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20. Kapitel – Die Porten der Geheimnis

Die Porten der Geheimnis

38. Daß aber eine Feste sei zwischen den Wassern, die da Himmel heißen, hat diesen Verstand:

39. Die ganze Tiefe vom Monden bis an die Erde stehet mit ihrer Wirkung alles in der zornigen und begreiflichen Geburt, denn der Mond ist eine Göttin der begreiflichen Geburt, auch so ist das Haus des Teufels, Todes und der Höllen in dem Revier und Zirk zwischen dem Monden und der Erden.

40. Da dann der grimme Zorn Gottes in der äußersten Geburt in der Tiefe von Teufeln und allen gottlosen Menschen täglich angezündet und aufgeblasen wird durch die großen Sünden der Menschen, welche noch mit der siderischen Geburt in der Tiefe inqualieren.

41. Nun hat Gott die Feste, welche Himmel heißt, zwischen der äußersten und innersten Geburt gemacht, und die ist ein Unterscheid zwischen der äußersten und innersten Geburt.

42. Denn die äußerste Geburt des Wassers kann die innerste Geburt des Wassers nicht begreifen, welche Himmel heißt, der aus dem Mittel des Wassers ist gemacht.

43. Nun aber stößet die innerste Geburt des Himmels auf der Erden hart an und hält das äußerste Wasser auf Erden mit samt der Erden hart gefangen.

44. Wenn das nicht wäre, so würde sich das Wasser mit Umwendung des Erdbodens wieder zerteilen, auch so würde die Erde zerbrechen und in die Tiefe zerstieben.

45. Nun aber hält dieselbe Feste zwischen dem äußersten begreiflichen Wasser und dem innerlichen die Erde und das begreifliche Wasser gefangen.

46. Möchtest du nun fragen: Was ist denn das für eine Feste des Himmels, die ich weder sehen noch verstehen kann? Es ist die Feste zwischen der klaren Gottheit und der verderbten Natur, durch welche du mußt durchbrechen, wenn du zu Gott willst. Und ist eben die Feste, welche nicht ganz im Zorne stehet und doch auch nicht ganz rein ist im Feuer, davon geschrieben stehet: Es sind auch die Himmel nicht rein vor Gott, Hiob 15,15. Und wird am Jüngsten Tage der Zorn davon gefeget werden.

47. Denn es stehet geschrieben: Himmel und Erde vergehen, aber meine Worte vergehen nicht, spricht Christus Mat 24,35, Mark 13,31.

48. Nun aber ist das Unreine in demselben Himmel der Zorn, das Reine aber ist das Wort Gottes, welches er einmal gesprochen hat: Es scheide sich das Wasser unter der Festen von dem Wasser über der Festen, Gen 1,7. Dasselbe Wort stehet nun da, und ist in die Feste des Wassers gefasset und hält das äußerliche Wasser gefangen.

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