. Die festere Traurigkeit oder ihr nennt sie auch Depression, hat ihre Wurzel in dem Eigensinn, in der Gottesferne und in der Nichtakzeptanz des Willens Gottes, der dem nicht entspricht, was das Menschenkind plant, wünscht und tut. Nicht erfüllte eigene Vorstellungen und Wünsche führen in die Depression und verstocken den Menschen und führen ihn in den Trotz und in den Lebensüberdruß. Glaube, Hoffnung, Liebe und Licht fehlen diesem Menschen, der sich in der Ausweglosigkeit sieht und dessen Leben ihm nicht lebenswert erscheint, weil es nicht geht wie gewünscht.
Die Traurigkeit ist eine Ausgeburt der Hölle. Sie wurzelt tief in der Seele und zermürbt und zerfrißt sie. Ihr ist nicht beizukommen mit "anderen Gedanken", aus Spaß und Zerstreuung gewonnen. Nur der Glaube an Mich und die Übergabe an Mich können hier dauerhaft helfen. Ansonsten bringt die Seele diese Erkrankung mit hinüber in die Ewigkeit. Der Spaß und das Gelächter in vielen Vergnügungen sind ebenfalls aus der Hölle und sind die schwarze Decke über der Traurigkeit, der man sich nicht mehr stellen will und sie in Vergnügungen hofft zu ersticken. Diese beiden beschleunigen die rasende Fahrt in den Abgrund, denn sie sind die Scheuklappen, die die Seele sich überzieht, um die Wahrheit nicht zu sehen, weil sie sich der Wahrheit nicht stellen will. Diesen beiden beigestellt ist der Witz, der Höllenpol zur göttlichen Ernsthaftigkeit. Verspottung, Hohn, Niedertracht, Verleumdung und vieles mehr sind den Witzemachern beigesellt. Sie sprechen von der "Leichtigkeit des Lebens" und merken nicht, wie sie am eigenen Gelächter ersticken. Schauet hinein in diese Ausprägung der Hölle, und es wird euch erschauern und frieren in dieser Kälte des Todes.
Bei Mir sind Liebe, wahre tiefe Freude und solide Ernsthaftigkeit zu Hause als drei von den sieben göttlichen Tugenden, über die Ich euch schon Worte gab.
Daher seid wachsam, Meine Kinder. Wachet und betet, denn die Welt ist der brüllende Löwe mit all den Gefahren, in die ihr hinein schlittert, wenn ihr mit der Welt liebäugelt und ihr den "kleinen Finger" reicht, weil ihr ja doch nicht "ganz aus der Welt" sein wollt. Wachet also und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet und bleibet eng bei Mir an Meiner Seite im wahren Frieden der Seele und ihrer Freude aus ihm.
Amen
FG. 21. 06. 2010, 14.00-15.20 Uhr
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