660. Schein und Sein
Mein Kind, sei nicht traurig. Die Menschen blicken einander an und schließen von sich auf den Mitmenschen. Doch du hast gelernt, auf Mich zu schauen, und du siehst daher auch im Mitmenschen Mich. Und da du überfließt in deiner Liebe zu Mir, ist dein Herz voller überfließender Liebe. Man fragte dich nach Mir und nach Meinem Namen, und sofort lief dein Herz über vor Glück und Freude, denn "wes" das Herz voll ist, des "geht der Mund über", und du wolltest deine Erfahrungen mit Mir mitteilen und die Schwester auffordern, den kleinen Weg vom Kopf ins Herz zu gehen, da sie ja bereits so ein großes Wissen von Mir hat. Doch der Kopf ist eben das unüberwindliche Hindernis. Mit dem Kopf wird sie Mich nicht finden.
Du meintest, mit ihr ein Herz und eine Seele zu sein, doch ihr wart nur in der Weisheit einig, nicht aber in der Liebe. So zeigte sie dir ihre Krallen, als du von ihr fordertest, ihre Schuhe auszuziehen, wenn sie ihr Heiligtum Gottes im eigenen Herzen betreten will. Doch sie hat in ihrem Herzen noch die Rumpelkammer, die du aus deiner eigenen Anfangszeit kennst. Sie ist nicht bereit, Mir die Macht zu übertragen, dort aufzuräumen und ihr Vielwissen Meiner göttlichen Liebeweisheit zu unterstellen, ist ihr eine solche Demütigung, daß ihr geistiger Hochmut dir den Pakt mit der Gegenseite unterstellt. So siehe, Mein Kind, fehlt ihr das zweite Standbein in der Beziehung zu Mir, nämlich die dienende Liebe am Mitmenschen. Die Vielwisserei hat noch nie jemanden an Mein Herz gebracht, auch nicht ein Wissen an geistigen Dingen. Die Gräuel und der Mißbrauch Meines Namens in der vergangenen Geschichte der Menschheit löschen Meinen Namen noch längst nicht aus, auch wenn die Gegenkräfte das versuchen, im Gegenteil, der Schatten unterstreicht das Sonnenlicht und hebt es noch strahlender und heller ab von der Finsternis. So hast du ihre Bedenken zu Meinem Namen Jesus vernommen, und darin warst du nicht mit ihr einig (dein Gefühl, Meine erste Warnung). Doch ihre Worte waren doch so schön und mit dir im Einklang. Daher hast du den Mißklang ignoriert, auf die Seite geschoben, und so mußte Ich dir eine zweite deutlichere Erkenntnis zukommen lassen, obwohl du noch näher an Mich heranrücktest und Mir noch mehr das Gespräch übergabst. Doch die Vorstellung, alle Gedanken und eigenes Meinen abzulegen, bevor ein betreten Meines Heiligtums im Herzen möglich wird, das war doch zu viel verlangt und entlarvte dich in ihren Augen als falsch.
So siehe, Mein Kind, ist die Türe ins Heiligtum sehr klein und dann auch noch Mein Wächterengel davor. Nur wer klein und leicht ist, bloß von der Welt und kindlich in der Liebe zu Mir, kann und darf eintreten, um von Mir belehrt zu werden. So lerne aus dieser Begegnung, Mein Kind, du hast nichts falsch gemacht. Die Schmerzen des unerwarteten Angriffs hast du ganz richtig deinem Ego zugeordnet und hast deshalb die Verletzung durch die Krallen, Meiner Liebe weitergereicht und Ich habe sie auf unserem Herde verbrannt und die Wunden geheilt, die ja Mir gegolten haben, denn wer Meinen Namen noch anzweifelt, ist noch weit von Mir entfernt. So bin ich nun doch wieder ganz bei dir und dies sei deine Freude.
Amen
FG. 30.06.2010, 14.00-16.00 Uhr
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