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50.- Ein Trostwort für eine Leidende

50.-  Ein Trostwort für eine Leidende.

Den 26. Dezember 1885.
 
Mein liebes Kind!
Schon lange warte Ich auf die Zeit, wo du ein Wort von Mir zu deinem Troste willst; obgleich viele in Meinem Bibelbuche zu finden sind, so weiß Ich, daß manche Seele durch ein direktes Wort von Mir mehr erquickt wird; und warum sollte Ich als liebender Vater ihr Verlangen nicht stillen, wo es so gar wenige Kinder sind, welche Meine Vatersprache in dieser Art anerkennen. Darum rufe ich denselben zu: „Kommet her zu Mir, Ich will euch erquicken“.

Auch dir, Meine liebe Tochter, gelten diese Worte; du trägst dein Leiden stets in stiller Geduld, um durch Murren und Klagen nicht zu sündigen, sondern willst dich Meinem Willen unterwerfen;  hiermit aber unterwirfst du dich Meiner Liebe, welche dich segnet, und so komme nur im Vertrauen auf dieselbe zu Mir, lasse das Gefühl, als seiest du zu unwürdig, fahren, und bitte dreist um Abnahme deines Kreuzes, so ist erreicht, was Ich an dir erzielen will, nämlich: Ein Kind, das sich nicht or Mir fürchtet, aus großer Gewissenhaftigkeit, sondern ein Kind will Ich, das sich in allen Fällen auf Meine Liebe verlässt, und mit Mir so herzlich verkehrt, wie mit seinem leiblichen Vater oder Mutter. So erhebe dich freudig, Ich will dich leiblich und geistig kräftigen, damit du Mich schon auf erden lobpreisen lernest – als deinen treuen Vater!
 
 

Den 30. November 1885. Ein guter Rath.
 
Mein lieber Sohn!
Ich kenne dein Anliegen (Anfrage), und will Mich auch in dieser Beziehung als dein treuer himmlischer Vater beweisen; nur musst du nicht erwarten, daß Ich wie ein leiblicher Vater über dich mit einem Ja oder Nein verfüge, weil Ich den freien Willen des Menschen mehr ehre, als die Menschen untereinander, wohl aber, wenn Jemand zu Mir um Rath kommt, und Meinen Willen ehrt, will Ich ihm die Antwort ins Herz legen, so daß derselbe nicht mehr zweifelhaft ist. Darum sage Ich dir, frage dein Herz und lasse dabei alle anderen Bedenklichkeiten fahren, denn letzteres sind Nebensachen; ja sogar die Verschiedenheit in geistiger Richtung darf nicht immer in die Waagschale gelegt werden, weil auch darin die Menschen nur nach Außen urteilen können, während innerlich oft eine große Blut göttlicher Liebe glimmt, welche aber erst angefacht werden muss. Darum komme in einer dir passenden Stunde zu Mir, speziell über diesen Punkt mit mir zu reden, und du wirst staunen, wie deutlich du in deinem Herzen Meine Antwort vernehmen wirst; aber dann folge! Erwarte daher durch den Stift keine bestimmten Winke, und sei dabei ruhig, denn Ich liebe dich und habe dein ewiges und zeitliches Wohl dir bestimmt; lasse also alle weiteren Bedenklichkeiten fahren, welche vom Verstande und nicht vom Herzen kommen. Dein treuer Vater!

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