488. – 27. Dezember 1885 Von der Wiederkunft Christi
„Und alsdann wir erscheinen das Zeichen des Menschensohnes im Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden, und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. „Und Er wird senden Seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln Seine Auserwählten von den 4 Winden, von einem Ende des Himmels zu dem andern.( Matth. 24, 30.)
Liebe Kinder!
In der Weihnachtszeit, in welcher das Andenken an Mein Kommen ins Fleisch gefeiert wird, denkt manche Seele an Mein zweites oder Wieder-Kommen, und hofft dabei, daß dadurch eine Wendung der Zustände oder eine Abhilfe der Übelstände auf materiellem Gebiete eintreten werde. Diese Hoffnungen kommen aber nicht aus einem erleuchteten Herzen, sondern sind dem Verstande entsprungen, welcher eben in das Materielle mehr Werth setzt, als in geistige Güter. Wenn Ich daher komme, unter dem Zeichen des Kreuzes (als Zeichen des Menschensohnes), sowohl im allgemeinen, als zu einer einzelnen Seele, so werde Ich mit Traurigkeit, statt mit Freuden angenommen, weil Viele den Werth (und Segen) des Kreuzes zu wenig kennen, und also ist Mein Annähern ihnen zu verhüllt, weil es gegen ihre Anschauungen geht; sie erwarten Meinen Besuch ganz anders, während Ich Mir doch zuerst durch das Kreuz Bahn brechen muß.
Daher wenn Ich eine Seele besuche, so geht das Zeichen des Kreuzes entweder voraus oder mit Mir. Darum merket hieran, daß dann die Zeit nahe ist, wo Ich die Meinigen besuche, und mit Kraft und Herrlichkeit Mich ihnen zeigen will. Ich sende Meine Engel oder dienstbaren Geister vor Mir her, mit hellen Posaunen, d. h. der Einfluß derselben wird ein stärkerer (deutlicherer) werden, sowohl bei den Einzelnen, als auch im allgemeinen, wenn Ich Mein Reich einnehmen will; und diese (Engelsgeister) werden sammeln Meine Auserwählten von den 4 Winden, und von einem Ende des Himmels bis zum andern.
Ihr (Geister-) Einfluss wird ein großer und starker sein denn sie wissen, daß die Zeit nahe ist, in welcher Ich Mein Reich einnehmen will, als alleiniger König und Herrscher über die Menschen. – Prüfet darnach die Jetztzeit, ob ihr solchen Posaunenschall auf geistigem Boden vernehmet, und ihr werdet freudig bekennen müssen, daß ihr gewürdigt seid denselben vernehmen zu dürfen, und zwar auf ganz direktem Wege (siehe in Nro. 25, II. Aufl., die Zeugnisse der Seligen).
Also erkennt eure Erwählung, aber auch eure Aufgabe dabei, als Erstlinge, auf daß wenn Ich komme, Ich euch nicht schlafend finde, als Solche, von welchen gesagt werden kann: „Und Er kann in Sein Eigentum, und sie nahmen Ihn nicht auf!“ Ihr habt Mich schon so oft eingeladen, darum sorget auch für eine Mir entsprechende Aufnahme; ihr wisset, daß Ich nicht mehr verlange als ein demütiges gehorsames Herz!
Amen! Euer Vater Jesus.
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