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„Meinen Frieden lasse Ich euch – in der Demut! Johannes 14, 27

152. – 4. Januar 1880 "Meinen Frieden lasse Ich euch – in der Demut! Johannes  14, 27
 
Meine lieben Kinder!
Diese Worte rufe Ich auch Meinen jetzigen Jüngern zu, welche gleichfalls, wie Meine damaligen, mit Besorgnis der Zukunft entgegen sehen, weil sie die große Verdorbenheit fühlen, die heutzutage die Oberhand hat; denn wenn sie ihre eigene Schwachheit dabei bedenken, so ist es schwer für sie, zu glauben, daß sie etwas für Mich in dieser Zeit tun können, während ihre Liebe zu Mir sie doch dazu antreibt.
 
Meine jetzigen Jünger sind eben auch noch zu sehr mit äußern Begriffen von Meinem zweiten Kommen behaftet, und sie möchten Meine Macht Andern gegenüber durch Wunder beweisen; denn der Weg der göttlichen Ordnung, welche still und verborgen das Kleine groß zu ziehen weiß, kommt auch ihnen zu langweilig vor; der Geist der Erhebung will sich auch bei ihnen noch geltend machen, und um diesen schnurgerade entgegen zu wirken, muß Ich viele Mittel anwenden, die zur Demut führen, was Kampf hervorruft.
 
Darum in der Verheißung "Meinen Frieden gebe Ich euch" soviel gegeben ist; es ist das Größte, mit welchem Ich Meine wahren Kinder ausrüsten kann, die wahre innere Ruhe, das Bewußtsein, daß alles was über sie kommt, sei es Zuschickung oder Zulassung, ihnen Meine Liebe zum Segen verwandeln will, denn Vater und Kind sollen den Frieden mit einander genießen. Ich gebe euch in diesen Worten die Verheißung: daß Mein Friede mit euch ist, und nicht Zorn oder Rache.
 
So soll alles, was euch in eurem  Probeleben als Leiden und Kreuz vorkommt, euch in der Liebe zur Mir mehr befestigen; statt darüber zu klagen oder zu murren, kommet mit Ruhe zu Mir, und Ich will als Vater euch Selbst Rat geben, wie ihr solche Zeiten zu eurem geistigen Gewinne ausbeuten könnet. Euer Herz sei nicht verzagt, wenn Ich euch nicht nach eurem weltlichen Gutachten behandle, und Meine Liebe euch nicht gibt, was nach euren Ansichten beglückt; "fürchtet euch nicht!" u.s.w., sondern denket an Meine eigene Lebensbahn, an Meine Worte in der heiligen Schrift und an die seitherige Geschichte Meines Reiches; da werdet ihr überall finden, wie so oft aus Finsternis Licht ward, und wenn auch scheinbar gegen Meine heilige Ordnung gehandelt wurde, dieselbe doch nie ganz vertilgt werden konnte. Ebenso ist es auch bei euch; wenn ihr zu Mir haltet, so sollet ihr die gleiche Hilfe erfahren, wie Meine ersten Jünger; Ich will euch den Tröster senden, Mein Geist wird es sein, Der euch Kraft und Weisheit gibt, damit ihr erkennet, was zu eurem wahren Frieden und Glück dient. Amen!

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