← Zurück zu „Vaterbriefe Band 2“

261.  Winke über die Zustände und Aufgaben unserer Zeit

261.
************
16. Dezember 1881
Markus 15

Liebe Kinder!

Meine Jünger wußten aus vielen Meiner Worte, daß eine Zukunft kommen werde, wo eine allgemeine große Trübsal Meiner Aufnahme vorher Bahn brechen solle; sie glaubten – nur dadurch sei es möglich, der großen Sittenlosigkeit ein Ende zu machen.
Auch sie hatten noch zu wenig richtige Begriffe von Meiner Weltregierung, welche nicht vernichten, sondern retten will, und zwar durch Liebe.
Darum ist auch heutzutage der Irrtum und die falsche Auffassung von Meinem zweiten Kommen noch so hinderlich dem wahren Begriffe Meines Erscheinens. Leider sind nun die Menschen noch viel verstockter, Meine Einwirkung bei den oft sehr schweren Naturereignissen und bei der Zulassung von Unglücksfällen zu erkennen, zufolge ihrer menschlichen Aufgeklärtheit und vermeintlichen Naturwissenschaft; sie sind stets bereit, dafür Beweise zu liefern mit Naturgesetzen, und doch – wie viele Fragen können solchen Aufgeklärten gestellt werden, wovon sie nicht eine einzige richtig zu beantworten fähig sind.
Ebenso bestreiten sie Mein Wesen, wie es wirklich ist, und wie Ich es jetzt wiederum den Menschen direkt offenbaren will; sie streiten nun aber dabei nicht wegen Meiner, sondern wegen sich selbst, weil sie sonst ihren Lebenswandel ändern müßten; denn es gibt nur zwei Wege, entweder Mich anerkennen und Mir folgen, wenn man glücklich und selig werden und als ein Kind von Mir Anspruch auf`s Erben machen will, oder man verleugnet Mich, was durch Wort und Tat fast bei den meisten Menschen geschieht, wodurch sie selbst nicht mehr wissen, was für Geschöpfe sie eigentlich sind, und also nichts wissen von der hohen Aufgabe – ihr eigentliches Ich für den Himmel auszubilden. Dieses ist auch der Standpunkt der jetzigen Menschheit im llgemeinen; darum muß Ich nun, bald da bald dort, Mich mehr bemerklich machen durch Ereignisse, wobei sogar eure Hochweisen verstummen, nicht Rat wissend, weder den Anfang noch das Ende solcher Vorkommnisse zu verhindern; sie gleichen jenen Zauberern Ägyptens, die da sprachen:
"Das ist Gottes Finger!"
Dieselbigen erkannten doch ihre Ohnmacht; aber jetzt – was über die Berechnung solcher Hochweisen hinausgeht, da leugnen sie die Existenz desselben, und weil sie es zu bunt machen, so nimmt das niedere Volk ein Ärgernis daran, und fällt in Mißachtung gegen alle religiösen Ansichten, und wird eben so von Mir entfremdet. Ich muß deshalb dem geistig entgegenwirken, durch Seelen, die vor der Welt arm und gering sind, und das Gift der Gelehrten nicht kennen, sondern dem Drange folgen, in Mir den Vater zu glauben, Der sie leitet und Sich mit ihnen im Herzen beratet.
Sehet solche Seelen erziehe Ich Mir Selbst zu Meinem Reichsplane, und pflanze sie an jenen Orten auf, wo die große Welt mit ihrem prahlerischen Weisheitsdünkel es für zu gering achtet, ihr Augenmerk darauf zu richten; aber Menschen, die gerne wandeln im Tale der Demut, diese werden bald zu denselben gelangen, und sich mit ihnen freuen, daß sie eine Bethlehemshöhle entdeckt haben; wie einst der reiche Kämmerer sein Amt und seine Würde vergaß, um des lieben Jesu willen.
Wer auch kann solche Wonne im Herzen, solche Gefühle der Seligkeit sich durchs Geld erkaufen, oder einem Andern schenken, wenn nicht Ich mit im Bunde bin! Sehet, aber viele kennen diese Gefühle gar nicht, darum wissen sie dieselben nicht zu schätzen; diesen wird jedoch durch Gegensätze klar gemacht, daß sie ohne Mich eine Null sind, und diese Gegensätze bestehen, in allerlei Leiden, Krankheiten, Unglücksfällen, oft für einzelne Seelen, oft für die Mehrheit, und es ist also dieses ein Erbarmungsakt Meiner Liebe, um sie zur Annahme der Seligkeit fähig zu machen.
Solche Zeichen werden geschehen, um wiederum aufs Neue die Menschen zu Mir zu ziehen; darum haltet stets fester an dem Glauben, daß nur Liebe die Welt regiert, und nur Liebe auch euch leitet. Wenn also solches geschieht, so wisset, daß Ich einen Besuch bei Meinen Kindern machen und eine vernehmliche Sprache mit ihnen reden will.

Euer Jesus! Amen!

← Zurück zu „Vaterbriefe Band 2“