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„Der HERR sprach zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu Meiner Rechten, bis ich…

„Der HERR sprach zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu Meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße setze!“

Unverstandene Worte, oberflächlich ausgelegt, weil der ‚Sinn des Geistes‘ oft begraben wird. Auch vom Himmel her ist‘s nicht leicht, es euch Menschen nah zu bringen. Es sieht so aus, als würden hier zwei Herren anerkannt, die gemeinsam residieren: Gott und Sohn, die sich die eine Ewigkeit zu teilen hätten.

O ja, Gott und das Kindervolk, mit dem Unterschied, daß Gott, der Höchste, ganz allein regiert. ‚Zu meinem Herrn‘, zu dem, was Menschen sich zum Herren machen; aber eben das, was man sich erhöht, soll sich niedersetzen, zum ‚Schemel Seiner Füße‘. Die eigenen Seelenfeinde sind zu erniedrigen, zu bezwingen, daß alsdann der Heilige, der wunderbare Gnadengott allein die Herrschaft über eines Menschen Geist, Herz, Seele und Gemüt behält. Von IHM aus steht das Regiment ohne Unterlaß; freiwillig aber soll der Christ sich freudig dieser Herrschaft beugen.

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