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40.- Winke bei Missverständnissen

40.- Winke bei Missverständnissen

Den 28. September 1884.

Meine lieben Kinder!

Ihr habt mich um Worte für euren Geistesbruder gebeten, welcher euch das Beispiel der Sonne verhält, in den Worten: „Der Herr läßt Seine Sonne scheinen über Gute und Böse“; diese Worte sind schon oft von Menschen angewandt worden, wenn es sich um Haß handelte, um eine verzeihende Liebe dadurch hervorzurufen, wofür Ich Jedes segne, welches diese Worte zu seiner Richtschnur nimmt. Nun aber gleicht das Verhältnis zwischen euch und dem Bruder P. mehr einem Himmel, wo eine Wolke die Sonne verdeckt, die aber darum doch vorhanden ist, weil ihr nicht feindlich oder lieblos im Innern gegen euren Bruder stehet, sondern denselben Mir im Gebet empfehlet, so daß ihm die Wirkung der Gnadensonne auf eure Fürbitte zufließt, auch durch die Wolke, welche die Sonne verhüllt auf einige Zeit, die aber dann stets wieder herrlich hervortritt. Wenn eure Liebe, zu demselben um Meinetwillen sich äußert, so muss doch auch euer Zurückziehen um Meinetwillen geschehen; denn was helfen alle Worte von Mir (und den Meinen), wenn sie demselben auch zukommen, so er dieselben nicht um Meinetwillen schätzt, sondern um euretwillen, also um Menschenwillen dieselben verleugnete! Daß aber Ich nachher den Petrus ansah und ihn segnete als einen Glaubensfelsen, das solle auch euch trösten.

Ehe aber Ich diesen Gnadenblick abermals ihm zuwende, sollet auch ihr auf Meine Güte hoffen, und festhalten in der Treue, daß Ich es bin, Der mit euch ist! Verratet Mich nicht um 30 Silberlinge! sondern wisset, daß Ich Der bin, Dem Himmel und Erde gehört, und mittel genug besitze euch nicht Waisen zu lassen. Um aber diesem Sohne eine Genugtuung zu geben, weil er meint der andere Bruder sei zu lieblos behandelt worden, so solle derselbe mit den zugeschickten Worten nach Gutdünken handeln, und Ich Selbst werde ihn nochmals darüber belehren. Was das äußere Entgegenkommen von beiden Seiten betrifft, so will der natürliche Mensch dabei mitsprechen; deshalb gedenke ein Jedes unter euch an die Worte: „so ihr liebet die euch lieben, was tut ihr als Meine sein wollenden Kindern Sonderliches daran!“ Bleibet ruhig nach Außen, aber fleißig in der Fürbitte für euren Bruder. Meine Unterschrift leset in eurem Herzen.

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