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217.  Der Hauptmann von Kapernaum – oder Demut, Glauben, Liebe

217.
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12. Februar 1881
Matth. 8

Liebe Kinder!

Es ist in der Erzählung vom Hauptmann von Kapernaum euch ein Bild gegeben von der Demut, vom wahren Glauben und von der Liebe, welche weise zu regieren wissen.
Zuerst bemühte sich der Hauptmann zu Mir zu kommen, weil er in sich das Vertrauen hatte, daß Ich helfen könne, und zwar ein Knecht war es, um dessen Heilung er Mich bat.
Es war ihm nicht zu gering, in einem Diener seinen Mitmenschen zu betrachten, sondern die Liebe war Fürsprecherin für diesen, er lobte denselben; denn die Liebe sieht ja nur das Gute, und die große (echte) Liebe läßt sich am besten zur Zeit der Not erkennen.
Dieser Hauptmann sagte also nicht: Es ist nur mein Knecht, bemühe Dich nicht unter Mein Dach, sondern: "Herr, ich bin nicht wert, daß Du unter mein Dach gehest."
Er trug Mir seine eigene Unwürdigkeit dabei vor. Welche Demut ist bei ihm verbunden mit dem Glauben, welche Zuversicht auf Meine Hilfe und Liebe, daß Ich auch einen Unwürdigen Hilfe angedeihen lasse!
Hier in diesem Wesen des Hauptmanns liegt eine verborgene Macht – zum wahren Glauben zu gelangen, weil er Liebe an seinen Mitmenschen übte, und denselben ihre Schwachheiten nicht so hoch anrechnete; darum kam er so leicht zu der Annahme, daß er auch als fehlerhafter Mensch Mir sein Anliegen vorbringen dürfe.
Sehet! dies ist ein rechter Glaube, der aus sich heraus entnehmen kann, daß Ich Macht und Liebe besitze, zu helfen, und solches auch tue, selbst wenn die Menschen dessen nicht würdig sind. Darum sagte Ich zu denen, die bei Mir waren: "Wahrlich Ich sage euch, solchen Glauben habe Ich in Israel nicht gefunden!"
Und auch heute rufe Ich noch vielen zu: vergleichet euren Glauben mit demjenigen des Hauptmannes, der sowohl auf Meine Macht, als auf Meine Liebe vertraute; aber dabei das Bewusstsein seiner eigenen Schwachheit hatte. Er bat mit solcher Demut um das Wohl seines Nächsten, er kam nicht vor Mich und tat Abbitte für ihn, sondern er pries Mir dessen gute Eigenschaften, nachdem er seine eigene Unwürdigkeit mir vorstellte.
Wer so mit seinem Glauben die Liebe und Demut verbindet, wie es bei dieser Seele der Fall war, dem wird geholfen werden, und auch er wird die Worte über sich ausgesprochen hören: "Gehe hin, Dir geschehe, wie Du geglaubt hast!"
So, Meine lieben Kinder, betrachtet auch diesen Akt in Meinem Leben, und bittet dabei um den wahren Segen, damit er euch zum Fortschritte im Glauben, in der Liebe und in der Demut ermuntere!

Euer Jesus. Amen!

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