88. – 25. Dezember 1878
Meine lieben Kinder!
Am Christfest oder Meinem Geburtsfest ins Fleisch stehe Ich bei der ganzen Christenheit mehr im Andenken, als bei den meisten Menschen zu andern Zeiten, wo sie Meiner gar nicht oder wenig gedenken.
Bei euch soll es anders sein; denn ihr sollet Meine Geburt in euch als Freudentag annehmen, aber auch, wenn dieses geschehen, eure Pflichten darin erkennen, das Kindlein groß zu ziehen zu einem Regenten.
Gleichwie ein Kind noch schwach und unfähig zur Welt kommt, und nur durch Weinen und Bewegen sein Leben kund gibt, weil alle seine Eigenschaften sich nur nach und nach entwickeln, also ist es auch bei der Wiedergeburt der Fall, nur allmählich geht sie vor sich. Doch soll dieses geistige Wachstum durch euer Streben immer mehr befördert werden, und Ich will euch Meine Gnade dazu verleihen.
So vereint, Ich in euch und ihr in Mir, soll Mein göttlicher Geist auch in euch Fleisch und Blut werden, oder in Tat und Leben übergehen, und auch euer Leib ein Organ für Mich sein, durch welchen Meine ewige Liebe sich mitteilen kann.
Dies ist dann der wahre Geburtsakt bei Meinen Kindern, durch welchen sie gesegnet werden.
Gleichwie ein Geburtstag als Andenken jedes Jahr gefeiert wird, und bei manchem der Rückblick aufs verflossene Jahr einen Dank oder eine Trauer hervorruft, in Beziehung auf den äußern Lebensgang, also Schwere getragen habt, das mit Meiner Aufnahme verbunden ist!
Diese stillen Betrachtungen will Ich euch segnen, damit ihr eure Weihnachtsgaben einst mitbringet ins Jenseits, wo euch die ganze Bedeutung Meiner Darniederkunft erst klar werden wird, und ihr mit einstimmen dürfet in die himmlischen Chöre! "Hallelujah!" Amen!
← Zurück zu „Vaterbriefe Band 1“
NEUOFFENBARUNG