51. – Eine Gebetserhörung
Abends 11 Uhr. Schreibe an Meinen Sohn E.:
Lieber Sohn!
Ich bin kein Diktator, der euch süße Worte spendet, die euch schmeicheln und verwöhnen würden, darum Ich mit einem Privatworte oft Jahrelang verziehe, weil es euch genügen solle an Meinen Vaterbriefen, welche Ich für Viele spende; wenn aber Meine Liebe einem Kinde eine besondere Freude machen will, so wende Ich Mich direkt an dasselbe, und so auch jetzt:
Also Mein lieber Sohn E.! Ich sage dir, verwandle deine seitherigen Bittgebete für die Dahingeschiedene in Dankgebete, denn sie ist nun mächtig von der Gnade ergriffen, und auf den Weg der Seligkeit gestellt, wo sie erkennen lernt, wie alle Lebensverhältnisse durch die Liebe und Weisheit Meines Vaterherzes so gelängt werden, daß der Keim zur ewigen Seligkeit erhalten bleibt, und so wird eine Seele durch tiefe Dankbarkeit zur Liebe gegen Mich entflammt, und kann rasche Fortschritte zur Seligkeit machen.
Will es dir oft bange werden, so sind dies Einflusse von den finsteren Mächten, welche dich gerne umlagern, weil sie dich als Mein Werkzeug zu verderben suchen; blicke dann ruhig nach Oben, und freue dich aufs Jenseits, wo du staunen wirst über die große Liebe, welche du genießen darfst. Es kommt selten vor, daß Ich so persönlich direkt verkehre; doch Ich weiß, du erkennst in diesen Worten Meine Vater-Stimme und eine Gebetserhörung. So segne Ich dich und deinen lieben Bruder mit treuer Vaterliebe. Amen! Euer Aller Vater.
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NB. Dieses Wort ward Nachts 11 Uhr gegeben, und musste das Medium vom Bett dazu aufstehen, erst Tags darauf, kam der Brief, worin obiger Wunsch des Bruders ausgedrückt war. Jes. 65, 24. D. Hsg.
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