63.- 11. August 1878 "Vom nunmaligen Kommen des Herrn"
Meine lieben Kinder!
Nachdem Ich Meine Liebe euch kund gegeben habe, und euch aufmunterte, sie selbst zu üben, kann Ich euch einen Blick tun lassen in Mein jetziges Kommen, welches viele Seelen ersehnen; denn überall wirkt Mein Geist in erhöhtem Maße ein, und finden sich Kinder von Mir, die beim Anblick der großen Weltverdorbenheit rufen: "Komm, Herr Jesu, komme bald!" und denen Ich die tröstlichen Worte ins Herz lege: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende", so ihr Mich nur wollt in eurem Herzen wohnen lassen.
Jede Seele kann davon Zeugnis ablegen, welche Mich mit Ernst zu erfassen sucht, sie wird eine Kraft in sich fühlen, die allen äußern Stürmen zu trotzen vermag, wie auch dem Einfluß der finstern Mächte ihr Ohr verschließt, weil sie jeden Augenblick braucht, um mit Mir zu reden und darin nicht unterbrochen sein will.
Auf diesen Standpunkt zu kommen, dazu helfen gerade die äußern Stürme, welche am empfindlichsten sind; sie nehmen ihre Zuflucht zu Mir, und Meine Liebe ist bereit, ihnen entgegen zu kommen; sie gibt Trost und Rat, und rechnet dieses Annähern an, als ob es der freie Wille des Menschen wäre, während es notgedrungene Schritte oft sind; Meine Weisheit weiß diese zu veredeln, auf daß der Segen damit verbunden werden kann. Vater und Kind vereinen sich auf diese Weise immer mehr, und Mein Kommen, das Fühlen Meiner Nähe, wird eintreten.
Gleichwie dies bei Einzelnen geschieht, und zwar in jetziger Zeit häufiger, so sollen auch ganze Völker erobert werden durch Heimsuchungen, welche sie zu Mir führen; nur muß der Anfang im Kleinen gemacht werden.
Wie in Meiner Ordnung immer aus dem Kleinsten das Größeste wird, also wird auch durch Wenige der Anfang gemacht, ganz auf Meine Seite zu treten; und dies ist eine Vorbereitung im Stillen, bis die Zeit kommt, wo es nötig ist, daß sie hervortreten, zum Troste ihrer Mitmenschen, und zur Ehre Meines Namens.
Wohl euch, wenn ihr diese große Aufgabe erkennet, und immer mehr wachet und betet, daß der Satan, der umher geht und brüllt, weil er weiß, daß sein Ende nahe ist, nicht auch euch noch erbeutet. Seid deshalb behutsam auch in den kleinen Vorkommnissen jedes einzelnen Tages; er steht auf der Lauer, euch sein Malzeichen aufzudrücken; darum verlasset euch immer mehr auf Meine Hilfe, der Ich reich an Liebe, allmächtig in der Kraft, und die erbarmende Geduld bin. Eilet in Meine Vater-Arme so oft ihr nur wollet und könnet; auch in kindischen Anschlägen weise Ich euch nicht zurück, wenn ihr in kindisch strebsamer Liebe zu Mir kommet, und von Mir eure Erziehung verlanget. So segnet euch auch heute wieder.
Euer treuer Vater in Jesu! Amen!
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