Der Hohe Gast; vielerlei Abrechnungen; zuletzt des Vaters Gnade
13. Kapitel
Welch eine Bahn! Und die Gestalt auf ihr! So majestätisch schwer geht sie, als trüge sie das Unfaßbare der Unendlichkeit. Das sehen bloß des Lichtes Kinder. Die Heimgekehrten senken noch in tiefer Reue ihre Augen — und das keineswegs aus sich allein. Des Vaters Führung ist es, bis Er näher kommt. Gott wird ihretwegen viel von Seiner Herrlichkeit verbergen. Orytam ruft die Gemeinden an, damit sie auch zur Freude und zur Anschauung gelangen.
„Freunde, unser lieber Gast ist da!“ Es ist gewollt, sie erst aufzufordern, sich zu wenden. Sie tun es langsam, ungewiß, dennoch mit der frohesten Erwartung, von der man noch nicht weiß, ob sie sich erfüllen wird. Noch ist UR für sie der Gast, und dabei bleibt es auch zunächst. Doch die echte, demutsvolle Scheu ist da und die Gemeinden drängen sich zusammen, unbewußt, mitten in die Schar der hellen Kinder.
Diese neigen sich und Diadjar sagt für alle: „Hoher, lieber Gast, innig danken wir, daß DU gekommen bist. Wir haben Dir die Bahn bereitet und Du weißt, daß unser Gruß dem Heiligen, unserm Vater gilt. Gib uns Seine Gnade und den Frieden; gib den beiden Scharen Deine Lehre“, Diadjar zeigt auf die Gemeinden, „sie möchten bald zum Vater kommen.
Laß mich für sie sprechen: Sie glaubten auf der Welt an Gott, sie haben sich bemüht, wenngleich . . .“ „. . . mancherlei danebenging.“ UR blickt ernst freundlich drein. O dieser Gast! Er ist, Er hat — Es wäre sicherlich schon eine Wonne, von Ihm den Segen, die Vergebung zu erlangen, damit es ihnen nicht zu schwer vor Gott, dem Höchsten, werden würde, wenn — — —
„Segen und Vergebung könnt ihr haben, wenn ihr MICH betrachtet. Gott rechnet ab, und jetzt will ICH es tun, ansonst die Seligkeit bloß eine halbe bleibt. Gott kennt aber keine halbe; bei Ihm geht es in jeder Hinsicht um das ‚Ganze‘! Ist Er ja der EINE, der Sich in nichts zu teilen braucht.
Wollt ihr das Gericht ertragen, so folgt Mir in des Sternregenten Haus.“ UR sagt absichtlich so. Man sieht betroffen drein. Ja, wie töricht haben sie sich aufgeführt und sich so hoch gestellt — — Am liebsten möchten sie aus Scham entfliehn.
Dennoch hält sie etwas fest. Nie in ihrem Leben möchten sie den Platz verlassen, möchten bei dem Hohen Gast verbleiben. Wäre nicht das Dogma von dem ‚Sohn als zweiter Gott‘ bereits zerbröckelt, sie könnten denken: Er ist der Heiland, Der im Auftrag Seines Vaters kam. Nun jedoch — — ?
UR geht voran, sie folgen zögernd nach und die Hellen machen den Beschluß. Das Zeichen! So werden Heimgekehrte eingeschlossen in die Güte und Barmherzigkeit. Auch Heimfindlinge werden eingehegt, zunächst in jene Abrechnung auf düsterem Ort, der GNADE heißt, wo sie die Wiedergutmachung erkennen lernen müssen. Ja einerlei hilft stets der väterliche Gott!
Man kommt in die große Stadt. Wie staunen da die Wanderer. Die alte Mutter denkt: ‚Sie werden sein wie Träumende.‘ Olyanda setzt sich an der Tafel neben sie, während Orytam und Diadjar UR an den erhöhten Platz geleiten. Noch sind die Angekommenen verzagt, zumal die Redner. Jeder muß geradestehn für alles, was sie lehrten, auch für die Gemeinden. Aber ist‘s nicht eine Gabe, die sie fröhlich macht, trotz Bangnis, was nun werden wird, als man ihnen Brot, Wein und Früchte reicht? Alles, was im Licht geschieht, ist existent und trotzdem ein Symbol.
UR befiehlt die Ersten nach dem Mahle neben Sich. Wohl leichter um des Glaubens willen, ist es doch wie bei den Übeltätern, die mit pochendem Gewissen Gottes Abrechnung erdulden mußten. Sie sehn ihr Unrecht ein, das in ihrer Überheblichkeit bestand. Mit einem merken sie, daß ihre Hörer sozusagen hinter ihnen stehen, als ob sie mit die Bürden tragen wollten. Das stärkt. Gute Blicke fallen auf die Schar, von UR zumal, und von den Helfern. Daher mag die Abrechnung geschehen; sie ist gerecht und — sie befreit.
„Liebe Kinder!“ O, wie tut das gut, wie fühlt man sich dem Vater nah. „Seht, es muß gerichtet werden, ansonst es keine Seligkeit und keinen Frieden gibt. Daß es in einem Haus geschieht, dazu im höchsten dieses Sternes, hat eine himmlische Bewandtnis; und ihr sollt dies erst erfahren.
Wenn edle und noch nicht ganz gute Gruppen öffentlich versammelt sind, soll das Schwerste nicht besprochen werden. Bei des Lichtes Kindern ist nichts Schweres zu bereden und wird demnach Gott, der Vater, überall zu ihnen sprechen, alles offen geben, was Er ihnen Selbst bescheren will.
Sind verschiedene Gruppen beieinander, eine, die viel abzulegen hat, die andere getreu, dann wird in einem Haus gerichtet. Das gibt Schutz und Trost zugleich. Da umhüllt der Herr die Armen mit dem Mantel Seiner Güte. Das ist zu verstehen!“ Man nickt und sagt leise „ja“, man schaut auf in die dunkelsanften Augen, die so herrlich strahlen können.
UR nimmt den ersten Redner dran. „Du hast gedacht, du wärest als ein großer Geist zur Welt gekommen und hast dir einen Himmelsnamen zugelegt, der nicht dir gebührt. Wer offenbarte dir denn das? „Es war wie eine Stimme“, stottert er, „ich versenkte mich und da war es so, als ob ich diesen Namen hörte.“
„Dachtest du! Es war keine Stimme, es war dein eigener Gedanke, der mit der Auserwählung rechnete. Gedanken — in der Materie möglich — kommen manchen dann wie eine Stimme vor, sogar stark, wenn sie sich versenken, richtiger: wenn sie ihre Wünsche stärken. Und wie steht es mit dem ‚Gottes Geist in dir‘?“
Der Erste seufzt: „Wie möglich weißt Du alles? Wir sind uns doch noch nie begegnet?“ „So?“ klingt es verwunderlich. „Oder ist‘s in Lichtregionen möglich?“ „Jawohl“, wirft Diadjar ein, wobei ein Augenspiel zwischen UR und ihm zu sehen ist. „Nun, wie steht es mit der Frage?“ Ein zweiter abgrundtiefer Seufzer. „Auf Erden hätte ich‘s gewußt, hier ist es wie verschwommen. Trotzdem bin ich Gottes Kind. Er hat mich doch aus Seinem Geist geschaffen, also muß ich diesen in mir tragen, ansonst wäre ich ja nicht Sein Kind.“ „Den ganzen Gottesgeist?“ Wieder wunderlich vom Gast gefragt. Der Redner zuckt zusammen.
„Sicher nicht“, gibt er zaghaft zu, „sonst . . .“ „. . . trügest du ihn ganz allein in dir und alle andern hätten keinen Geist-Anteil. Sie wären demnach nicht von Gott geschaffen worden. Außerdem ist deine Ansicht widersinnig. Wenn einer diesen Geist vollkommen in sich hätte, müßte Gott ihn allen Ernstes nicht besitzen.“ Der Erste muß bejahen, zitiert jedoch die Bibel, daß Gott im Menschen Wohnung nehmen wolle.
„Die Wahrheit wäre aus dem Bibelbuch nicht schwer zu schöpfen“, wird er strenger korrigiert. „Es enthält noch anderes, als was man auf der Welt erkennt. Sie ist das wahre Wort, das sich nicht beliebig biegen läßt, das einzig jene Auslegung erfährt, die GOTT SELBER offenbart! Aber wie und wo — — ?
Was der Heiland zu den Jüngern sprach: ‚So ihr in MIR bleibet und Meine WORTE in euch‘, ist leichtlich zu verstehen. Wort und Geist des Herrn sind allezeit verbunden, was zweifelsohne Seine Wahrheit ist! Dein Gedanke sei zerspellt: Auch Geschöpfe könnten nicht im Vater wohnen, sondern nur bei Ihm!
Wem gehört das Reich, das du mit verwalten wolltest?“ So schwer betont, — man muß sich ducken vor dem Blick, der in eines Wesens Tiefe reicht. Leise Antwort: „Dem Schöpfer.“ „Sehr wahr! Er hat es geschaffen — nicht für Sich, dessen ER ja nicht bedarf. Für die Kinder schuf Er es. Und kehrt jedes heim, so sind sie auch in Gott. In der Person natürlich nicht, was gerade deine Irrung war: Gott sei in euch, sogar ohne Teilung. Zwar verkehrt, ist doch darin ein wahres Samenkorn enthalten. Und so merke auf!
Wenn Ich dich richterlich zuerst berief, so deshalb, weil du am strengsten gegen andere gewesen bist, dem Wahne unterliegend, nur ihr Menschen würdet Gottes Kinder werden. An die unermeßlich große Schöpfung hast du nicht gedacht, ob dort nicht auch Gottes Kinder wohnen könnten. Aus seelisch aufgestiegenem Hochmut hast du dich ans Weltliche gehängt. Selbst sogenannte ernste Christen fielen in den gleichen Wahn.
Wie klein, wie schal war all dein Weltliches, weniger als ein Sandkorn gegenüber der gesamten Schöpfung! Es ist gut,‘ wenn du dich schämst, weil deine Lebensgasse so danebenging. Doch die Abrechnung gilt ebenso dem Zweiten.“ UR sieht diesen mahnend an, denn — die Welt nicht völlig abgestreift — der Gedanke regte sich, ob er nicht ganz so übel wie der Erste wäre.
Dieser würde gern erwidern, traut sich aber nicht. Da sagt Orytam an seiner Statt: „Lieber Herr, er möchte fragen, warum der Heiland auf die Erde kam, wenn sie doch so nebensächlich wäre, wie Du eben offenbartest. Stecke ihm ein Lichtlein auf, er kommt von seiner ‚Welterwählung‘ sonst nicht frei.“
„Das kann geschehen, wenn die Redner wollen.“ Sagen beide wie aus einem Munde: „Herr, belehre uns!“ Der erste freigewollte Wunsch, den alten Adam auszuziehen. „Warum Gott als Heiland auf die Erde ging, wird der Hausherr später lehren. Des Lichtes Kinder wissen es genau und geht nichts an ihrer Lehre fehl. Wichtiger ist, zu bereinigen, was nicht in Gottes Reich hineingetragen werden darf. Also nehme Ich euch ins Examen.
Ihr könnt Mir widersprechen“, sagt UR mild, „sonst bleibt in euch zu vieles stecken, was den raschen Lauf zum Vater hemmt. Ihr möchtet doch so bald als möglich zu Ihm kommen?“ „Ja“, sagt die alte Mutter, „wenn wir reif geworden sind, Du lieber Herr. So will ich Dich aus meines Herzens Einfalt nennen.“
„Sehr gut! Und da unserm Ersten Meine Abrechnung im Seelenmagen liegt, so setze du dich neben Mich. Er denkt, etwas weiter von Mir fern, würde Ich nicht alles sehen.“ Die Hellen lachen fröhlich. Der Redner wird wie auf der Erde puterrot, er wehrt verlegen ab: „Nein, ich will lieber —
„Also bleibe sitzen“, UR ergreift des Ersten Hände. Warum fühlt sich dieser jählings frei?, nicht ganz, doch so selig, so — so — — Er weiß es nicht, sagt aber stockend: „Neben Dir zu sitzen, hoher Gast, kommt mir vor, als wäre ich schon bei dem Vater. Du siehst bestimmt: ehrlich wollte ich Ihm dienen. Wie kam es denn, daß unser Glaubensweg in vielem falsch gewesen ist?“
„Das erkennst du später. Das geprägte Dogma war die Mauer, nur ihr Menschen wäret auserwählt, die Kindschaft Gottes zu besitzen. Nebenher: wenn so gegeben, mußte es euch wundern, daß euere kleine Zahl in Hinsicht der gesamten Menschheit vom Aufgang bis zu ihrem nahen Niedergang allein die Kindschaft hätte und ihr — nach eurer unheilvollen Ansicht einer Auferstehung aus dem Grabe — mit dem Heiland ewig auf der Welt regieren würdet, wobei ihr, hervorgehoben, seltenst an den VATER dachtet, sondern nur an Dessen Sohn. Seht ihr das jetzt ein?“
„Ja“, bekennen alle. Sie können es bloß nicht ganz fassen, daß ihre Mühe auf der Welt, ihre Ansicht, nichts mehr gelten soll, wie vom Wind verweht. Unbemerkt hilft jedes Lichtkind fleißig durch die Strahlung der Gedanken, und ist‘s eine Kraft, die die Heimgekehrten mehr und mehr befreit. UR spricht weiter:
„Nun ist der Zweite zu befragen, wie es um das Heilen steht. Ob er uns erklären kann“, wieder jenes tiefe Augenleuchten, „wie das auf der Erde möglich ist?“ „Ach nein, bitte nicht, trotzdem es mir mitunter . . .“ „. . . hie und da gelang, nicht wahr? Ich entlaste dich in diesem Punkt. Du hattest eine Heilergabe von Gott mitbekommen; und wärest du dem armen Weltgedanken nicht verfallen, du könntest heilen, so wäre dir das Echteste gelungen. Zu deinem Heile ganz allein schnitt Gott von dieser Gabe vieles ab.
Ihr ahnt nicht, wieviel Segensstrahlen Gott gerade auf die kleine Welt entsendet. Würde das der Mensch erkennen, er könnte himmlisch lehren, dienen, nach dem Maße, was ein Mensch ertragen kann. Die Menschheit wäre nie so tief gesunken, in welchem Tiefstand sie sich jetzt befindet! Nun — du hast‘s erkannt und auch bereut; also sei das Weitere behandelt.
Wie steht es denn mit eurer Hölle, die ihr stets für andere, nie für euch gepredigt habt?“ „O Du lieber Herr, wir möchten Dich so nennen“, sagt eine Frau, die Eifrigste, die anderen die Höllenpein verhieß, „was wir bisher hören durften, sagt uns an, daß wir irrig gingen. Wir müßten eigentlich — wir hätten —“ Schwer, das Unrecht für sich selbst zu münzen.
„. . . müßtet mindestens für eine Zeit in eure Hölle kommen. Da es keine gibt, könnt ihr auch nicht in sie fallen. Aber sieh, liebe Tochter“, „ — ich bin noch lange keine Tochter“, wirft die Frau mit Tränen ein, „ich habe vielen eine Hölle angedroht.“ „Das hast du getan; merke aber auf:
Nicht deines halben Glaubens wegen nenne Ich dich ‚Tochter‘. Du bist wie alle Gottes Kind. Es gibt neben guten freilich auch, viel böse Kinder. Was in dir brennt, ist deine Hölle‘! Es läuft wie ein Feuer durch dein Herz. Doch wenn du willst, kann ICH es löschen und du bist von deiner eigenen Höllenpein befreit.“
Sich niederwerfend, verkrampft die Frau die Hände, schluchzend: „Verdient habe ich es nicht, doch befreie mich nach Gottes heiliger Barmherzigkeit!“ O, welch hehre Lichtsignale glühen auf, wie ein Raunen von Milliarden Stimmen, einem Sturme gleich. Die alte Mutter ist die erste, die bekennt:
„Hoher Gast, als des Sternes Kinder sich vor Dir verneigten, kam mir der Gedanke, Du wärest Gott. Allein, das anzunehmen wäre ganz verfehlt, wäre wiederum ein Hochmut. Ich kann mich nunmehr nicht mehr halten, zu bekennen: „Du bist GOTT, der Vater, Der uns wie dem verlorenen Kind entgegenkommt. Herr, o Herr — —
Durchaus berechtigt die meisten schütteln ihren Kopf, weil sie es nicht fassen können. Die Unwürdigkeit, solche Gnade zu erleben, läßt sie vorerst zweifeln, im Zwiespalt dessen, sich noch tiefer bücken müssend oder etwa aufzuschaun ins heiligliebe Angesicht des Herrn. Letzteres wird nicht gewagt, denn die Abrechnung ist sicherlich noch nicht vorbei.
Ist es besser, wird erst alles abgegolten? Aber wie und wo, auf welchem Weg? Kommt dann eine Stunde, wo sie ohne Scheu Gott sehen können, wie die Sterngemeinde ihren Hohen Gast und mit Ihm geredet hatte? URs Lächeln bleibt noch zugedeckt, nicht ganz; sie sollen fröhlich werden, sobald das Letzte von der Welt bereinigt ist. Er fordert auf, die Plätze wieder einzunehmen.
„Liebes Mütterchen, du bist nicht mehr alt; sieh dich einmal an! Du hast Mich zuerst erkannt, hast dein Himmelskleid daher zuerst bekommen, jenes, das vor dem Weg in die Materie dein Eigen war.“ Man staunt, niemand aber neidet es der Frau, die jugendlich, im lichten Kleid erscheint. Das Sehnen ist berechtigt: wenn wir auch erst soweit wären — —
„Das kommt noch“, tröstet Gott. „Ihr wißt jetzt, wie es um die ‚unteren Regionen‘ steht, in die sogar die Hellen kämen. Ich zeige dies absichtlich auf, um euer armes Weltrecht auszufegen. Hernach kann jeder wieder werden, was er vor dem Weltweg war. Wir streichen also auch die ‚heilige Gemeinde‘ aus, nicht minder jene äußerliche Übung und Gebärde, die zu nichts anderem führten, als zur Stärkung eurer Wunschgedanken.
Das ärgste Überhebliche läßt sich nicht einfach ausradieren. Es betrifft das Kindschafts-Vorrecht: ‚Ihr sollt Götter sein‘! Diesen Satz habt ihr im Bibelbuch hervorgehoben und nicht nachgeprüft, ob ein Nachtext die Erklärung brächte. Das Erstgebot blieb unbeachtet ‚ICH bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter haben neben Mir!‘ Diese beiden Stellen sind ein Widerspruch in dieser Fassung — weltgesehen, wohlgemerkt!
Wenn das Grundgebot verbietet, Göttern auch zu dienen, so muß es mit denselben eine andere Bewandtnis haben. Wahrlich, schwer ist‘s nicht, sich selbst ein Lichtlein anzustecken! Ist Gott allein der Ewig-Einzige, so kann niemand, am wenigsten ein Mensch, der nur kurz die Welt bevölkern hilft, sich ‚göttlich‘ wähnen, geschweige denn ein GOTT zu sein, obendrein noch in der Mehrzahl.
Hättet ihr das Heilandswort bedacht: ‚Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!‘, was die Kindschaft mit bestätigt, so stünde leicht dafür, den Unterschied herauszuschälen zwischen euerem ‚werdet‘ und dem ‚Gott-ist‘! Das hülfe, jenen wahren Weg zu finden, der ins Reich des Geistes führt. Einem echten Gläubigen kann das auf jeder Weltstation gelingen.
‚Ihr sollt Götter sein‘ besagte, daß man leben soll, um sich vor sich selber nicht zu schämen und — versteht es richtig — daß GOTT Sich eurer nicht zu schämen braucht! Oder ‘denkt ihr, euer Hochmut sei Mir angenehm? Zähle Ich euch denn zur Kinderschar, damit ihr Meinem Licht ein Schandfleck seid?! Dieser Schwerpunkt soll nicht euch allein betreffen; er gilt jedem Weltenwanderer, der auf seiner Mithilfsstraße strauchelte, wie ihr in eurem eigenen Weltnetz euch verstricktet und verfangen habt.
Als Ich als ‚Gast‘ euch angekündigt ward, wolltet ihr trotz Einsicht euer ewiges Leben auf der Erde nicht verlieren. Ihr fragtet ja nach weltlichem Gepränge, nach einem Kardinal. Und warum? Auch jenen Gläubigen seid ihr feind gewesen, die teils weltlich, dennoch wohlgeordnet sind. Solche äußerlichen Glaubensstaaten sind zwar für Mein Reich nicht reif, was nicht den Glaubensgliedern gilt. So ist ein guter Kardinal Mir dennoch lieber als euer Eifer, der nicht immer gut gewesen ist, ja, fast nie.
Ihr seid bibelkundig.“ Eine hehre Ironie, der Materie völlig fremd, durchglüht das Wort. „Also wißt ihr auch, was Pilatus hören mußte: ‚Mein Reich ist nicht von dieser Welt!‘ Wie hernach würde Ich Mich widersprechen und späterhin Mein Reich, das unermeßlich große Empyreum, auf die kleine Welt verpflanzen — ?
Würden freilich eure Wenigen mit Mir regieren, nun — so wäre auf der Erde Platz genug. Lebt nun aber, wie ihr sehen könnt, auf den Allraumkörpern, die Meines Hauses Kammern sind, das Gottes-Volk, dann denket nach, wie möglich auf der kleinen Welt diese für euch unzählbare Schar genügend Lebensraum besitzen könnte. Dagegen haben bei Mir alle Kinder Raum die Fülle, weil Mein UR-Schöpfungsraum unendlich ist!
Ihr seid des Schweren wegen bang geworden, und so werde Ich wohl wieder helfen müssen. Wer sich vor Mir in Demut neigt, sein Haupt auf Meine Füße legt, den heben Meine Vaterhände hoch zum ersten Himmelsstand, der zugleich der letzte ist und bleibt: nämlich
in Meinem Reich
Ist dieses zu betreten, wenn man dem Schweren der Materie aus dem Wege geht? In vorgeschrittener Erkenntnis verneint ihr es, und so können wir mit dieser alles Weitere bewältigen, als nächstes eure insgeheime Frage, ob und wie ihr auferstanden seid und wie lang ihr in den Gräbern laget.
Es kann Himmelskinder wundern, weil ihr keine höhere Erkenntnis aufzuweisen habt. Ihr habt euch an das Wort geklammert: ‚Von Erde bist du genommen, zu Erde sollst du werden!‘ Ein Widerspruch zum Auferstehungsglauben aus dem Grab. Würdet ihr zu Erde werden, wie könntet ihr denn leiblich wiederkommen, ob nach kurzer oder langer Zeit? Ja, euch geht jetzt ein Lichtlein auf!
Ist euer Körper ohne innere Lebendigkeit ein Lebensträger, oder eine Hülle? In Träumen wandert ihr oft weite Wege, trefft sogar ‚Gestorbene‘ an. Euer Leib liegt auf dem Lager, er erlebt die Dinge nicht. Ein Beweis, daß der Körper ohne innere Lebendigkeit kein Lebensträger ist. Demnach kann er auch nicht auferstehen, wie ihr dachtet: weltkörperlich.
Ihr meintet, der Körper wäre dann verklärt. Nun“, fragt UR, „wie möglich kann Verwestes in verklärtem Zustand wiederkommen und auf eurer Erde ewig leben?“ Bedenken steigen auf, wie widersinnig diese Ansicht war. „Herr“, bekennt der Erste, „da gibt es nichts mehr zu erklären. Deine Lehre zeigt das Falsche an. Darf ich Dich um etwas fragen?“ UR gewährt es freundlich.
„Ich bat immer um Erleuchtung, bevor ich zur Gemeinde ging, um daselbst zu predigen. Wenn nun vieles falsch gewesen ist, blieben die Gebete unerhört und ich im Dunkel meiner Anschauung. Hast Du mich denn nie gehört, wenn ich zu Dir sprach?“ Wiederum das göttlich feine Lächeln.
„Gehört habe Ich dich schon, aber nicht erhört! Das wäre keine Liebe Meinerseits, sei rasch beseitigt. Im Anhören wirkt die Liebe, im nicht Erhören Mein priesterlicher Ernst! Was ist wichtiger und heiliger: Mein Ernst oder Meine Liebe?!“ Der Erste ist bekümmert, manch anderer auch. Oh, da haben sie sich sehr geirrt. Die Liebe wurde gern erwähnt, das war schön und leicht. Vom Ernst nahm man nur an, daß man eben ernstlich lieben solle, wobei das Ernstliche — wie oft — vergessen ward.
„Lasse mich von hinnen gehen!“ Die Stimme zittert. „Ich bin‘s nicht wert, bei Dir zu bleiben, weil ich jetzt weiß, daß Dein Ernst der Ausdruck Deiner LIEBE ist. Da konntest Du mich freilich nicht erhören. Dafür wundert es mich sehr, daß Du gnädig mein Gestammel hörtest. Blitzartig sehe ich: wohl habe ich gebetet, dennoch Deiner Führung nicht vertraut. Schal und hohl war all mein Tun, ja — mein ganzes Leben.“
„Nicht ganz“, tröstet Gott und zieht den Zitternden zurück, der sich schon entfernen wollte. „Bleibe, sonst verlierst du Mich. Und höre zu! Wo mein Priester-Ernst die Führung übernimmt, da leuchten Meine sieben Sterne, die ICH allein besitze! Es kann jedes Kind jedoch ein Fünklein haben. Läßt es alle sieben walten, dann hat es Meine Vaterhand ergriffen, was nicht besagt, daß es nicht auch selber gehn und handeln könnte.
Den Unterschied zu merken, ist ein gutes Zeichen. Du wolltest richtig lehren, hast dich aber in die Überheblichkeit verstrickt. Jedes Kind besitzt die Fähigkeit, diesen argen materiellen Anteil zu bekämpfen. Daß es dir und manchem nicht gelungen ist, lag teils an eurer Erdenkindheit. Bei nicht guten Eltern aufgewachsen, ward der Hochmut förmlich eingeimpft. Meine ernste Liebe sorgte, daß ihr nach dem Tode, frei und ledig von der Welt, zum Stern der Hoffnung kommen konntet.
Damit ist geklärt, daß ihr in kein Grab gekommen seid und daraus auch nicht auferstehen könnt. Wer ernstlich will und greift daneben, dem wird Hilfe, seinen Unwert zu verlieren. .Nur wer sich außerdem versündigt, auf diese oder jene Art, der braucht länger, bis alles abgegolten ist. Wir verlassen nunmehr euere Gräber und wenden uns der nächsten Frage zu.
Bei Meiner Wiederkunft — nach eurem Sinn — habt ihr stets gesagt: ‚Der HERR kommt wieder, mit Ihm werden wir regieren!‘ Er war für euch der ‚Sohn‘. Den VATER habt ihr seltenst mit erwähnt, höchstens dahingehend, daß Ich Mein Regiment dem Sohne übergeben hätte, wie ein König auf der Welt den Thron dem Sohne übergeben muß, wenn er selber alt und brüchig wird.
Nie bedachtet ihr, daß der Vater und der Schöpfer eines ist, der ewige ‚Ich-war, Ich-bin, Ich-werde-sein‘!, womit bestätigt ist, daß Ich aus Meiner schöpferischen Lebensfülle weder jung noch alt noch brüchig bin! Seht die Mutter an. Jetzt sieht sie himmlisch aus, was besagt, daß es hier kein äußerliches Ältern gibt.
Das habe Ich euch ewiglich bereitet, dessen Fülle ihr nie übersehen könnt. Aber jede Tages-Ewigkeit ist vom ersten Morgenstrahl bis zur Abendröte zu erleben, nur die Nächte nicht, die Ich aus dem UR-Born hebe und hineinversenke. Aus ihm hebe Ich den neuen Segen für ein neues Tagewerk, in ihn versenke Ich, was des vergangenen Tages Last und Mühe war.
Nun das Weitere, Ich wäre dir noch nie begegnet, und woher Ich alles wüßte. Mein ‚Alles-wissen‘ ist geklärt; mit dem ‚noch-nicht-begegnet-sein‘ hat es einen Haken. Den biege Ich gerade! An Meiner heiligen Allgegenwart hast du nicht gezweifelt, hast sie nur nicht immer gelten lassen, nicht mit ihr gerechnet.
Dein Gestammel sollte Ich erhören, aber Mir nicht zugetraut zu tun, was du erbatest. Sieh, da eben bin Ich dir begegnet, nicht von Angesicht zu Angesicht, dennoch im Gefühl, was wichtiger ist als eine Schau während eines Weltenweges. Dir war bewußt, daß Ich alles weiß, demnach war die Frage überflüssig.
Meine Lehre ist das Zeichen der Allgegenwart. Ob die Wanderer es anerkennen oder leugnen, mindert nicht ein Fäserchen vom ewigen ‚Ich-bin-der-Überall‘! Du denkst: ein weiterer Stein von meiner Seele.“ Gottes Antlitz strahlt in hoher Freundlichkeit. „Wollen wir noch ein paar Steine in die Tiefe rollen lassen?“ Ach — wie atmen alle auf, wie wird der Herr zum ‚väterlichen Gott‘. Er ist immer ER – in jeder Offenbarungsart. Die ernste Liebe prägt sich ein, und der Zweite meldet sich:
„Vater, rolle meine Steine bitte auch mit weg; sie hatten meine Seele überlastet. Nun hast Du uns erleichtert und ich bitte Dich, mach‘ uns völlig frei. Laß alle Steine in die Tiefe fallen.“ Das ist eine Bitte, die im Lichte Gültigkeit besitzt. Die Hellen jubeln und UR sagt:
„Viel ist‘s nicht mehr, was beseitigt werden muß, doch wäre gut, ihr würdet selbst mit helfen.“ Die lichte Seele dankt: „Vater, Du hast uns frei gemacht und — ah!, o seht“, ruft sie die Gemeinden an, „betrachtet euch, ihr seid verwandelt! Bei jeder Klärung, die der gute Vater ‘vorgenommen hat, ist eines um das andere Dunkelstück vergangen. Dir danke ich, o Vater! Weißt Du, so allein — — Sie stockt und Orytam ergänzt:
„Dein helles Kleid allein zu haben hatte dich bedrückt, während alle noch die Kleider ihrer Gräber trugen. Das ist ein Stück von deinem Taglohngroschen, den du auf der Welt dir teils verdientest. Daß bei den übrigen es länger währte, lag daran nut weil sie sich am Weltlichen zu fest geklammert hatten und der Vater einen um den andern Stein zerschlagen mußte, bis sie als kleine Stücke in die ‚Tiefe Seiner Gnade‘ fielen. Hier gleich angemerkt: Das ist die Tiefe, die Er meinte.“
„Fein erklärt, Mein Wächter. Die Steine habe Ich und das Sandgeröll habt ihr Helfer aufgelöst.“ „Lieber Vater“, sagt die Seele wieder, „Du hast den bösen Haken ‚Gott in uns in Seiner Fülle‘ ganz zurechtgebogen, hast jedoch bestätigt, daß in unsrer Weltanschauung auch ein gutes Samenkörnlein lag. Wie kann in einem zugleich ungut und auch brauchbar sein?“
„Das erklärt euch Corrysanda.“ UR winkt, und eilig kommt sie her, vor Freude strahlend. Nicht, weil sie gerufen wurde, es gilt dem ganzen Stern. Hier gilt ja nicht, wer etwas bringen darf, sondern einzig, was zu offenbaren ist. Sie stellt sich neben UR und sagt wie eine gute Lehrerin:
„Die Saat ist zu erkennen, die auch im Weltgetriebe brauchbar ist, segensvoll von UR geschenkt. In jedem Wanderer, in der Materie, wirken oft zwei Stimmen. Eine ist die gute, die andere ist minderwertig, Letztere ein Anteil aus dem ‚Sand der Welt‘. Die gute ist ein ‚Funke von den Sternen‘.
Der Same war der Wunsch, Gott möge bei euch sein, was ihr mit in euch übersetztet. Wort und Liebe sollten in euch haften bleiben. Dieser Wunsch entsprang dem Geist, des Lichtes unveräußerlichem Eigentum. UR ist Geist, und Er ist gut! Dafür gibt es keine andere Benennung. Es kommt darauf an, ob der Mensch bewußt des Geistes Stimme walten läßt. Ihm ist möglich, dem Geist die Vorherrschaft zu geben, oder ob der Drang, der materielle Kraftanteil, die Oberhand gewinnt.
Nun wisset ihr, was GEIST bedeutet, dem jedes Kind gehorchen kann. Hättet ihr den Widerstrahl bedacht, so wäre euer Hochmut, der den Weltweg dunkel, den Heimweg langsam machte, unterblieben.“ Corrysanda zeigt rundum. „Aus euch strahlt jetzt der Himmelsgeist als Lichtkind, das ihr gewesen seid, ehe ihr die Beihilfsgasse gehen konntet.“ Sie begibt sich wieder in den Ring der Hellen und Gott wendet sich an die Gemeinden.
„Läßt man sich vom Geiste dirigieren, dann ist alles zu erkennen. Reif geworden, außer einem letzten Stein, schon weggeschoben, doch nicht völlig aufgelöst, war zu hören, wer ihr seid. Trotz mancher Lehre habt ihr nicht gefragt: ‚Wo sind wir hergekommen, was waren wir, wohin führt der Weg?‘ Das kam daher — Meine ernste Liebe wägt es nicht zu schwer — ‚ weil die Materie ein Gefängnis ist, das die Inhaftierten fest verwahrt.
Es gibt zweierlei Gefangene. Viele sind berechtigt eingekerkert, weil sie das Gefängnis durch den Hinfall bauen halfen. ICH habe es errichtet; doch jeder Seele baute Ich ein Fenster ein, und für die gesamte Finsternis ein großes Tor, die Fenster für den Ausblick zur Erkenntnis, das Tor zur Gasse der Erlösung.
Die Finsteren vergitterten die Fenster, verriegelten das Tor, so haben sie ‚Mein Lösehaus‘, wo Schuld und Sünde abzulösen sind, sich selber ungut zugerichtet. Meine Guten suchten es mit auf, um Lasten aus dem Lösehaus herauszutragen. Ob bloß ein Steinchen oder große Blöcke, bleibt sich bei MIR gleich. Denn sie helfen! Die Grundlast von dem Kleinsten bis zum Größten trage Ich allein!!
Die Grundschuld ist schon abgelöst, denn das Tor steht offen; wer will, kann in der Freiheit zu Mir kommen. Ihr seid getreu gewesen mit der großen Schar. Ja die vielen Kleinen sind Mein Volk, wie viele Bürger einen Staat ergeben. Wenigere sind die Führenden, die größere Verantwortung erhalten haben. Das ist ein Spiegel, in dem durchaus das ‚Vaterhaus‘ erkenntlich ist.
Ihr habt die Wahrheit mit in die Materie genommen, weshalb ihr gläubig wurdet. Das genügte ja zuerst, um euch selbst ans Licht zu binden, zumeist unbewußt. Aus diesen Gründen habt ihr keinen großen Umweg nach dem Tod zu machen brauchen. Bis auf die ‚Ablege stellen‘ seid ihr rasch zu Mir gekommen oder — ICH zu euch, wie Orytam bei der Begrüßung sprach.“
Der erste Redner sagt bescheiden: „Ach Herr, o Vater UR, es ist überwältigend, welche Gnade, welche ernste Liebe uns zuteil geworden ist. Ich muß alles überdenken, muß Deine heilighehre Führung nachverdienen. Und das — ich wäre schon bei Dir gewesen, wäre auf die Welt gegangen und hätte dort — da — hätte Dich verloren?“ O, wie herrlich kann der Vater trösten! Er zieht den heimgekehrten Sohn an Seine Brust.
„Du hast Mich nicht verloren, hast Mich nur nicht recht erkannt. Das Nachverdienen stimmt; das muß jedes Kind erfüllen, wenn es den Rest der Welt verlieren, in die Waage Meiner Gnade legen will, in die Schale der Vergebung. Tut das ein Heimkehrkind, dann hat es jenen Anteil überwunden, den es sich nicht aufzuladen brauchte. Das Rückbringgut liegt immer in der Schale Meines Opfer-Ernstes; denn aus dem ERNST nahm Ich die Lohe, die die Finsteren von dannen trieb und — ihre Finsternis damit erhellte. —
Genug für jetzt! Ihr bleibt noch auf dem Hoffnungsstern, wo sich das Letzte lösen läßt. Du, liebe Tochter“, UR meint die einst alte Mutter, „kannst jetzt mit Mir gehen, dein Himmelshäuschen ist geöffnet.“ Es ist der Ort, wo die Gruppe vorher wohnte. Sollte da die Seele nicht hell jauchzen? Lichtkindgeister können aber auch als Mensch ihr Himmelsgut bewahren, wohl nicht stets ganz offen, doch vorhanden. Daher sagt die Seele:
„Vater, Deine Güte ist so groß, wer kann sie messen? Ja, sie ist größer als Dein Volk; Du hegst uns alle in sie ein. Überselig wäre ich, könnte ich jetzt mit Dir gehen.“ Zögernd, aufschauend in das heiligliebe Angesicht, fährt sie fort: „Wir waren eine Herde und so möchte ich — würde ich — “ „ — lieber bei der Herde bleiben.“ UR liebkost die Tochter.
„Das war die beste Bitte, die von euch zu erwarten war. Du hast sie außerdem für alle dargebracht. Also lege Ich den Segen, der dir der Bitte wegen zuzukommen hat, auf die Gemeinden, jedem den gerechten Anteil Meiner Güte, die du Mir zur Freude hoch gepriesen hast. Seid insgesamt gesegnet, Mein Friede ist bei euch!“
Still knien die Heimgekehrten nieder, still danken alle Helfer. Wie eine Wolke geht der Dank dem Vater nach, als Er auf Seiner Bahn den Stern verläßt — äußerlich. In Seiner heiligen Allgegenwart ist und bleibt Er hier wie überall.
NEUOFFENBARUNG