Kapitel 5 (Ps. 89, 7-19)
Die Offenbarung ist Johannes nicht in einem Zug gegeben worden, weil er sie insgesamt ja nicht erfassen, noch weniger wiedergeben konnte. Die Hauptursache für die in Einzelnes zerfallenden Geschte ist allerdings die Folge der Geschehnisse. Gewiß ist das Gnadenbuch etwas Ganzes; doch die Gesamtenthüllung betritft das UR-Werk im umfassenden Sinn, während die Einzelphasen auch nur Einzelheiten spiegeln und zwar sowohl Geistiges, wie Irdisches. Abgesehen von Gerichtsoffenbarungen oder den Sendschreiben an die Gemeinden, die auch heute existieren, beherrscht das himmlische Geschehen und seine Zeit das ganze Schlüsselbuch.
Das vorbeschriebene Gesicht, ‚Der König und Seine Majestätische Macht wurde mit der preisanbetung abgeschlossen, womit ein Zeitabschnitt im Himmel abgelaufen ist. Zwar ist der weitere Wortlaut so gehalten, als ob das neue Bild in unmittelbarem Anschluß an das vorangegangene geschieht. Das ist aber nicht der Fall, und die Art des Folgenden ist der Beweis‘.
Die Anbetung ist eine sich immer wiederholende, was mit ‚… und hatten keine Ruhe Tag und Nacht‘ (4, 8) bekundet wird. Dagegen ist das neue Bild ein einmaliges Geschehen, ja — dadurch überhaupt zur Auslösung gebracht, weshalb es weder himmlisch noch irdisch zeitlich an das vorherige Bild anzuschließen ist. Trotzdem gehören sie im Sinne des ganzen Schöpfungstages, nämlich im Hinblick auf das UR-Opfer und die daraus gebrachte Voll-Erlösung, wohl zusammen; ja sie müssen aufeinander folgen, wobei weder Raum- noch Zeitgrenzen eine Rolle spielen. Urewig ist der Allmächtige!
Während jene Preisanbetung nur das Reich betrifft, umfaßt das Kommende aus Raum und Zeit auch das für Menschen Stoffliche. Dieses Bild hat erstens seinen Ursprung im Schöpfungsfall, zweitens im Sündenfall auf Erden, muß also das diesirdische mit eingeschlossen sein. Das besagt der 3. Vers des Kapitels. Doch es ist zunächst nur angezeigt, daß ‚Die UR-Macht, dem Lamm- Christus übertragen‘ ein Bild ganz für sich alleinstehend ist. Es zerfällt in zwei Teile, die Johannes mit einem kurzen Wort bekundet. Damit wirkt sich auch geistig eine Zeitunterbrechung aus.
‚Und ich sah in der rechten Hand Des, Der auf dem Stuhle saß, ein Buch, beschrieben inwendig und auswendig, versiegelt mit sieben Siegeln. Die rechte Hand ist URs Herrschaft, das Buch in der Rechten das unbeugsame Recht. Es steht ‚in Kraft‘ und ist das Ordnungsbuch. Niemand kann sagen: Nicht das ganze Buch ist gültig, vielleicht nur was inwendig oder nur was auswendig geschrieben steht.
Die inwendige Schrift als Verborgenes ist URs Sache, die Er am Thron und Schöpfungsherd enthüllt, sobald dies nötig ist. Doch kann Thron und Herd zum Gnaden- aber auch zum Richterstuhle werden. Die auswendige Schrift ist offenbar, obgleich viele Menschen sie nicht lesen können. Beide Schriftarten beziehen sich jedoch auf zwei ganz bestimmte Dinge, die das ‚Großwerk Liebe-Tag‘ bestrahlen.
Das Inwendige als erstes Fundament ist für die UR vorbehaltenen gerecht gestellten Bedingungen gültig, das Äußere als das zweite Fundament für das zu Recht den Kindern gegebene Freie Willensgesetz. Ferner gilt das eine jenen Schöpfungstiefen, die durch den Fall der entstandenen Materie verschlossen blieben, das andere, dem bisher bereits Geoffenbarten sowie dem noch offenbar Werdenden.
Die sieben Siegel sagen, daß nicht ohne weiteres die Beschriftung zu erkennen ist; die Bilder gelten ja zuerst dem Geistigen. Darüber hinaus sind sie der Welt gegeben. Die Kunde der Versiegelung besagt, daß bisher wenig Menschen es der Mühe wert gehalten haben, das Buch aufzutun. Sie verschließen sich der Wahrheit, meist, weil sie zu lau und träge sind; oder ihr Gewissen pocht. Denn durch das Buch wird ihr inneres aufgetan. Doch sein Herz will man verbergen.
Die heiligste Bewandtnis deutet an, daß die Reditskraft durch die Siege! beurkundet ist. Diese sind weniger darum gegeben, weil etwa in das Buch niemand Einblick haben soll, sondern grundsätzlich zum Beweis des Rechtsgesetzes. Denn der EINE, Der nicht nur Gewalt besitzt, das Buch aufzutun, ER öffnet es‘, und zwar für alle!
‚Und ich sah einen starken Engel.‘ Johannes hat das ‚stark‘ nicht grundlos gebraucht. Doch es wird noch nicht gezeigt, um den Verlauf der Enthüllung nicht zu stören. Nur das Wenige dazu: Stark = Stärke, im vierten UR-Prinzip, in ‘er Wesenheit des Vaters wurzelnd. Doch auch die vier ersten Engelsgruppen sind genannt, die ja aus dem Schöpfungsaufbau stiegen und zuerst Gestaltung, Leben, Bewußtsein und große Aufgaben erhalten hatten. Offensichtlich, daß abermals das Vier-Prinzip die Grundstellung besetzt, innehat.
Die Gruppen sind die sieben Geister, vier Tiere, vierundzwanzig Ältesten und Einhundertvierundvierzigtausend. Sie stellen werkmäßig den Schöpfer (Macht), Priester (Kraft), Gott (Gewalt) und Vater (Stärke) dar, unbeschadet dessen, daß sie auch wie UR die Einheit haben, was am ‚einen Rad gleich vier Rädern‘ ersichtlich wurde.
Der ‚starke Engel‘ ist von der vierten Gruppe, ein Befehls-Engel. Das ist keine Willkürdeutung, wie auch das ‚Lamm‘ durch Sein Opfer UR offenbart. Jesu und der Vater sind keine trennbaren Begriffe; im Gegenteil sind gerade sie, soweit man von Gottes Mehrzahl spricht, die nach dem Schöpfungsfall zuerst wieder offenbarte Einheit. Das ist ein Beweis für den Engel aus der vierten Gruppe. Außerdem hätte Johannes ihn als einen der sieben Geister oder Ältesten bezeichnet, wenn es an dem war. Später ist‘s ein Ältester und nicht derselbe: Starke, der zu ihm spricht. Daß es auch um einen andern Engel gehen könnte, wäre hergeholt. Die Bilder werden dies bekräftigen.
‚Der rief aus mit großer Stimme: Wer ist würdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen?‘ Große Stimme bedeutet durchdringend, im Himmel gut gehört und ebenso befolgt. Ob sie auf Erden auch zur Auswirkung gelangt, ist eine andere Frage. Jahrtausendlange Weltgeschichte, Völker- und Menschenschicksale zeugen vom Gegenteil. Und doch wurde und wird die Stimme da vernommen.
Des Buches inwendige Schrift wird leider nicht sehr tief erkannt, immerhin doch so, daß die Gnadenströme ohne Unterbrechung über die verderbten Welt-Geschlechter fließen können. Das beweist, daß nicht allein eine Zukunft gilt, sondern diese im Fortlauf des Geschehens eingeschlossen ist. Von der äußeren Schrift aber ist zu sagen: Jedes menschliche Gewissen ist der übersinnliche Apparat, der die große Stimme hört.
,Und niemand im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde…‘ Mit Himmel und Erde meint hier Johannes keine Ortlichkeit, zumal er das: Vergangene sieht. Daß es auch auf Gegenwart und Zukunft übertragen wird, hat in der Erlösung ihren Grund. Es heißt richtig: Niemand war imstande, es zu öffnen trotz Erkenntnis (Himmel), trotz Hören der Engelstimme Erde), erst recht nicht ohne beidem (unter der Erde). ‚Und ich weinte sehr, daß niemand würdig erfunden ward‘, bedeutet nicht unbedingt Nicht-wert-, eher ein Noch-nicht-fähig-sein. Die eigentliche Geheimnisöffnung kann auch erst mit der Entsiegelung des Rechtsbuches vor sich gehen.
‚Das Buch aufzutun und zu lesen noch hineinzusehen.‘ Diese drei Ausdrücke besagen drei Dinge: Auftun = Erschließen der Seele an das Ewige, wodurch das Ewige sich dem Kind erschließt; lesen = persönliches Verhältnis zwischen Buchinhaber und Leser; hineinsehen = Fähigkeit, die äußere und die innere Beschriftung zu erkennen, vor allen Dingen anzuerkennen. Denn Erkenntnis ist gut, hat aber selten volle Folge; Anerkenntnis setzt in den Stand, sich dem Walten des Allmächtigen rückhaltlos und frei zu unterordnen.
‚Einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der da ist vom Geschlecht Juda, die Wurzel Davids!, aufzutun das Buch und zu brechen seine sieben Siegel.‘ Warum muß ein Ältester den Weinenden trösten und ihm die Heilswahrheit verkünden? Der tiefere Sinn liegt offenbar.
Wie vermerkt, ward die LIEBE zum eingeborenen Sohn. Sie und die Geduld haben ihren Urgrund in GOTT, der dritten Wesenheit URs. Die Ältesten sind die dritte Gruppe vor dem Gnadenstuhl. Ist‘s Gottes Liebe als Löwe aus Juda, , der Sohn JESU, der das Buch auftut und die sieben Siegel bricht, so zeigt sich hier die Schöpfungsbrücke, daß aus dem gleichen UR-Teil eine Stimme diese Tatsache anzuzeigen hat.
Die Wurzel Davids, kein Zweig! Der ‚junge Löwe, der den Stab des Herrschers zu Seinen Füßen hat‘ (1. Mo. 49, 9-10). Die Alten nennen Ihn den Heiland und Erlöser, den Herrn Zemach, aller Welt Gott! (Ps. 54, 5; Sach. 6, 12; 9, 9). Keiner hätte das vorausgeschaut, wenn ihre Prophetie nicht schon im Lichtreich eine Wirklichkeit gewesen wäre.
Durch eine Zeit von etwa viertausend Jahren ist der Heiland schon bekannt; mancher war mit Seiner Sendung gut vertraut. Mußte also nicht vor Jesu Zeit die hehre Vorbildung gegeben sein? Bereits bei Sacthanas innerem Fall (Zerfall), ehe sie der Satan wurde, war die gnadenvolle Vorschattung erfolgt (siehe Urwerk); sie mußte erfolgen. Ein möglich werdendes UR-Opfer mußte im voraus mit der Aufrichtung des Freien Willensgesetzes bedacht worden sein.
Darum zeigt das Bild ein längst Geschehenes an. Der Engel teilt mit: ‚Siehe, es hat überwunden der Löwe aus Juda.‘ Das Kreuzopfer auf Golgatha war nicht zu erfüllen, wenn nicht zuvor im Reich das ‚UR-Opfer bedacht und ausgeführt war‘. UR hat unmittelbar nach dem Schöpfungsfall den Rechtszorn und die verletzte Heiligkeit geopfert und an beider Stelle aus göttlicher Geduld die heilende Liebe und erlösende Barmherzigkeit gesetzt.
Es war ein für Menschen unfaßbares Opfer! Das meint der Älteste in diesem Bild; und darum sagt er ‚hat überwunden‘, worin Golgatha auch einbezogen ist. Beide Opfer haben gleiche Bedeutung; sie sind überhaupt ein Opfer, von einem UR vollbracht. —
Das Zeitbild liegt sehr weit zurück; doch sein Segen zeigt sich auch im zweiten Bildabschnitt, das mit dem ‚Und ich sah, und siehe‘ beginnt. Ein Ewiges, ein ‚Ich war, Ich bin, Ich werde sein‘! Auch die Alt-Propheten hatten ihre Bilder aus der stehenden Macht, der Beständigkeit, sahen aber aus der waltenden Macht die fortlaufende Erfüllung. Unabhängig davon, daß die zweite Phase des UR-Opfers erfüllt war, demnach von der Vergangenheit die Rede ist, überträgt sich alles auf die Gegenwarts- und Zukunftszeit.
Johannes sieht den ‚Löwen aus UR‘ gen Himmel auffahren und die unmittelbare Fortsetzung im Reich, ‚Zwischen dem Stuhl und den vier Tieren und zwischen den Ältesten stand ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre und hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.‘ Zwischen, inmitten = der Mittelpunkt, der heilige Pol, UR Selbst!
Zwischen dem Stuhl heißt außerdem: Inmitten der Rechtskraft und Reichsherrlichkeit. UR stellte das Werk aus Sich, her aus; Er nimmt es wieder in Sich ein zur letzten Nacht des UR-Zyklus. Das Lamm ist ER Selbst, obwohl während der Erlösungszeit nur als Liebeträger, als der Heiland! ‚Wie wenn es erwürgt wäre‘ bezieht sich ausschließlich auf Golgatha. Die sieben Hörner sind die Grundlebensstrahlen in ihrer Tätigkeit, das gebende Prinzip; während die Augen das Eigenschaftliche, das wieder einnehmende Prinzip bedeuten.
‚Es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand Des, Der auf dem Stuhle saß; Die volle Rechtskraft des Reichs ist nun auf das Lamm übergegangen. Richtig gedeutet: JESU ist wieder in Seine UR-Einheit eingetreten! Johannes erkennt seinen Meister mit den Wundmalen, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt (Kol. 2, 9). Die sieben Hörner und die sieben Augen = Macht-Vollkommenheit, beweisen diese An-Schauung.
Ein weiterer Beweis: ‚Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm. Vor dem Heils-UR-Opfer und dem Vollbracht der Erlösungstat! Ja — sie müssen niederfallen und anbeten, denn sie sehen ja das überreich gesegnete Gloria, wenn alle Kinder heimkehren, wie abends die Arbeiter vom Feld nach Hause gehn.
‚Und hatten ein jeglicher Harfen mmd goldene Schalen voll Räuchwerk, das sind, die Gebete der Heiligen.‘ Harfen sind Gottes Gaben; Schalen hingegen der Kinder Werk. ‚Golden‘ ist das Prädikat ihrer Arbeit. Räuchwerk ist gerechtfertigte Anbetung, weil ‚die Gebete der Heiligen‘ sich erstlinig auf sie selber bezieht, dann auf alle, die auch ihr Werk vollbrachten und noch vollbringen werden.
‚Und sangen ein neues Lied.‘ Das gilt dem neuen Namen und neuen Jerusalem. ‚Du allein bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel, denn Du bist erwürgt.‘ Der Schöpfermacht in Ordnung und Wille ist das ‚Würdigsein‘ zuzuschreiben; der Priesterkraft in Weisheit und Ernst das ‚Buch nehmen‘; der Gottgewalt in Geduld und Liebe das ‚die Siegel auftun‘; und der Vaterstärker in großer, in herzlicher Barmherzigkeit das ‚Du bist erwürgt‘. In diesem Zusammenhang hat UR die sieben Siegel zu einem Gnadenborn gemacht.
‚Hast uns Gott erkauft mit Deinem Blut aus allerlei Geschlecht‘ (Kult, Götterglaube); ‚und Zunge‘ (Ansicht); ‚und Volk‘ (Ver bindung); ‚und Heiden‘ (voller Unglaube). ‚Und hast uns unserm GOTT zu Königen und Priestern gemacht und wir werden Könige sein auf Erden!‘ Unmöglich beziehen sie das auf die vergängliche Materie. Das Reich steht in Kraft! Könige auf Erden = Könner im Werke URs, im Reich.
‚Ich sah um hörte eine Stimme vieler Engel.‘ Ein einheitliches Reichzeugnis über den nur EINEN. Dazu: ‚um den Stuhl, um die Tiere und Ältesten her.‘ Johannes sieht wieder am Stuhl die UR-Majestät. Daniel nennt die Stimmen vieler Engel ‚einen langen Feuerstrahl, tausend mal tausend und zehntausend mal zehntausend‘ (Dan. 7, 10). Er meint also Äon mal Äon.
Das UR-Lamm hat mit Seinen sieben Hörnern mmd sieben Augen wohl Anspruch auf die siebenfache Anbetung. Darum sprechen diese vielen Engel als eine Stimme: ‚Dass Lamm, das erwürgt ist, ist würdig zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.‘ Welch gewaltiges Gebet! Es übertrifft das vorhergehende schon insofern, als indessen das UR-Opfer die Krönung mit Golgatha erhielt. Diese Anbetung gibt jedem bisherigen Gebet die augenblickliche Anbetungsvollendung.
Offensichtlich wird gerade JESU Auffahrt zum Himmel und was dann anschließend im Reich geschieht, gezeigt, während zur selben Zeit auf Erden das Golgathaopfer erst seine segnenden und erlösenden Strahlen auszubreiten beginnt.
‚Und alle Kreatur, die im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und im Meer und alles, was darinnen ist, hörte ich sagen’ gilt niemals der Materie, weil in ihr bis heute noch keine so umfassende Preisung stattgefunden hat. Auch ist‘s kein künftiges Gesicht; der ganze Fortgang der Offenbarung reiht die Geschehnisse folgerichtig aneinander. Nur bestimmte Zeitbilder haben umfassende Gültigkeit. Diese sind in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zuständig; sie wirken aus der stehenden Macht, also beständig.
Kreatur = Geschöpfe, die UR aus Geist und Seelenwesen zu Kindern bildete. Diese sind im Himmel = ihr inneres oder positives, Erde = ihr äußeres negatives Kraftbewußtsein; unter der Erde sich der Herrschaft unterstellt; im Meer = in die UR-Macht einheitlich ingeschlossen. Diese vier Punkte werden geeint in dem ‚und alles was darinnen ist‘ = was die Kinder sich erwerben. Insgesamt ihre Tätigkeit. Und die ist nicht klein, weil sie sich völlig ‚unter und in‘ begeben haben. Das führt zur zweiten Preisanbetung.
‚Dem, Der auf dem Stuhl sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit.‘ Die vierfache Huldigung kann nur Anteil himmlischer Anbeter sein. Sie ist ohne Mühe als der „Vierwesenheit UR“ dargebradches Symbol anzusehen, wobei ‚Der auf dem Stuhl und das Lamm zweifellos die Einheit ist: UR und Sein Christus = Erlösungswerk. ‚Von Ewigkeit zu Ewigkeit‘ verstehen die wenigsten Menschen; doch die es sagen, wissen die Bedeutung. Deshalb beschließen sie damit auch ihre feierliche Anbetung.
Wer spricht das AMEN? Es sind die vier Tiere, die das Recht dazu haben. Die sieben Geister sind inmitten des Stuhles, also hat die nächststehende Engelgruppe diese Preisanbetung zu bestätigen. Die Offenbarung der Reichsherrlichkeit soll eine gewaltigste, himmlisch ewige Kundgebung sein. Denn das ‚Amen‘ so Vollgültig auszusprechen, hat nur EINER das Recht oder jemand, dem Er es überträgt. Das sind in diesem Falle die Werkträger und -vertreter der hochheiligen Vierwesenheit, die vier Wächter-Engel in Kraft.
Der Himmel kann sich nicht genugtun, seine Hingabe an den Heiligen zu zeigen. Denn mit dem Amen ist das Bild beendet. Aber ‚die Ältesten fallen nochmals nieder und beten an‘. Der Sich majestätisch durch ‚Seinen hocherhabenen Christus‘ offenbart. Sie beten nicht Den an, Der auf dem Stuhle saß, oder das Lamm, oder alle beide, sondern ‚ DEN, Der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit!‘
Gerade dieses Letzte zeigt: Im Augenblick, als dem ‚von der Erde heimkehrenden Lamm‘, dem einigen Sohn JESU, die Macht übertragen wird, gibt es auch nur wieder einen Ewig-Heiligen UR, Ewig-Einzigen und Wahrhaftigen, als den Schöpfer, Priester, Gott und Vater! Ja — Ein Erlöser!
Das sei tief in alle Herzen eingebrannt. Denn was nun kommt, ist so schwer für alle Zeiten, daß es des Himmels ganzen Trost bedarf. Der größte Trost ist die Gewißheit: Es gibt einen UR-Imanuel, Der einen Trost und eine Kraft zu vergeben hat, nämlich Vollgültiges!
Das sagt, der AMEN heißt!
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