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299.  Jesus sprach: „Um eures Unglaubens willen

299.
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13. August 1882
Matth. 17, 20
 
Jesus aber antwortete und sprach: "Um eures Unglaubens willen"….

Liebe Kinder!

Der (wahre) Glaube geht viel tiefer, als ihr es nur fassen könnet; denn er ist nicht bloß eine freiwillige Annahme, sondern eine sichere Überzeugung.
So war es einst auch bei Meinen Jüngern: Weil ihnen die feste Überzeugung fehlte, daß alle andere Macht außer Mir Meinem willen untertan sein muß, darum wich der böse Geist nicht, welchen sie austreiben wollten.
Dieser schwache Glaube ist hauptsächlich jetzt überall anzutreffen, auch sogar bei Meinen Kindern; sie haben noch nicht alle die Gewißheit in sich, daß sich alles Meinem Willen unterordnen muß; darum sind sie noch sehr zaghaft, auch wenn sie eine Übergabe an Mich gemacht haben.
Durch solches Zagen trauen sie dem Feinde mehr Macht zu als Mir, und diese Furcht benützt er, um sie vom Erfüllen Meines Willens abzuhalten.
Sie klagen dann ihre Schwäche oft bei Mir an, während Ich doch fortwährend Meinen Beistand und Meine Kraft ihnen anbiete.
Hat daher die Seele sich Mir einmal übergeben, so soll sie nie mehr zweifeln, daß sie stark genug sei, das auszuführen, was der Geist und durch den Geist Mein Wort ihr zu erfüllen aufträgt.
Eine gewisse Zuversicht muß mit der Aufgabe verbunden sein, daß jetzt ein Schritt vorwärts gemacht ist, wo zwar der Feind noch mit euch streiten, aber euch nicht mehr besiegen kann,
Die Liebe übergibt und der Glaube vertrauet! Darum sollen Liebe und Glaube stets miteinander verbunden sein; denn nur so wird der böse Feind besiegt.
Daß es möglich ist, denselben ganz aus dem Fleische hinauszutreiben, dazu habe Ich das Beispiel gegeben und den Beweis geliefert, weil Mein Fleisch vom göttlichen Geiste durchdrungen war, und so denjenigen Grad der Liebe erreichte, welcher fähig macht das Fleisch kreuzigen zu lassen.
Zuerst muß dasselbe durch tägliche Übung von Mir Selbst gekreuzigt werden und die eigentliche Kreuzigung am Schandpfahl war nur das Zeichen dem Feinde gegenüber, daß alles, was von Ihm ausgegangen war, zurück in den Tod gehen muß, somit auch diese Fleischmasse; aber die göttlichen Einflüsse, welche die Seelensubstanzen veredelten, wurden dabei sozusagen gerettet, und durch Mein göttliches Mitwirken zu einem Seelenleibe zusammengeformt, oder zu einem Auferstehungsleibe, an welchen der Satan keine Macht hatte, weil seine Bemühungen, das Ausströmen des Geistes in die Seele durch sein Dazwischenkommen zu stören, ihm nun mißlingen mußten.
Er (Satan) ist der erste Lichtträger in Meinem Universum gewesen, und darum hatte er auch wiederum zuerst die Einsicht in die tiefe Bedeutung des geheiligten und verklärten Fleischleibes, weil er von nun an mit seinen Ansprüchen an die Seele des Menschen zurücktreten mußte; denn gleich wie er – gebunden durch Meine Macht – sich Meiner Liebe nicht ganz entledigen kann, so können es auch die Menschen nicht. Immer wieder glimmt das Fünkchen der Liebe oder der Gottheit in jedes Menschen Herz auf, und nur gar wenige sind es, die der ewigen Verdammnis anheimfallen.
Somit kommt es jetzt gar viel auf den Glauben an, daß es möglich ist Meine Gebote der Liebe zu halten, um dadurch zu Meinem Ebenbilde zu gelangen, und dieses zieht den Auferstehungsleib nach sich und so ist Mein Ebenbild für alle Ewigkeit gültig.
Es gibt also kein anderes Gesetz für Meine Kinder als die Liebe, und diese besteht ewig.
Da aber der Satan sich nicht so leicht verdrängen lassen will und fast alle Herzen beherrscht, so kommt es, daß Meine Macht im Gegenpole sich verdunkelt; doch gab Ich auch damals schon Meinen Jüngern den Beweis, daß wenn Ich es für gut finde, Ich dieser finstern Herrschaft sofort ein Ende machen kann.
Darum, Meine liebe Kinder! glaubet fest, daß es möglich ist, daß Ich die Teufel bei euch austreibe, so ihr die wahre Liebe und den rechten Glauben Mir entgegenbringet, wo dann auch euer Leib der Verklärung teilhaftig wird, so wie Ich denselben durch die Liebe und den Kreuzestod gereinigt habe.
Liebet und glaubet, so werdet ihr stark werden durch die Macht eures Vaters, Der da ist die Macht, die Kraft und die Herrlichkeit (von Ewigkeit zu Ewigkeit.)

Amen! Amen!Amen!

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