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Zeitgemäße Missions-Winke

Den 20. April 1885. Zeitgemäße Missions-Winke.

Meine lieben Kinder!

Wenn Vater und Kind zusammenhalten, so tragen sie gemeinsam alle Vorkommnisse, sowohl freudiger als trauriger Art, sie sind zufrieden mit dem Verhältnisse, in welchem der Vater lebt, und sehen auf Denselben wie er handelt, weil sie wissen, daß er immer das Beste will und tut. Sehet, liebe Kinder, so wie dieses Verhältnis im Natürlichen vorhanden ist in einer geordneten Familie, so soll es auch sein zwischen uns, euch als Meinen geistigen Kindern, und Mir als eurem geistigen Vater. In der Jetztzeit ist es der Fall, daß die geistigen Verhältnisse der Menschen sowohl auf Erden als im Jenseits die Menschen wieder mehr zum Nachdenken veranlassen, durch allerlei Erscheinungen, die Ich auf spiritistischem Wege zulasse, eben um die geistige Richtung der Menschen wieder mehr hervorzurufen; dieses kann aber nicht ohne Kampf und Widerspruch geschehen, weil der Verstand sich geltend machen will, und daher sich dem Herzen öfter entgegensetzt, was aber bei einer allgemeinen Reformation nicht allein die einzelnen trifft, sondern als Gemeinsames auftritt, und auch so behandelt werden muss; Ich lasse solche Entwicklungskämpfe zu, und enthalte Mich dabei einer mächtigen Einwirkung, welche die Entscheidung herbeiführt, so lange es Meine Liebe und Weisheit für gut findet, um dann erst als der Entscheidende aufzutreten.

Es gehört von Meiner Seite viel Liebe und Langmut dazu, die freche Widersetzung gegen das bestehende Göttliche zu dulden, allein es geht nicht anders, will Ich die (freien) Menschen zur Wahrheit bringen; daher wundert euch nicht, wenn Ich auch euch Theil nehmen lasse an dem ruhigen Zuschauen des frevelhaften Treibens, und euch jetzt noch nicht Macht und Gelegenheit gebe gegen dieses mehr zu tun, als es bis jetzt der Fall ist, sondern teilet mit Mir das Loos, welches Mir in so manchen Fällen zu Teil wird, als: völlige Missachtung Meiner Person und Meiner Worte, Spott über alle Bekehrungsmittel, die Ich anwende, und ein Lossagen von allen Gnadeneinrichtungen. Ich muss eben in Langmut warten auf den rechten Zeitpunkt, wo Ich Selbst auf den Kampfplatz komme, um Mein Recht zu erhalten; und weil ihr als wahre Kinder von Mir mehr von Meiner Regierungsweise wisset, so sehet auf Mich, wenn euch die Geduld im Warten ausgehen will; glaubet! vertrauet! daß zu rechter Zeit die rechten Mittel und die rechte Hilfe erscheint, welche nötig ist Meinem Friedensreiche Bahn zu brechen!

Amen! Euer treuer Vater Jesus.

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