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Zum 5. März 1882
Lukas 2, 25
Liebe Kinder!
Es kommt die Zeit immer näher, wo sich Meine und eure Gegner auf die Bibel berufen wollen, hauptsächlich in dem Punkte, daß Ich direkt mit den Menschen verkehre, weil sie sagen, und zwar aus eigener Selbsttäuschung, es sei von Mir als dem Herrn Himmels und der Erde zu entehrend gesprochen, wenn man Mich als mit den Menschen, und dies sogar nach menschlicher Ansicht mit ganz unscheinbaren, armen, unwissenden Menschen, ganz direkt verkehrend annehme und solches glaube.
Dieser Glaube, durch welchen Mir Gelegenheit geboten ist, Mich Meinen Kindern zu nähern und Mich Ihnen zu offenbaren, wird vom Fürsten der Finsternis mit aller Macht angegriffen; denn auf diesem beruht seine baldige Niederlage, im Ganzen wie bei der einzelnen Seele. Denn wenn die Seele für diesen Glauben gewonnen ist, so horcht sie auf ihre innere Stimme, das Gewissen, oder den Geist, der göttlicher Natur ist, und also die Seele bestimmt, Gutes zu wollen, und sie kommt somit durch dieses Aufmerken immer mehr mit Mir in Verbindung.
Darum ist es auch im großen Ganzen so wichtig, daß der Glaube an (direkte) göttliche Offenbarungen immer mehr Eingang findet; denn dadurch werden die Seelen wieder mehr hingeleitet auf die (eigentliche) Aufgabe, welche ihr Existenz erfordert.
Da nun viele gern Worte der Bibel dafür als Beweis wünschen, so führte ich das Kapitel an, wo auch ein Simeon durch Meinen Heiligen Geist so sicher Aufschluss erhielt über Mein Wesen, und sogar angetrieben wurde, den Ort aufzusuchen, wo Mich seine leiblichen Augen erschauen konnten, ja er nahm Mich auf seine Arme, und sprach: "Herr, nun lässest Du Deinen Diener in Frieden fahren, wie Du gesagt hast, denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen!" u.s.w.
Wenn nun doch der Glaube bei euch heutzutage noch angenommen ist, daß Ich ein ewig unveränderlicher Gott bin, der doch im Äußern in der Natur stets unveränderlich wirkt, und schon von Anbeginn der Welt der Sonne ihren gleichen Lauf, der Erde, die gleichen Wohltaten und das gleiche Wachstum gibt, so ist dies vielmehr der Fall in Meinem geistigen Reiche, weil dort das Höchste Meine Liebe ist, euch geistig wohl zu tun, und euch geistig zu fördern.
Sollte sich wohl Meine Liebe zu den Menschen verringert haben, nachdem sie Mich aufs Neue durch Meine Menschwerdung, als Vater erfasst haben?, oder sollte Ich sie wohl Waisen lassen, nachdem Ich Selbst eine Sehnsucht nach Mir in ihnen erweckt habe; oder sollte hauptsächlich in dieser Verfallszeit es überflüssig sein, Meine väterlichen Mahnungen an sie ergehen zu lassen, auch auf Wegen, wo äußere Macht es nicht verhindern kann; oder wer kann Meiner abermaligen Rettungsplan ergründen, oder Meiner herablassenden Liebe Schranken setzen!
Wer kann die Macht der weltlich Weisen und Gelehrten beschützen, wenn sie Mich als ihren persönlichen Beschützer verwerfen!
Hier in der Bibel steht es, wie Ich einst einem Simeon und einer Witwe Hanna die geistige Sehe geöffnet habe, daß sie Mich als Den erkannten, Der Ich bin; und auch heute noch lasse Ich Mich finden von allen redlich suchenden Seelen, daß sie Mich erkennen und lobpreisen; aber auch heutzutage gebe Ich solchen Seelen Mut und Kraft, daß sie ein öffentliches Zeugnis ablegen können, von dem, was in ihrem Herzen und in ihrem stillen Kämmerlein vorgeht.
Aber es heißt von den beiden im Tempel: "sie dieneten Gott!" sie hatten ihre Zeit und ihre Wünsche ihrem Gott zum Opfer gebracht, und somit den Tausch zwischen Welt und Mir eingegangen; sie haben Mich vorgezogen, und dies ist die einzige Bedingung, welche Ich diejenigen mache, die sehend im Glauben werden wollen, um Mich zu erschauen als Den, Der da mitten unter ihnen weilet, als Vater in Jesu Christo.
Amen!
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