„Laß dir an MEINER Gnade genügen; denn Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“
Diese Worte wird der Allerweltmensch nie verstehen, ihren tiefen Sinn auch nicht begreifen. Ah, wie sollte wohl in einem Schwachen, der nichts vermag, die Kraft des Höchsten wirken? Wirft das nicht ein armes Licht auf GOTTES Macht und Herrlichkeit?
Dem die Worte galten, war mit sich unzufrieden: ‚Herr, so wenig kann ich für Dich tun!‘ O seht: Für Gott, dem Schöpfer aller Werke, kann mit Ernst kein Kindgeschöpf etwas bewirken! Aber: „Was ihr den Nächsten tut, das tut ihr MIR!“ Das ist das echte Tun für eueren Vatergott! Laßt euch stets genügen an der Gnade, die Gott gibt, die Er als HEILAND über allen Abfall ausgebreitet hat und sind alle auch mit eingeschlossen, die sich wie ihr dem Höchsten hingegeben haben. Haftet euch an Gottes Gnade fest!
„Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich CHRISTI Knecht nicht!“ Ach, wie viele Gläubige, ich soll es euch verkünden, weichen aus, sobald es darum geht, vor Höhnenden den Höchsten zu bekennen. Dabei wird gesagt: Ich will sie bloß nicht reizen, noch mehr zu sündigen wider Gott. —
Es gilt mitunter, wenn Ungebärdige sich allzu widerlich erweisen, wie auch der Heiland nicht mehr in die Städte Samarias ging, welche Ihn ausgewiesen hatten mit Hohn und Spott. Allein, ER wußte: diese Städter ließen sich noch nicht bekehren, würden zu den alten Sünden nur noch neue häufen.
Kann ein Mensch erkennen, ob er reden oder schweigen, bleiben oder gehen soll? Schwer, nicht wahr, liebe Freunde aus dem Licht?
Doch das gilt: Wo die Liebe aus dem Geiste wirkt, da läßt es sich erkennen, was zu tun, was zu lassen sei, zum Heile eines Nächsten, dessen Seele sich nicht reifen läßt. Den Anstoß zu der Reife überlaßt dem Vater, dem Heiland, dem Erlöser ewiglich!
NEUOFFENBARUNG