Nach der Bibel lässt sich kaum einwandfrei feststellen, wann Hiob gelebt hat. Wird im vorliegenden Werk seine Lebenszeit nach Hesekiel und Daniel genannt, so hat das einen geistigeren Grund, da es eine rein geschichtliche Zeitepoche ergibt.
Hesekiels Amt beginnt mit dem biblischen 30. Regierungsjahr des jüdischen Königs Jojachin. Daniel wird nach Hesekiel genannt, hingegen im dritten Regierungsjahr des Jojakim mit diesem und dem ganzen jüdischen Volk von Nebukadnezar, mehr als zwanzig Jahre nach Jojakim, in die 70-jährige Gefangenschaft nach Babel geführt. Zu dieser Zeit war Daniel ein Knabe (Dan. 4, 1), also ca. 16 Jahre alt. Hesekiel hat nach diesen Zeitangaben bereits auch vor dieser Gefangenschaft gewirkt.
Eben vor dieser langen Gefangenschaft, der eine andere, wenn auch kürzere vorausging, zumal während derselben und hernach, wo rund drei Geschlechterfolgen lebten, konnten — wie sich feststellen lässt — die genauen Zeitangaben nicht gemacht werden bzw. gingen in der Fronzeit verloren. Vorher, bis zum Untergange des Israelischen Reiches (722 v. Chr.), sind von allen großen Menschen genauere Wirkungszeiten sowie Geschlechterfolgen angegeben, sogar mit frappanter Gewissenhaftigkeit.
Für Hiob finden sich keine Anhaltspunkte, und ist es mehr als wahrscheinlich, dass die späteren Geschichtsschreiber aus den chaotischen Zeitläufen zwischen 722 und 445 v. Chr. manche Hauptgestalten nur nach Schätzung einreihen konnten. Das darf auf Hiob zutreffen. Er konnte während dieser Gefangenschaften als evtl. Mitgefangener unmöglich so reich gewesen sein, wie die Bibel kündet.
Er könnte, entsprechend seinem Reichtum, vor 722 gelebt haben; dann wäre aber seine Zeit, vor allem seine Ahnenfolge, wie andere auch, angegeben worden. Dieser wichtigste Hinweis fehlt. Hernach, als Kores, Darius und weitere Könige nicht nur Jerusalem wieder aufbauen ließen, sondern auch viel Geraubtes zurückgaben (Esra 6, 1-9 u. a.), so dass unter dem heimgekehrten Volk Juda die Armut wich, da konnte auch ein Hiob wieder reich werden bzw. gewesen sein. Wird sich also im vorliegenden Werk auf Hesekiel, Daniel, Kores gestützt, so mit Recht, da die Genannten mehr als wahrscheinlich vor Hiob lebten, mindestens zu dessen früherer Jugendzeit.
Der Hinweis in Hesekiel (14, 14) auf Noah, Daniel und Hiob ist erstens eine rein geschichtliche spätere Einschiebung in den Text, zweitens ergibt gerade diese Reihenfolge der drei Männer auch die Reihenfolge ihrer Lebenszeit. — Es soll dies als Hinweis gelten, damit keine Zeitverwirrungen entstehen.
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[v1]* Untergegangene Weltkörper dürfen nicht mit Folgendem verwechselt werden: Die Ersterde, nach Leopold Engel „Mallona“ genannt, Vorgängerin der jetzigen, hat mit der zerstörten „Ataräus“ nichts zu tun. Diese, das einst herrlichste Sonnen Geistgebilde im Reich, war dem Erstlingskind SADHANA gegeben worden. Damals gab es noch keine Materie, weil der Fall noch nicht geschehen war; somit auch keine Welten, wie im uns bekannten Planetensystem existieren.
[v2]* Die vier Wächter gehören zu den Stuhlersten (siehe „Das Gnadenbuch“). Sie entsprechen den vier Tieren (Off. Joh. 4, 6) wie noch anderen Vergleichen alttestamentlicher Bilderpropheten.
[v3]* „Hephata“ bedeutet: Tue dich auf. Es ist „Gottes eigenes Lichttor“.
[v4]* Perutam, der 3. Wächter, vertritt in der Schöpfung die 3. UR-Herzkammer mit den Eigenschaften Geduld und Liebe. Im Höchsten entspricht die 3. UR-Herzkammer dem HEILAND. auch dem 3. Strom, aus der Mitte (Mittler) Edens (Licht) kommend.
[v5]* Kirchenstreit, Religionskriege, ungute Konzilien waren und sind Zerstörer der reinen Gotteslehre, trotz manchem gutem Willen.
[v6]* Der „vierte Schub“ ist in feiner Deutung auch in der „Jugend Jesu“ nach Jakob Lorber, Kap. 192, nachzulesen. Siehe dazu auch in Anita Wolf: „Vortragsmappe — Das heilige Grübchenspiel“.
[v7]* Die Karawanen aus dem reichen Land kamen zumeist aus Reicharabien, schon zu Salomos Zeiten (1. Kön., Kap. 10).
[v8]* „Rahab“ bedeutet Lichträuber, bezieht sich auf Satan wie auf alle Gottesleugner. Die in Josua, Kap. 2 + 6, genannte Hure Rahab ist hier nicht gemeint.
[v9]* Der untergegangene Erdteil betrifft die voradamitischen globalen Eruptionen (nach Platon „Untergang von Atlantis“).
[v10]* Die Schöpfungsabendstunde hängt mit der 3. Zeit, 3. Element Erde, 3. UR-Jahr der Tat (auch 3. UR-Zyklus), vor allem mit der 3. UR-Wesenheit, 3. Herzkammer, 3. Wächter symbolisch zusammen. Siehe auch die Erde als 3. Planet von der Sonne aus. Der Auftakt zu dieser Schöpfungsabendstunde begann bereits mit Jesus Christus.
[v11]* Die „Lichtzeugung“ als „der wundersame Jüngling“ (siehe „UR-Werk“, Kap. 10)
[v12]* „Sechs Ewigkeiten“ = 1. bis 6. Schöpfungstag (1. Mos. 1, 5—31) sowie ausführlich im Werk „UR in Raum und Zeit“ das die sieben Schöpfungstage behandelt.
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