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12. Kapitel – Von dem dritten englischen Könige, Uri-El genannt

Von dem dritten englischen Könige, Uri-El genannt

108. Dieser holdselige Fürst und König hat seinen Namen von dem Lichte oder von dem Blitze oder Ausgange des Lichtes, das bedeutet recht Gott den Hl. Geist.

109. Gleichwie der Hl. von dem Lichte ausgehet und formet und bildet alles und herrschet in allem, also ist auch die Gewalt und Holdseligkeit eines Cherubin. Der ist der König und das Herze aller seiner Engel, das ist, wenn ihn seine Engel nur anschauen, so werden sie mit dem Willen ihres Königes infizieret.

110. Gleichwie der Wille des Herzens alle Glieder des Leibes infizieret, daß der ganze Leib tut wie das Herze beschlossen hat oder wie der Hl. Geist im Centro des Herzens aufgehet und erleuchtet alle Glieder im Leibe, also auch infizieret der Cherub mit seinem ganzen Glanze und Willen alle seine Engel, daß sie alle zusammen sind wie ein Leib, und der König ist das Herze darinnen.

111. Nun dieser herrliche und schöne Fürst ist nach der Art und Qualität des Hl. Geistes gebildet, und ist wohl ein herrlicher und schöner Fürst Gottes, und ist mit den andern Fürsten in Liebe verbunden als ein Herze.

112. Das sind nun die drei Fürsten Gottes im Himmel. Wenn nun der Blitz des Lebens, das ist der Sohn Gottes, im mittlern Zirkel in den Quellgeistern Gottes aufgehet und sich triumphierend erzeiget, so steiget auch der Hl. Geist triumphierend über sich. In diesem Aufsteigen steiget auch die Hl. Trinität im Herzen dieser drei Könige auf, und triumphieret auch ein jeder nach seiner Qualität und Art.

113. In diesem Aufsteigen wird des ganzen Himmels Heer, alle Engel triumphierend und freudenreich, und gehet auf das schöne Te Deum Laudamus. In diesem Aufsteigen des Herzens wird der Marcurius im Herzen erwecket, sowohl in dem ganzen Salitter des Himmels. Da gehet in der Gottheit auf die wunderliche und schöne Bildung des Himmels in mancherlei Farben und Art, und erzeiget sich jeder Geist in seiner Gestalt sonderlich.

114. Ich kann es mit nichts vergleichen als mit den alleredelsten Steinen: als Rubin, Smaragden, Delphin, Onyx, Saphir, Diamant, Jaspis, Hyazinth, Amethyst, Berill, Sardis, Karfunkel und dergleichen.

115. In solcher Farbe und Art erzeiget sich der Naturhimmel Gottes im Aufgehen der Geister Gottes; wenn denn nun das Licht des Sohnes Gottes darinnen scheinet, so ist es gleich einem hellen Meere von oben erzählter Steine Farben.

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