497. – 14. Februar 1886 „Wer an Mich glaubt, der stirbt nicht.“ *) (Joh. 11, 25.)
Meine lieben Kinder!
Diese Worte gelten aber dem geistigen Leben, und können daher nur von Meinen geistigen Kindern (richtig) verstanden werden; darum sie auch ruhig sich zu verhalten haben, wenn der Leibes-Tod ihnen droht. Deine ganze Krankheit suche nicht in äußeren Umständen, oder verkehrten Kuren anzuklagen, sondern in Meiner Führung, daher sie auch so rätselhaft dem Arzte vorkommt, nach dessen Symptomen kein äußeres Fortleben mehr möglich ist; doch Ich bin dein Arzt und werde nach Meinem Gutachten dich genesen lassen!
Besonders wohl tut Mir und den unsichtbaren Meinigen die Liebe, welche bei euch in dieser Notzeit zu Tage tritt. Es ist dies ein gutes Zeugnis für den Bund, und du wirst ewig mit demselben verbunden bleiben. Soll Ich als Vater euch weniger Liebe erweisen, als ihr untereinander?! Hoffet! glaubet! euch Alle liebe Ich! „Ueber ein Kleines, so werdet ihr Mich sehen!“ und weil ihr Mein Vater-Wort ungern vermissen würdet, daher diese paar Zeilen, als Zeichen, daß Ich eurer gedenke. Als euer treuliebender Vater Jesus.
Dieses Wort ist ganz geeignet, den Übergang zu bilden zum Anhang von Gelegenheits-Vaterbriefen, welche denn auch hier folgen.
*) Dieser letzte Vaterbrief wurde dem todkranken Medium im Bette gegeben und niedergeschrieben, und drei Tage darauf trat der Hingang ein, wodurch ein reichgesegnetes Leben seinen Abschluss fand, das uns hoffen lässt auf eine schöne Fortsetzung im ewigen Vaterhaufe, und worüber auch Winke vorliegen; möge die Gnade uns Dort ein seliges Wiedersehen gewähren. D. Hsg.
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