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320.  Betrachtungswinke am Erscheinungsfest

320.
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6. Januar 1883
Zum Erscheinungsfest

Liebe Kinder!

Das Erscheinungsfest wird in der christlichen Kirche als ein Zeichen gefeiert, daß Mein Darniederkommen auf Erden nicht allein den Juden, als dem (damaligen) Volke Gottes, sondern der ganzen Menschheit galt, darum es auch den Weisen aus dem Morgenlande geoffenbart wurde.
Hier sind unter den "Weisen" solche verstanden, die noch im inneren Verkehre mit Mir standen, weil in ihnen noch der göttliche Stempel erhalten war, welcher sie befähigte, auf ihre innere Eingebung zu hören und derselben so viel Vertrauen zu schenken, daß sie danach handelten; denn durch das Aufsuchen Meiner Geburtsstätte haben sie es bewiesen, wie sie keine Beschwerlichkeiten, keine Mühe, kein Opfer und keine Gefahr scheuten, um auch äußerlich in Meine Nähe zu gelangen.
Sie gaben alles daran, den Drang ihres Herzens zu befriedigen, und sie wurden dafür reichlich gesegnet; denn sie waren Erstlinge von denen, die Mich im Fleisch erkannten und lobpriesen, und darum freuen sie sich nun über diese hohe Gnade in alle Ewigkeit. Nur in dem Erkennen Meiner Göttlichkeit lag der hohe Genuß für sie. Obgleich ich arm und hilflos in der Krippe lag, konnte sie doch nichts irre machen im Glauben an Meine Göttlichkeit, und an den Segen, welcher der Menschheit dadurch zuteil wurde.
Und nun, nachdem durch die Zeit von beinahe zweitausend Jahren schon unzählige Beweise von Meiner Menschwerdung und deren segensreicher Wirkung, sowohl im Geistigen als auch auf dem weltlichen Gebiete geliefert sind, fangen die Menschen an, welche sich nach Mir "Christen" nennen, Meine Gottheit zu verleugnen und zu mißachten!! (es kam zwar solches auch schon früher vor, doch nicht so häufig wie jetzt und nicht so frech! drang auch nicht so tief ins Volk ein wie nun. D.Hsg.)
Andere dagegen stellen Mich auf einen hohen Thron als Richter, und sagen: "man dürfe sich Mir nicht (direkt) nahen, weil Ich zu erhaben sei (!!)" Wo bliebe aber da Mein Urwesen, die größte und tiefste Liebe, die zur Ankunft auf Erden eine Höhle wählte, eben um allen Vorurteilen vorzubeugen!
Dort gab Ich sichtbare Zeichen Meiner Gottheit am Firmamente und auf der Erde, welche auch in der Bibel beschrieben sind, und doch sind es vielfach diejenigen, welche sich auf die Bibel berufen, die Mir Mein abermaliges Kommen in der Liebe und Demutsgestalt erschweren; – ! – ! sie haben die innere Stimme in sich verloren, und stehen weit unter den Weisen aus Morgenland, die in sich selbst mit Mir verkehrten, als noch gleichsam erhaltene Urmenschen, welche dem göttlichen Geiste zugänglich waren.
Oder sollte derjenige, der Mich liebt, sich nicht freuen und wohl aufmerken auf das, was in ihm vorgeht, indem er die Stimme des göttlichen Vaters darin erkennt; oder glaubet ihr, daß Ich solche Liebe zu Mir täuschen werde, während Ich doch der Ewige und Wahrhaftige bin, aber auch der Unveränderliche, weshalb Ich auch heute noch solche beeinflusse durch den heiligen Geist, wie zur damaligen Zeit der Weisen aus dem Morgenlande. Nur muß es jetzt noch mehr verborgen geschehen, denn die Erbitterung gegen alles, was Mich den Menschen mehr nahbar macht, ist groß, und um der Gegner willen, damit diese sich nicht zu schwer versündigen, muß Ich Einhalt tun, schnell Mich als Den zu zeigen, Der einst da war, und Der jetzt wieder mit den Menschen als Vater verkehren will.
Deshalb muß Ich Mir durch Natur-Ereignisse und allerlei Heimsuchungen erst Bahn brechen, und so ist nun abermals die Armut Meine erste Dienerin; denn nur durch sie wenden sich die Menschen an Meine Hilfe, und wird auch die Nächstenliebe aufgefordert, tätig zu sein.
Darum ihr Lieben, wenn solche Zeichen geschehen, so merket euch, daß Mein Kommen nahe ist; diese Vorboten des Elends verkünden Mein Erscheinen, und machen noch manche zuvor fähig, dieses ertragen zu können; denn manche Seele sucht Mich dann wieder, und manche Liebesgabe wischt die Sünden ab, deren Größe und Zahl unnennbar ist, und welchen durch furchtbare Verheerungen und stellenweisen Untergang Einhalt getan wird.
So stehen nun wiederum die Worte über der Erde gezeichnet, gleichsam die Menschen fragend: "Wie wollet ihr Mich zum zweiten Mal empfangen? Als den hohen Richter, oder als den liebenden Vater?!" Als Beides gebe Ich Mich der Jetztzeit kund, darum könnet ihr selbst wählen!

Amen! Euer Vater Jesus!

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