Sankt Sanktuarium
Im Himmel . . . und . . . auf Erden
Einführung
SANKT SANKTUARIUM! Das Heiligtum! Wo es dem Kind begegnet, im Reiche oder auf der Erde, öffentlich oder nur im Herzensschrein, leuchten überall zwei Strahlen, die sich kreuzen und ergänzen, die geben und auch nehmen. Wo immer es erscheint, kann das Kind nicht widerstehen. Es mag sich wenden, mag des Lichtes Kräfte leugnen oder fluchen — einmal wird der Strahl die Seele fangen, nicht mit Gewalt und Überwältigung, sondern aus dem freien Segen hoher Opfer.
Das Heiligste der Gottheit ruht im Opfer, ihre Heiligkeit mit dem Mantel der Person verhüllt zu haben, um ihren Kindern als ein VATER zu begegnen. So höchst frei, wie UR-Gott dies getan, aus keinem Muss hervorgegangen, nur aus freiem Soll, das ER der Schöpfung setzte, aus Seines Habens frei gewolltem Soll, so frei steht auch das Heiligtum, Sankt Sanktuarium, den Kindern offen, die nicht zum letzten Schlüssel greifen als dem der Gottheit höchst eigenen Recht.
Von der Vielzahl hehrer Strahlen ging der Heilsstrom aus, der als Feuer jedes Werk durchglüht, dass auch das Kindwerk seine Strahlen hätte: Gott verwandt, aus IHM geboren. Der Same aller Kräfte, aller Strahlen, bis hin zur Kindschaft, war ein hohes UR-Teil aus dem Heiligtum, war letztlich Gottes freie Gabe, in der die Freiheit der Entwicklung ihren Grund erhalten hat. Keine größere Freiheit kann es geben, als wenn ein Kind aus ihr sich UR-Gott unterstellt, dem Willen Gottes (Luk. 22, 42) als der Pforte in das Heiligtum.
Wo sich die Türe öffnet, im Himmel, auf der Erde, in Gemeinschaft oder in der Einsamkeit, streut Gott Sein Wort und Seine Offenbarung über alles Feld, auf dem die Kinder um den einen Groschen (Matt. 20, 2) schaffen. Schon der Dinglohn setzt Gottes Willen über das Geschöpf und dessen Freiheit, weil diese auch im Heiligtum die Grenze haben muss, sonst fiele das Geschöpf als solches und als Kind über Gott hinaus. Wohin —? Es gibt weder Raum noch Zeit in der UR-Ewigkeit, wo nicht URs Willenshände wären! In diesen Händen das Sein besitzen, aus ihnen auch das Leben haben, von ihnen wunderbar geführt und durch sie gesegnet werden alle Schöpfungstage, das ist und bleibt
SANKT SANKTUARIUM!
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