138. – 19. Oktober 1879 "Willst Du – so kannst Du mich wohl heilen."
Liebe Kinder!
Ihr leset in der Bibel (Mark. 1) von einem Aussätzigen, der vor Mir niederkniete mit der Bitte voll Vertrauen: "Willst Du, so kannst Du mich wohl reinigen"
Er sagte diese Worte mit vollem Vertrauen, daß es Mir möglich ist, so daß Ich solches Vertrauen nicht zurückweisen konnte, Mich jammerte dieser elende Zustand, welchen er so schmerzlich empfand, er wußte, daß er dadurch seinen Mitmenschen unzugänglich war, und nur durch Meine Hilfe gerettet werden konnte.
So, liebe Kinder, sollet auch ihr euren Aussatz und eure Unreinigkeit in eurem geistigen Leben empfinden, und klagend (und bittend) zu Mir kommen, wenn ihr erkennet, daß euch sonst keine Abhilfe werden kann, um eure Unreinigkeit zu beseitigen, welche euch noch anklebt, von der ihr doch frei sein möchtet.
"Willst Du, so kannst du mich wohl reinigen!" An diesen Worten haltet fest, wenn gleich auf der andern Seite immer wieder der Verstand euren freien Willen in die Wagschale legt, so ist es Mir doch möglich, wenn ihr mit tiefem Seufzen zu Mir kommet, euch rein zu machen, euch zu heilen; denn Meiner Liebe muß alles weichen und untertan sein, wenn diese angerufen wird, so tritt die Erbarmung ein, und außerordentliche Einflüsse finden statt; daher manche Menschen zu erzählen wissen, wie sie zu einer gewissen Stunde sich bekehrt haben, weil sie von einer solchen Hingabe und Gebetserhörung an, oft gänzlich sich umänderten, und die Kraft dazu in sich verspürten.
So haltet es auch ihr, "Willst du, so kannst Du mich wohl reinigen", diese Worte aus wahrem Verlangen gesprochen, erschüttern Mein Vaterherz, wobei ihr oft in kurzer Zeit auf einen viel bessern Standpunkt in eurem geistigen Fortschritte kommet. Es kann euch dadurch plötzlich eine Leidenschaft abgenommen werden, die ihr vorher durch euer eigenes Wollen und Ringen mühsam mit fortschlepptet, so ihr nur als wahre Kinder dem Vater mit voller Zuversicht klaget und vertrauet, daß Er euch helfen kann, helfen will, und sich euer auch auf außerordentliche Weise annehme werde!
Leset daher in der Schrift solche Worte mit besonderer Aufmerksamkeit, machet sie euch sogleich zu Nutzen in vollem Glauben, für äußere und innere Gebrechen, so wird auch euch geholfen werden! Doch wie Ich den Aussätzigen bedrohte zu schweigen, so sollet ihr es auch halten, nicht damit dann prahlen, wenn euch geholfen ward, sondern mit stillem Dank es annehmen, und auch eure Mitmenschen Meiner Liebe in solch dringenden Fällen übergeben.
So sollen auch die heutigen Worte euren Glauben vermehren, gegründet auf Tatsachen, welche von Mir geschahen; bedenket dabei, daß Meine Liebe bis jetzt noch nicht abgenommen hat, sondern gleich fort bereit ist euch die Hand zu bieten in der Not. Euer Vater in Jesu ruft euch das zu. Amen!
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„Willst Du – so kannst Du mich wohl heilen.“
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