← Zurück zu „Vaterbriefe Band 1“

„Von der Liebe des himmlischen Vaters“

62.-  4. August 1878  "Von der Liebe des himmlischen Vaters" 
 
Meine lieben Kinder! 
Liebe, – Liebe, – Liebe heißt der ganze Ausdruck für Mein Wesen, alles was ihr sehet, wisset, begreifet, ist aus Meiner Liebe hervorgegangen. Diese ist Mein Ursein, sie hat ausgeführt was besteht. Es war ihr Wille, und ein Bedürfnis für sie, Schönes, Großes, Nützliches und Wohltuendes hervorzubringen, wie auch Geschöpfe zu erschaffen, welche für alles empfänglich und dankbar sind. Deshalb soll auch euer Streben sein – gleichfalls zu beglücken und zu erfreuen, und diesem Zwecke euch untereinander zu verbinden, damit ihr einander nützlich sein könnet; Liebe soll auch euer Urwesen sein (oder werden); aus der Liebe soll euer Wille und euer Handeln entspringen. 

Liebe zu Mir soll in euch erwecken der Anblick Meiner Schöpfung, sowohl in der Natur, als auch das Firmament, wie am Forschen über euch Menschen selbst. Überall werdet ihr Ursache finden zu sagen, das kann nur die Liebe tun, die alles trägt, alles duldet! Denn jeder Hauch eures Lebens ist abhängig von Meiner Liebe. 

Alle Meine Eigenschaften beruhen auf der Liebe, und Meine Ordnung im ganzen Universum ist Liebe. Wenn gleich alles der Auflösung entgegen geht, was euch unwissende Menschen oft zum Murren veranlaßt, so ist es doch die Liebe, welche einen höheren Zweck dabei ausführt, und in der Wiederbringung der Dinge, sei es in der Natur, oder in sonst etwas, wird wieder ersetzt, was euch entrissen wurde; z.B. der Frühling mit seiner Üppigkeit wiederholt sich, sowie der Sommer und Herbst mit seinen  Gaben, auch das Tierreich spendet immer wieder neue Freude, daß ihr in der Entwicklung von allem wieder etwas Neues kennen lernet. 

Ich rede über dieses mit Meinen Kindern, welche sich bemühen, in Allem Meine Einrichtungen und Meine Ordnung zu erforschen, und denen ein Stillestehn im Forschen unmöglich ist; daher wird ihnen immer wieder Gelegenheit geboten, Beobachtungen zu machen, und ihr Leben ist nicht einförmig und eben, sondern durch immerwährendes Erhalten und Entsagen wird ihr Wachstum befördert, und ihre Verbindung mit Mir eine ununterbrochene. Immer wieder haben sie zu fragen: "Vater warum?" und Meine Liebe ist stets bereit, ihnen durch Meinen Geist im Innern zu antworten; und diese Antworten sind die wahren Freuden  für sie, welche sie für die weltlichen Besitzfreuden gefühllos machen, da sie dabei auf eine hohe Stufe der Selbstverleugnung kommen; sie bemitleiden ihre Mitmenschen, welche noch ganz auf die Weltfreuden angewiesen sind, gehen ihnen nach mit Liebe, weil sie von ihrem Vater die Liebe als Erbgut in sich tragen, um andere zu beglücken, und werden dadurch immer mehr Mir ähnlich; ihr Bild verwandelt sich, ohne daß sie es selbst bemerken, immer mehr in ein anderes, das den Stempel der göttlichen Abkunft trägt. 

So ist es Meine Liebe, die alle Vorkommnisse eures Lebens durchdringt, gleichwie die Sonne jeden Spaltriß durchleuchet, also auch Meine Liebe im Kleinsten zu erkennen ist! 

Oh liebe Kinder! merket doch auf, daß ihr erfassen lernet den Vater der Liebe; es ist nötig für Mich, nur auch wenige unter so vielen zu Meiner Freude gedeihen zu sehen, da die Verwüstung in dieser Zeit so groß ist. Seid mutig! die ganze Hölle umgibt euch zwar, euer Vorrecht abzusprechen; doch sage Ich euch nochmals; seid mutig im Vertrauen zu eurem Vater, Der da ist die Liebe, allmächtig, unveränderlich, barmherzig, und von großer Geduld, und ihr werdet nicht zu Schanden werden!!! Amen!

← Zurück zu „Vaterbriefe Band 1“