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Zum Reformationsheft (Wink über Luther) Apostelgeschichte

404. – Zum Reformationsfest, 29. Juli 1884  Zum Reformationsheft (Wink über Luther) Apostelgeschichte 2, 17. 18.     
 

Liebe Kinder!

Alle Jahre wird in eurer protestantischen Kirche das Reformationsfest gefeiert, um darüber sich zu freuen, daß durch Luther, welchen Ich erwählte und mit Muth und Kraft ausrüstete, ein Licht angezündet ward, auf daß es in der Finsternis helle werde, wozu Ich ihm die h. Schrift wert machte, und deren Inhalt durch Meinen h. Geist ihm deutlich erklärtem (wie es dem damaligen Bedürfnisse angepasst war), so daß er also selbst zuvor erleuchtet werden musste, ehe er Andere sicher zur Wahrheit hinleiten konnte.
           
Es wurde Mir durch diesen Diener in Meinem Reiche manche Seele wieder gewonnen, was aber durch vielen Kampf und Streit ging, und mit vielem Blut erkauft werden musste! Darum hat das Reformationsfest für Wahrheit suchende Seelen einen großen Segen, wenn sie dasselbe mit der Bitte feiern, daß Ich Mein Licht stets wieder helle in die Nacht der Welt scheinen lassen möge; denn es ist bereits abermals gar dunkel geworden bei Vielen; hauptsächlich aber auch hat sich in der Kirche selbst viel Mißbrauch und Lauheit eingeschlichen; denn die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist nun ohne alle Schranken, und somit keine Freiheit des Glaubens mehr, sondern eine Wirkung des Unglaubens, welcher der Menschen Verderben ist, indem sie dadurch ihr göttliches Ich entehren, so daß alle Verbindung mit Mir aufhört, weil der Mensch da nur vom materiellen Streben sich gefangen nehmen lässt, und nicht mehr an eine Veredlung seiner selbst glaubt.
           
Dieser Zustand der Seelen ist nun derjenige des bei weitem größeren Haufens, so daß auch die redlich suchenden Seelen noch verführt werden können, an der lebendigen Kraft des Evangeliums zu zweifeln; daher Ich abermals mit Meiner Hilfe einschreiten muss, zwar nicht mit Donner und Blitzen, nicht im Sturme, sondern im sanften stillen Säuseln, auf welches Alle merken, die Mich lieb haben und dieses Mein abermaliges Annähern erkennen, vermittelst des ihnen innewohnenden h. Geistes, Der sie Selbst lehrt und leitet nach der Verheißung: „sie werden Alle von Gott gelehret sein“ (Jobs. 6, 42 Jes. 54, 1. Jer. 31, 33.)
           
So sollet ihr nun durch eure Fürbitte für eure Mitmenschen stets um den h. Geist flehen, anstatt mit vielen Worten dieselben überzeugen zu wollen. Ich will euch die Worte in den Mund legen, die da die wahre Frucht zum ewigen Leben bewirken sollen; denn bei Meinem nunmaligen Reformationswerke solle weder Krieg noch Blutvergießen stattfinden, sondern das Feuer der Liebe solle der Wahrheit Eingang in die Herzen verschaffen! 

Amen! Euer Vater.

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