Weil die Menschen so gern über die Ungerechtigkeit Gottes zanken, so wollen wir einmal betrachten, ob sie gerecht über die göttliche Liebe urteilen, Die zuerst durch Adam es versuchte und dann durch Jesus die göttliche Urordnung für das menschliche Leben aufstellte und uns das Leben der Urchristen ansehen:
Alle Gläubigen hielten zusammen und hatten alles unter sich gemein. Hab und Gut verkauften sie und teilten es untereinander, jedem nach seinem Bedürfnis. Täglich fanden sie sich im Tempel einmütig zusammen, brachen das Brot auch zu Hause und hielten ihre Mahlzeiten in Heiterkeit und Einfalt des Herzens. (Welchen vernünftigen Menschen erfreut nicht die Liebe, die Heiterkeit und die Einfalt des kindlichen Herzens?!) Sie sangen Gott Loblieder und waren beliebt bei dem ganzen Volke. (Apostelgesch. 2, 44-47) Die zahlreiche Versammlung der Gläubigen war ein Herz und eine Seele, und nicht einer nannte von seinem Vermögen noch etwas sein. Keiner war unter ihnen, der Mangel litt, weil jeder, der liegende Güter oder Häuser besaß, sie verkaufte und das Geld zu den Füßen der Apostel niederlegte. (Apostelgesch. 4, 32-35) So sieht Gottes Urordnung aus, daher frage sich jeder, der über Gott zankt, ob er schon seinen Mehrverdienst mit seinen hungernden Nebenmenschen wie ein liebender Bruder geteilt hat! – Die Menschen müssen durch Liebe zu Gott und dem Nebenmenschen die himmlisch-beglückenden Zustände auf Erden untereinander selber schaffen; durch das Zanken auf Gott und mit der Ansicht: Jeder ist sich selbst der Nächste, wird das nicht erreicht! –
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