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2. Politik, Sozialismus und Mensch. Die göttliche Schau dazu

(Ps. 2)

Liebe Freunde

Die Pharisäer von einst stellen dem Herrn eine verfängliche Frage. Sie wissen, Jesus ist ein Menschenfreund, und sie versuchen, Ihm aus Seinen Lehren einen Strick zu drehen. Ihr größtes Ärgernis besteht darin, daß Er nicht die Person, sondern als heiliger Herzenskenner das menschliche Gemüt betrachtet. In heuchlerischer Weise geben sie des Herrn Wahrheit als eine auch für sie zutreffende an, um kundzutun, daß sie genauso dächten wie der Herr. Damals, wie heute, sieht man allenthalben diese Heuchelei. Das nennt man aber ‚Klugheit‘. Nun die böse Frage:

‚Ist‘s gerecht, daß man dem Kaiser Zins gebe, oder nicht? Sollen wir ihn geben oder nicht geben?‘ (Mark. 12, 14-17)

Jesus besitzt viele römische Freunde, Sie, die Heiden, erkennen in Ihm den wahrhaftigen Gott. Die Juden dagegen ärgern sich an Ihm. Sagt Er nun zu dieser Höllenfrage Ja, so gibt Er Sich den Mächtigen politisch in die Hand. Die Templer hätten dann gesagt: Du willst ein Jude sein, eine Gotteslehre bringen und unterstützt die römische Tyrannei? Ein Nein hätte Jesus die Anklage eines Aufwieglers eingebracht; und selbst ein Cyrenius, die römisch-politische Machtfigur, hätte weder Anklage noch Richterspruch aufhalten können.

Dieses Begebnis, wie es in ähnlichen Fällen ungezählte Male vorkommen mag, stellt eine Mauer dar, an der sich Politik, Sozialismus und Mensch treffen und — widereinander stehen. Die Menschen sind an alle Vorkommnisse gebunden; und die aufgebrochene Letztzeit zeigt kraß, wie sie darin, zwischen den großen Entscheidungsproblemen, hin- und hergezogen werden.

Ist jemand politisch, so muß er zu seinem Volke stehn und sagen: Der Kaiser hat kein Recht, den Zins einzuheimsen. Entscheidet er sich für das soziale Gedankengut, dann sind ja alle Menschen Brüder und Schwestern. Was wäre dann mit dem Zinstribut? Wendet er sich ohne tiefere Erkenntnis nur dem Geistigen zu, dann fragt er sich noch immer, ob der Mensch dabei nicht seine Pflicht versäumt, die Gott solang nicht aufgehoben hat, solange es noch Völker gibt.

Eine wichtige Frage bei dieser nicht einfachen Betrachtung ist: Kann man das politisch-soziale Problem religiös-geistig ausleben? Wenn ja, so gibt es dazu eine göttliche Schau; wenn nein, müßte von vornherein die große Trennung zwischen Welt und Geist, der menschlichen und göttlichen Einstellung vorgenommen werden.

Dann müßten alle, die geistig leben wollen, der Welt den Rücken kehren, was bedeutet, daß sie ein Diogenes zu werden hätten. Der Herr gibt im Lorberwerk gerade über dies eine recht getreue Kunde und sagt, daß Diogenes trotz bester Weltverachtung noch lange kein Geistmensch war, vielmehr eine große Portion Hochmut besaß, die schwerer als Alexanders Kaiserdünkel wog.

Ist der Mensch zu einem meist unverstandenen — Zweck auf diese Erde gesetzt worden, so war ein entsprechender Pflichtteil mit zu übernehmen. Wie schwerwiegend derselbe ist, zeigt an, daß auch Jesus sich nie dessen unbedingt notwendiger Erfüllung entzog. O ja, das unbedingt Notwendige einer irdischen Lebenspflicht! Das hat ER erfüllt! Nicht umsonst heißt es von Ihm: ‚Er war ein wahrhaftiger Mensch‘, der aus dem Wirklichkeitsdasein alles das tat, was zu Seiner Gott-Mission gehörte.

Manche werden sagen: Gewiß, Seine Mission! Ein Unterschied zwischen dem Herrn und dem Menschen ist hier nicht gegeben; denn auch wir haben eine Mission übernommen. Unsere ist zwar kleiner als die des Heilands; aber sie ist eine Mission, deren Last und Würde der Geistgröße des Menschen entspricht, vom Reich geprägt. Daraus ist zu entnehmen, was das Leben sein soll. Kurz gesagt:

Auch ein Missionsleben.

Unter ‚Mission‘ wird beinah ausschließlich die missionarische Tätigkeit im In- und Ausland angesehen. Hauptaufgabe ist Bekehrung. Aber außer dieser Mission gibt es noch eine persönliche, die jeden Menschen angeht, die er mit sich selber abzumachen hat. Vielleicht wird das klarer, wenn man die Grundarbeit der persönlichen Mission einer näheren Betrachtung unterzieht, Wahrheiten, solche Probleme zu lösen, sind am besten aus Gottes Wort zu schöpfen.

Jesus sagt: ‚Lasset euer Licht leuchten!‘ Die persönliche Mission erstreckt sich erstens auf sich selbst. Man soll sich bekehren, abwenden von dem, was von der Liebe Gottes, von eigener Vollendung scheidet. Der Geist soll der Missionar, die Seele die Missionsgemeinde, der Nebenmensch das missionarische Betätigungsfeld sein.

Auf diese Weise wird der Mensch ein Missionar, weil — wenn nach des Herrn Wort sein Lichtlein brennt — dann von ganz allein auch die Fremdarbeit beginnt. Er läßt ohne Scheu das Himmelsgut des Herzens leuchten. Wenn dabei der Geist als Missionar in ihm die Leitung übernehmen kann, bleibt sein Erfolg der Tätigkeit nicht aus.

Das Diesseits fordert erst das Menschliche; aber es heißt herrlich: ‚Wahrhaftiger Gott — wahrhaftiger Mensch!‘ Ja — erst war Er Gott, Der um der Kinder willen Sich zum Menschen machte. Als solcher tritt Er in den engsten Kreis des Materielebens ein und nimmt zu unsern Gunsten das Weltirdische an.

Er ist der Zimmermann, der den Juden Häuser baut. Nachdem Er so beweist, daß Er wahrhaftiger Mensch für die Menschen ist, beginnt Er — für sie in heiliger Ordnungsfolge — mit dem geistigen Bau. Dabei verbindet Jesus Sich mit dem politischen Feind des irdischen Landes. Dort bildet Er Sich einen Stützpunkt aus, der Ihn sozusagen schirmt, um ungehindert durch das Land zu ziehen und Sein heiliges Evangelium als der allmächtige Missionar zu verkündigen.

War das bewußte Politik? Nein! Im Sinne reiner Sozialität aber Ja! Freilich darf man diese Politik nicht als Schlage-tot betrachten, sondern als ein Mittel, das ausgleichend und ergänzend wirken sollte. Jesu heilige Politik ist so gut wie nicht bekannt; sie darf mit der heutigen Zeitpolitik nie verwechselt werden.

Und doch: Am Welthorizont glimmen kleine Flämmchen auf, zwar noch schwach und unterdrückt, aber — sie sind da. Die Politik hat jenen Grundcharakter, zwei Partner zu vereinigen. Unsagbar höher ist der Grundzug der ‚Reichspolitik Gottes‘. Da stehen Er und der Gefallene sich gegenüber. Mit heiligen Mitteln sucht Gott, jenen neu an Sich zu binden; oder als Mensch: Das Volk und die Heiden. Im Endbuch des Johannes wird diese Zielsetzung enthüllt, wo es heißt: ‚Ich will die Heiden herzubringen! Es läßt sich natürlich für das verpönte ‚Politik‘ leicht ein anderer Ausdruck wählen.

Im Hinblick auf das Wort, dem Kaiser zu geben was des Kaisers und Gott, was Gottes ist, mag der Ausdruck gelten. Jesus redet erst vom Kaiser, und dann von Gott. Warum hat Er, Der Seine göttliche Mission als die alleinige hervorhob, das Kaiserrecht vor dem Gottesrecht erwähnt? Ist das eine Zufälligkeit, oder ist‘s bloß auf die Frage abzustellen? Es steht im Widerspruch zu Seiner Lehre, vom Weltlichen sich abzuwenden und den Geist zu wählen.

Es ist kein Widerspruch, wenn man das Warum erkennt. Eines der wunderbarsten Lehre öffnet es. Jesus sagt: ‚Ich bin gekommen!‘ Das ist der erste Teil der Lehre. Der zweite: ‚Das Volk selig zu machen von seinen Sünden!‘ Dazu weiter: ‚Ich habe noch andere Schafe, und Ich will hingehen, dieselben zu holen!‘ Das ist ein flutendes Licht aus ewigem Heiligtum, das ohne Mühe jede Wahrheit kündet.

Jesus hat durch die Zins-Anerkenntnis, durch das Schafe-herholen und noch vieler göttlicher Missionspunkte aufgezeigt, daß die bösen Völkerspaltungen beseitigt werden sollen. Die Verbrüderung beider Ställe, sinnfällig für Gläubige und Ungläubige, wie für alle argen Gegensätzlichkeiten, war Seine wohl kaum verstandene Reichspolitik: Ein Reich — ein Hirte, eine Herde! Hierin ruht der Einigungspol für die Menschen in politisch-völkischer Hinsicht, was aus der Letztoffenbarung an den Jünger Johannes zu beweisen ist.

Ein Gotteskind kann hier ersehen, ob es politisch sein darf oder was in Frage käme. Sofern jemand eine tiefere Erkenntnis wählt, der weiß, daß die irdische Politik Jesu eine ganz andere war und ist, als die der Jetztzeit, und daß beide nicht durch Verquickung der praktisch auseinanderlaufenden Richtungen zu lösen sind.

Sofern die Politik eines Staates dahinausgeht, nur Verwirrungen, Kriege und dergleichen anzustiften, soll jeder Erkenntnisreife die Finger davon lassen; denn solche Politik ist das letzte grausige Tier, das aus dem ‚Meere‘ aufsteigt, aus der Weltbewegung. (Off. Joh.)

Würde ein Volk in der Lage sein, Männer hervorzubringen, vom Geist der Wahrheit beseelt, und diese würden das Irdische und Geistige vereinigen, wie Jesus tat, im Sinne reiner Völkerverbrüderung, dann sollte jeder nicht nur das Seine dazu beitragen, — nein, dann wäre es die übernommene Lebenspflicht, der Welt zu dienen. Solch echte politische Betätigung, im Hinblick auf das Ewige Reich, würde aller Welt den Frieden bringen.

Diese Erkenntnis führt in die soziale Betrachtung ein. Die Lehre Gottes, sowohl jene direkt vom Reich herübergebracht, sei es durch Propheten, Inspiration oder sonstigem Verknüpfungsmittel, als auch grundlegend Gottes Wort als Heiland, ist die wahre Sozialität, die nicht reiner und umfassender gegeben werden kann. Sein Sozialismus bedurfte nur selbst Seinem Grundgesetz zweier Gebote, um die ganze Menschheit darin einzuschließen, zu betreuen, und ihnen jede Hilfe zuzuführen. Die zwei Gebote sind bekannt.

Kann man sich in dieser Zeit so rein sozial verhalten? Die Not ist ungeheuer groß, einer Sintflut gleich, von der Gott sagte, daß sie nicht zu Noahs Zeit so groß gewesen wäre. Die einstige Wasser-Sintflut kam nur über Teilgebiete dieser Welt; unsere Not-Sintflut sucht alles irdische Leben, alle Völker, alle Staaten heim.

Sogar jene seit ein paar hundert Jahren vom Krieg verschonte Reiche sind nicht frei davon; ihre hermetisch geschlossenen Staatstüren hat die Not-Sintflut mühelos aufgebrochen. Zudem wird der Notzustand von manchen Menschenklassen ruchlos ausgenutzt. Hat es dann noch einen Zweck, sozial zu helfen?, geistig oder irdisch — ?

Hier ist gleichfalls Gottes Bahn der Weiser. Die größte soziale Hilfe ist stets die innere, weil ein Gläubiger zur Not ganz anders als der Ungläubige steht. Doch Gott begegnet auch der Leibesnot. Er speist 4000 und 5000 Menschen; und Er läßt durch reich gesegnete Freunde immer wieder viele Arme speisen. Er fragt nicht, ob es der eine oder andere nötiger hätte. Sein Blick ruht auf der Menge, auf dem Ganzen.

Er sieht die innere Wüste eines Menschen, durch welche oft die Erdennot hervorgerufen wird. Darum speist Er alle, hilft allen im Augenblick des Hungers. Denn in der Wüste kauft der Reiche auch kein Brot. Also allezeit, in allen Dingen helfen, wo und wie es irgend möglich ist. Ein guter Rat kann eine Hilfeleistung sein; doch bloß gut raten, ist nicht viel getan. Jemand mit Worten trösten, bringt selten Kraft; durch Fürbitte still getröstet, das hilft!

Die wahre Sozialität hat nur ihr äußeres Gewand von dieser Welt geliehen; ihre innere Struktur stammt aus dem Reich. Die wahrste Betätigung ist die Nächstenliebe. Hat jemand diese, so gestaltet er aus der persönlichen Mission das eigene Leben gut und schafft sich damit eine Lichtquelle, die die sonderheitliche Mission an allen Menschen in rein-geistig-sozialer Liebe erfüllen hilft.

Alsdann ist der beste Paßübergang zum Leben der Erde — geistig gesehen — erreicht und die schwierige Höhe überwunden. Hat man eine solche Höhe hinter sich, so zeigt sich einem, wenn manchmal noch in ziemlicher Entfernung, deutlich jenes herrliche jenseitige Gefilde. Wer schon einmal auf einem Gebirgskamm stand und — soweit die Natur den Freiblick gibt — das jenseitige Land im herrlichsten Blühen sich erschloß, der kann das kleine Beispiel gut verstehen. Aus ihm ist der symbolische Zusammenhang zum Geistigen zu deuten.

Wie kann man nun im Hinblick der besprochenen politischen und sozialen Fragen geistig leben, in Einklang bringen? Ist das wohl gegeben? O, nichts leichter als das! Grundbeweis ist allzeit Gottes Wort und Werk. Hat Er Seine Geschöpfe in die Materie gesandt, dann deshalb, um Bestimmtes zu erreichen. Es ist selbstverständlich, daß es sich bei dem zu Erreichenden um geistige Güter handelt. Dennoch hat Er mit dieser geistigen Arbeit die irdische eng verbunden und ist das Geistige dann erst richtig zu erreichen, wenn das Irdische nach Gottes Willen auch geschieht.

Ein Wort sei dazu eingefügt: ‚Seid klug wie die Schlangen, doch ohne Falsch wie die Tauben.‘ Die Klugheit bezieht sich, wenn alles vereinigt wird, auf die Politik. Denn klug ist, mit dem Nachbar im Frieden zu leben; klug ist, wenn Staatsmänner zur Eintracht, zur Völkerverständigung neigen. In beiden Fällen bewahren sich die Partner selbst vor einem Untergang.

Sozial ist, zu sein wie die Tauben, nicht über den andern herrschen wollen. Gegenseitige Dienstbarkeit ist wahre Politik und reine Sozialität, womit das Leben geistig sich erfüllt. Dergestalt fällt es keinem schwer, Gottes gute Gebote zu beherzigen. Dann erhält das wahrhaft Menschliche und wahrhaft Göttliche seine vollständige Einigung.

Der Mensch ist dann in jeder Hinsicht so, wie es von GOTT aus für die Erde vorgesehen ist. Er braucht sich nicht zu ängstigen, ob er bei Mittun oder Nicht-Mittun eine irdisch-geistige Pflicht verletzt. Wer die geistige Gesetzmäßigkeit erkennt, der wird leicht das Leben dieser Erde richtig leben.

Die göttliche Schau bringt allerdings gewaltigere Tiefen. Doch gilt gerade hier die ‚Paßhöhe‘ zu erreichen, um ins gelobte Land zu kommen, in das heilige Gefilde. Der Wegweiser dorthin trägt die Aufschrift: ‚Gebt Gott, was Gottes ist!‘ Ist der Mensch in jener Lage, diese Dinge göttlich anzusehen? Besitzt er gott-gesegnete Augen?, die innere Schau —?

Jesus rechtet mit den Pharisäern und beweist ihnen Seines Wortes Wahrheit: ‚Ihr sollt Götter sein!‘ Was bedeutet das? Ihr sollt euch bemühen, wie Gott zu tun. Er ist die Güte, dieses ‚god’ oder ‚gut’, was im Namen GOTT enthalten ist. Gut sein kann jeder Mensch, wodurch er von allein zur göttlichen Schau gelangt, zur wahren Erkenntnis, soweit es menschlich möglich ist.

Wie Gott eines Menschen Erdenweg betrachtet, ist aus Seiner Antwort an die Pharisäer zu entnehmen. Sofern ein Mensch mit bestem Willen und Erkenntnis das Irdische erfüllt, ohne ihm den ersten Platz zu gönnen, handelt er, wie Jesus tat. Er geht mit den Jüngern zum Tempel und muß die Tempelmaut entrichten. Er heißt Petrus einen Fisch zu fangen, in dessen Maul ein Stater sei. Ganz irdisch.

Trotzdem steht das Geistige darüber; denn Er sagt: ‚Die Kinder sind frei!‘ Die Juden brauchen nichts zu zahlen, doch die geldgierigen Templer halten ihre Hände auf. Darum sagt der Herr zu Petrus: ‚Aber auf daß sich niemand ärgere, so bezahle ihn für Mich und für dich!‘ Warum tut Er das? Nun, Er will wieder lehren, also befriedigt Er die Gier, um desto freier Sein Göttliches zu bringen.

Durch die irdische Pflichterfüllung leistet Er Seiner Heilslehre den denkbar größten Vorschub. Die Steuer zu verlangen, war nicht gerechtfertigt; aber durch Beseitigung des Ärgernisses tritt Gottes Lichtwort auf den Plan. Wenn also ein Mensch über kleine und kleinliche Weltverhältnisse hinwegsieht, wird er seine geistige Vollendung im Lichte göttlicher Schau erreichen.

Es sei nun noch auf eine Tiefe hingewiesen: ‚Für Mich und dich!‘ Für Jesus, weil Er — für die Welt — mit dieser Klugheit helfen wollte; für Petrus, als Sinnbild alles Irdischen, damit sich niemand ärgern sollte. Er hat demnach das Weltliche dem Geistigen folgen lassen und Seine göttliche Schau über alles erhoben, ihr damit den Hauptrang eingeräumt.

Damit zeigt sich, daß selbst die Politik sozial und geistig zu betätigen ist und auf unserer Welt praktisch alle Dinge in höherer Schau zu erkennen sind. Allerdings — ein politisches Spiel, nach unsrer heutigen Weltordnung, die man ‚Welt-Unordnung‘ nennen muß, soll für Gotteskinder nicht in Frage kommen, es sei denn, es käme eine „Gottes-Politik“! Statt ‚Gottespolitik‘ setzen wir am Ende ‚Gottes Planung‘ ein.

Sein Heilsplan hat das kleinste weltliche Gefüge vorgeschaut. Und diese Schau ist Sein Wille! Was die Menschen mit dem letzten Rest der Weltzeit tun, politisch, sozial oder religiös, ist von dieser Willensschau erfaßt, durchdrungen, auf- und eingeteilt. Der Weiße Reiter ‚Treu und Wahrhaftig‘ hat das Ende der Materie schon in Seiner ‚Heils-Planung‘ festgelegt.

Wird das erkannt, so ist zu allem Geschehen auch die göttliche Schau gegeben, wie und auf welche Weise dieser Heils-Plan vor sich geht. Dann allerdings liegt die ganz persönlicher Lebensplanung in

Gottes ewig-heiligem Plan!

Wir lassen Gott walten in Seiner unendlich erhabenen Schau; denn Er weiß für alle Dinge das Beste: für das Irdische, der Kaiserzins; für unser Himmlisches, die Gotteslehre!

Amen.

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