d) Der vierte Engel schlägt die Sonne. (Weltobrigkeit).
‚Der vierte Engel goß aus seine Schale in die Sonne, und ihm ward gegeben, den Menschen heiß zu machen mit Feuer. Und den Menschen ward heiß vor großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, Der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, Ihm die Ehre zu geben.‘ Mit der vollen Auswirkung der dritten Endgerichtszeit setzt eine auffallend starke Widersetzlichkeit ein.
Sonne = bildentsprechend Obrigkeit der Erde, soweit sie sich den Weltmachttieren beugt. Die Großmächte mühen sich, ihre zusammenschrumpfende Macht und Fähigkeit mit Glanz zu überdecken. Dieser Einsatz ist vorwiegend auf Volksgemeinschalten anzuwenden, die wenigere Zerstörungen erfahren haben. Nur Gemeinschaftsbestrebungen der Völker untereinander sind betroffen.
Vereinigungen und dabei die eigene Position am Ruder zu erzielen, verlangt harte Anstrengung. Den Menschen heiß zu machen mit Feuer und heiß werden vor großer Hitze = grauenvolle und grausame Leiden, wie ein Schmelztiegel; dem Engel ward gegeben = geschieht während dessen Zeit. Das wahnwitzige Spiel mit armseligen Ideen wird von den Völkern als ihre Ideen angesehen; darum lästern sie den Namen Gottes — sehen nicht ein, was sie den Wahnsinnsideen Einzelner zu Verdanken haben. Hat es nicht der Rächer GOTT geschickt — ?
Welch ein Widerspruch! An den Geber aller guten Gaben glauben sie nicht mehr, aber GOTT benutzen sie als Schuld— abladeplatz für alle Qual. Das ist ihre größte Lästerung, Gottes heilige Barmherzigkeit in das Narrenhemd zu kleiden: Auge um Auge, Zahn um Zahn! An einem Tag kann der gott die Plagen tilgen, wenn die Menschen Buße tun und sich IHM auf GNADE unterwerfen. Doch sie klammern sich an ihre Weltvergängglichkeit wie an die Planken eines vom Sturm zerschellten Schiffes. Alles wird versucht: nur dem All-Heiligen wird getrotzt!
NEUOFFENBARUNG