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„Vertrauet – auch in der Anfechtung – auf Meine Liebe!“

127. – 10. August 1879 "Vertrauet – auch in der Anfechtung – auf Meine Liebe!"
 
Liebe Kinder!
Meine Liebe hat sich an euch bezeuget von Kindesbeinen an, in eurer ganzen Ausstattung habe Ich durch den Odem Meiner Liebe den Zug in euch gelegt nach Mir zu streben. Unbewußt dieses Zuges suchet ihr überall euer Verlangen zu stillen, und seid so lange herumgeirrt, bis ihr ermattet waret, wo Meine Weisheit es dann für gut fand, euch eine Speise zukommen zu lassen zu eurer Stärkung, die in der Jetztzeit noch gar wenige zu kosten erhalten.
 
Bei Meinen früheren Kindern vor Meinem Erdenwandel war dies mehr der Fall, weil eine Verbindung zwischen Mir und ihnen nie aufhören sollte; doch da Ich nun durch Meine Person und Meine Lehre wieder mehr in einen Verkehr mit den Menschen, zunächst mit Meinen Jüngern und durch sie mit den übrigen Menschen kam, so legte Ich in Meine Lehre die große Kraft, daß sie nie mehr vertilgt oder ausgerottet werden kann!
 
Denn gerade Meine Worte sind es, welche dem Reiche des Satans den Untergang bereiten; darum er auch mit aller Anstrengung dieselben antastet, teils in einzelnen Herzen, teils durch öffentlichen Unglauben, wenn er Einzelne soweit gebracht hat, daß sie denselben zur Schau tragen, um auch andere dadurch zu ihren Ansichten zu bringen; doch Mein Entgegenwirken klopft immer wieder bei ihrem Gewissen an, sie kommen zu keinem wahren Frieden und keiner Ruhe, und es ist dadurch schon mancher Gottesleugner dann noch Mein eifriger Nachfolger geworden.
 
Jetzt aber, wo der Unglaube mehr siegt, will auch Ich Mich mit unsichtbarer Macht aufmachen, und die Kraft Meiner Worte dadurch erneuern, daß Ich wieder mehr direkt Mich kundgebe.
 
Doch, liebe Kinder, glaubet nicht, daß euer Vater so schwach ist, daß Er nicht hätte den großen Abfall verhindern können; aber wahrhaft, gerecht, unveränderlich ist Er, Seine Ordnung bleibt ewig; die Liebe hat den Menschen, als ihren Kindern, den freien Willen gegeben, und Ich will ihn nicht zurück nehmen, obschon Ich es könnte, aber dadurch Meinen Kindern das höchste Ziel entziehen müßte. Wenn aber dieselben solch hohe Gnade erkennen und darnach zu leben sich bestreben, so haben sie es mit dem Fürsten der Finsternis gewaltig zu tun, und es kann ihnen zwar dieser Kampf nicht erspart werden; aber sie können eine Zulage von göttlicher Kraft jederzeit bei Mir abholen.
 
Darum bleibet mutig in den Stunden der Anfechtung, wisset, es ist nur ein Anlauf dessen, der keine Macht hat Meine Kinder, welche sich ganz und gar auf Mich verlassen, zu verderben, und wenn es auch den Anschein dazu hätte, ein einziger herzlicher Seufzer nach Mir – und er muß weichen, nachdem er dazu beigetragen hat, daß Meine Kinder desto näher zu Mir eilten. Amen.

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