Kapitel 29
Cyrus reist nach Persepolis. Daniel ist sein Stellvertreter vom. Persischen Golf bis zum Flusse Charobas und längs der Tigristäler bis nach Ninive. Viele Hohe hassen diesen ‚Speichellecker‘, wie sie Daniel beschimpfen. Allein — nicht bloß, daß er seine treuen Meder hat, dazu etliche von seinem Volk und manchen guten Babelmann, die Daniels Gerechtigkeit und seine Milde rühmen, nein — vielmehr — ja immer steht ein Engel hinter ihm — unsichtbar, aber in der Kraft des Herrn.
Lysumacha hat es nicht verwunden, daß der Götze fiel, zumal Cyrus ihn und alle Priester Bel‘s entlassen hatte. Jeder muß sein Brot sich selbst verdienen. Noch stehen viele hinter ihnen. Sie errichten einen tiefen Graben, für den Verwegene eine riesiggroße Schlange fangen. Das Volk, solch Reptil noch nie gesehen, sinkt auf Befehl des Oberpriesters vor dem ‚Drachen‘ nieder, um ihn anzubeten — als neuen Bel.
„Das ist unser Gott“, sagt er. „Daniel hat Bel, den Herrlichen, getötet; aber er ist auferstanden; als Drache kam er wieder. Opfert viel, betet euren Drachen an (OJ. 13, 4), der lebendig ist!“ Rasch gelingt es Lysumacha, daß fast ganz Babylonien auf seine Stimme hört. Täglich opfert man der Schlange, auf Anordnung auch Gold und Lebensmittel. — „Wie lange siehst du diesem Zauber zu?“ fragt eines Tages Kambasy den Seher. „Bis die Leute durch die Opfer arm geworden sind. Dann stürzen sie sich auf . . .“ „. . . dich, Fürst Daniel!“ „Möglich schon“, erwidert er, „doch das wird für mich die letzte Glaubensprüfung sein — für diese Welt. Mit derselben wird sich auch in Babel vieles ändern, mindestens für eine lange Zeit. Und die genügt, um manche arme Seele zu erretten.“
„Es ist schwer“, seufzt der Meder, „auf dich aufzupassen; und ich mußte es dem König schwören, daß dir nichts geschieht.“ „Ja, mein Lieber, du hast eine große Last mit mir. Aber hast du dabei keine Freude?“ „Und ob!, denn dir zu dienen, das ist eine Ehre, zumal du allen Dienenden ein guter Fürst, ein Freund und Helfer bist. Ich fand niemals einen Herrn wie dich; alle deine Leute gehen für dich durch das Feuer.“
„Das löschen wir, bevor es brennt“, lacht Daniel. „Aber bei dem Drachen“, sagt er ernster, „wird sich bald die Wende zeigen.“ „Ha, hoffentlich wirft Cyrus diesen Lysumacha seinem Drachen vor, wenn — du nicht dawider bist.“ „Das müßte ich! Wie oft prüfte ich, daß man den Löwen keine Menschen gab, Gefangene, die sich doch nicht wehren können.“
„Um diese bösen Leute ist‘s nicht schade.“ „Meinst du? Könntest du nicht — ohne Schuld — in ein Gefängnis kommen? Dann drohte dir der Löwenfraß.“ Kambasy entsetzt sich sehr. „Ja, du hast wie immer recht; auch die Gefangenen sind Menschen, selbst wenn welche arge Lumpen sind.“
„Man muß das Gute und das Böse auf sich selbst beziehen, ebenso ein Schicksal, ob verdient, ob unverdient. Sieht man sich in diesem selbst, so lernt man mit den andern fühlen. Arm ist jeder, der nicht glaubt, der Geld und Gut auf Kosten anderer zusammenscharrt, der dem Nächsten übles tut. Lernt man das bedenken, dann kann man auch regieren, im kleinen Haus, im großen Land, ein jeder nach dem Maße seiner Gaben.“
„Du bist entsetzlich klug!“ Gerührt sieht der Meder drein. „Ich wiederhole: dir zu dienen, das ist eine Ehre! Laß mich immer bei dir sein.“ „Auch etwa dann, wenn ich Babylon verlassen muß?“ „Ich kann mir zwar nicht denken, daß ein Cyrus dich entläßt; wenn aber doch — hier meine Hand, Fürst Daniel, ich bleibe dir zur Seite bis zu deinem Tod!“ „Ich danke dir und allen, die so treu und ehrlich zu mir sind.“ — —
Wieder nimmt die Zeit die Wochen hin, in denen Daniel Lysumacha und die Drachenpriester überwachen läßt. Seinen Leuten ist es eine wahre Lust, Nacht für Nacht die Beute wegzuholen, die der Fürst an viele Arme weiterreichen läßt. Einmal will der Jordanseher selbst die Belischen belauschen. Ein hohler Baum bietet ihm ein passendes Versteck.
„Wer hat hier die Hand im Spiel?“ faucht einer, „Wieder sind die Körbe leer!“ Lysumacha lacht ergrimmt: „Das tut der großgemachte Bursche Daniel. Ich ziehe ihm die Schlinge um den Hals, bis kein Odem in ihm bleibt!“ „Schreie nicht“, warnt einer, nach allen Seiten spähend. „Es kann ihm zugetragen werden; dann wehe uns, bevor du ihm die Schlinge legst.“ „Er mag mich hören; denn . . .“ Unversehens tritt Daniel hinzu.
„Ich hörte dich, weil ich gekommen war, um mir deinen Götzen zu beschauen. Wem deine Schlinge passen mag?“ Dies gesagt, um einige durch Angst zu retten. Der Priesterschwarm enteilt. Zwei jüngere Babylonier bleiben stehen. Unschlüssig sehen sie auf Daniel, in die Grube, den Gefährten nach.
„Warum bleibt ihr? Seid ihr nicht an Bel gebunden?“ „Ja“, zögert einer, „aber — “ „Kommt mit“, lockt Daniel gütig. In einem leeren Häuschen nahebei lassen sie sich nieder. Der jüngste bittet: „Zeige uns nicht an.“ „Bei wem? lch bin des Königs oberster Regent, müßte also euch bei mir verklagen. Unnötig, nicht wahr? Auch die Priester unterstehen mir.
Ihr als Jüngste habt vom Raub das Wenigste erhalten, habt auch überlegt, daß ein Tier kein Gott sein kann. Warum?“ „Weil ein Tier gefüttert werden muß“, bekennt der Ältere. „Wir wußten: Bel kann weder essen oder trinken; doch der Oberpriester lehrte uns, daß die Priester Bels an dessen Stelle alle Gaben nehmen dürften. Bel hätte es ihm offenbart.
Die Figur war nicht der eigentliche Gott, die Kraft, an die wir glauben. Das dumme Volk . . .“ „Dumm seid ihr noch heute“, unter bricht der Seher ungehalten. „Wie kommt ihr denn dazu, euere Leute, die weder Amt noch Würde haben, dumm zu nennen, obendrein noch wirklich zu verdummen?“
„Verzeih, Fürst Daniel!“ Erstmals, daß ein Belischer den Fürstenrang erwähnt. „Wir wußten es nicht anders; und sag selbst, daß das Volk im allgemeinen und im besonderen“, betont Daniel. „Ich bin an die siebzig Jahre hier im Land und kenne es viel besser als ihr jungen Leute. Ich lernte kluge Babylonier kennen. Da war der Schmied Asnorba, der mir und meiner Schwester half, der sogar den Nebukadnezar zu bezwingen wußte, durch seine Kunst, sein Können und durch seinen Mut. Und glaubt ja: viele eurer Gläubigen lachen über euren Schlangengötzen.
Wen man ohne Lehre läßt, ist dumm, aber nicht, wie ihr es meint. Man opfert meist aus Überzeugung oder Angst. Sich über solche zu erheben, ist gefrevelt. Denn merket auf: Mein Gott, der Ewig-Wahre und Lebendige, der keinen Opferkult geboten hat, der die Anbetung des Herzens sieht, die der Mensch aus Liebe Ihm entgegenbringt, ER nimmt die Opfer dieser Ärmsten an, weil sie es aus ernstem Herzen tun und — aus Unkenntnis der Dinge.
Wer andere verdummt und opfert, um sich selber zu erhöhen, dem wird es auch zur Last gelegt. Gott ist gerecht! Er hilft den Armen aus der Not, den ungerechten Großen bringt Er das Gericht. Ihr wißt nicht, was das ‚hohe Gottgericht‘ bedeutet. Wollt ihr lernen, wie den Törichten zu helfen sei, so kommt zu mir ins Duraschloß. Dort seid ihr sicher und könnt wahre Priester werden, vielleicht sogar in meinem Volk.“
„Wir wollen!“ rufen beide Babylonier aus. Da Daniel durch seine Arbeit seltener im Landgau Babel weilt, freut es ihn besonders, das sie zum Gottesglauben kommen. Sie werden anerkannt, außer von den wenigen, die ihren eigenen Propheten hassen. Innig dankt er Gott für diesen schönen Sieg. —
Cyrus treibt es wieder an den Euphratstrom. Ein Vortrupp meldet ihn. Die Städter halten sich zurück. Wird er gut regieren? Dennoch sammeln sich genügend Leute, um den Prachtzug anzusehen, der mit vielen Schiffen kam. Daniel samt Oberen, die nicht fehlen dürfen, haben sich am Ufer eingefunden. Die Begrüßung zwischen Cyrus und dem Jordanseher ist sehr herzlich, was wieder Neid erregt, zumal bei Lysurnacha, der zugegen ist.
Daniels Bemühen bringt ein mildes Regiment. Aber damals wie zu jeder Zeit: heute jubelnd, morgen mordend (Palmsonntag-Charfreitag). Nach arbeitsreichen Tagen tritt im Lande Ruhe ein. Nur böse Leute schütten wieder ihre Rache aus. Lysumacha läßt sich bei dem König melden. Er kommt im feierlichen Kleid, mit dreißig Priestern, die er herbefohlen hat.
Cyrus zieht die Brauen hoch. „Was soll denn das? Du bist des Amts enthoben und hast kein Recht, als Priester aufzutreten!“ Lysumacha wirft sich nieder. Er dämmt durch gespielte Unterwürfigkeit des Königs Zorn. „Höre mich erst an, Gerechter, der du ewig leben und regieren sollst; denn du . . .“ „Das ‚ewig‘ schenk‘ ich dir“, sagt Cyrus hart. „Rede!“
„Herr, König und Gebieter“, Lysumacha steht nicht auf, „du hast gesehen, wie Fürst Daniel“, schwer kommt ihm der Titel über seine Zunge, „unseren Gott, den hohen Bel, vernichtet hat. Allein, er konnte eben nur das Bild zerstören, das wir Priester in der edlen Absicht aufgerichtet hatten . . .“ „So? edel war die Absicht?“ Cyrus wechselt mit dem Seher einen Blick, ob vielleicht nicht doch — — Daniel verneint es stumm.
„Gewiß, des Volkes wegen stellten wir das Standbild auf. Bel ist Gott; er kam wieder, nun allerdings als großer Drache, weil sein Bild zerbrochen ward. Er ißt die Gaben selbst. Komme morgen mit; du wirst die Wahrheit meiner Worte sehen.“
„Frißt er Gold und Edelstein?“ fragt Daniel. Lysumacha fängt sich rasch. „Ja; doch weil wir seine Diener sind, gibt er zurück, dessen er als Drache nicht bedarf.“ „Sehr schlau ausgedacht“, sagt Daniel sarkastisch. „Triumphiere aber nicht zu früh, wenn du meinst, deine Schlinge passe meinem Hals.“
Er wendet sich an Cyrus: „In einer Woche siehst du das Symbol.“ „Morgen nicht?“ „Da kommt der Isisschleier von Ägypten.“ Mit diesem Lande gab es Ärger. Cyrus eilt hinaus: „Laßt mich zufrieden mit dem Götterstreit!“ Der Belische knurrt Daniel an: „Der Isisschleier kommt auf dich! Du bist ein Fürst und willst ein Seher sein?“ „Das überlasse mir, wer und was ich hin.“ —
Wieder, wie beim Sturz des Bel, ist der Himmel grau bewölkt. ‚Das Omen fällt auf Daniel‘, denken dessen Freunde. Schlangen kennt man ja, nicht aber dieses Riesentier, wie es bisher keiner sah. Selbst Cyrus schaut verblüfft und schaudernd in den Graben; doch fragt er Daniel und nicht die Belischen:
„Wie heißt die Schlange?“ „Du magst sie ‚Leviathan‘ nennen, die Abart eines Krokodils (Hiob 40, 25). Wohl schwerlich wird es noch ein zweites Exemplar des Tieres geben. Soll ich dir es deuten?“ „Heute nicht“, wehrt Cyrus ab.
Indessen haben Lysumachas Helfer ganze Trachten. Körbe voller Fraß, Gold und Juwelen hergeschleppt. Man wirft der Schlange alles vor. Da sie lange hungerte, verschlingt sie mit dem Fraß die Steine und das Gold, speit das Unbrauchbare aber wieder aus. „Nun siehst du es, König dieser Welt“, sagt der Oberpriester laut, „daß Bel lebendig ist und daß er uns, die wir ihn verehren, wiedergibt, was uns zuzukommen hat – Gold und Schmuck. Den Leibesfraß hat er bei sich behalten.
So ist erwiesen, daß Bel lebt. Was willst du tun? Die Weltmacht liegt in deiner Hand; man sieht auf dich. Wie du handelst, handeln alle, was zum Wohl der Völker dient.“ „Abermals klug ausgedacht“, sagt Daniel. Atemlose Stille. Doch ein Lysumacha weiß ein heißes Eisen schnell zu schmieden.
„Cyrus, dieser Mann“, verächtlich deutet er auf Daniel, „hatte Nebukadnezars Huld verwirkt. Man warf ihn zu den Löwen. Ha, es war ein Stück Holz, weil der König — leider — sich von ihm verwirren ließ! Dann hieß es hinterher, die Löwen hätten ihn verschont. Lug und Trug! Werfe ihn den Bestien vor, aber sieben Tage lang und laß sie hungern; alsdann wirst du sehen, was vom falschen Gottesseher übrigbleibt.“
Das verhetzte Volk brüllt auf: „Zu den Löwen!“ (Joh. 19, 6). Cyrus glaubt halb (1.Kön. 18, 21) an den Drachen; und er muß dem Wutgeschrei willfahren. Ängstlich sieht er seinen Fürsten an. „Du hörst, was man begehrt? Ich kann . . .“ „. . . weder Gott vertrauen, dem du ferne stehst, noch das Volk beruhigen. Tue, wie du willst,“ „Fürchtest du dich nicht?“
„Nein!“ Ein hartes Wort des Volkes wegen, ein gläubiges an Gott und — ein verzagtes, tief in seiner Seele. Man schiebt ihn in den Zwinger. Rings wird er mit Wachen abgeriegelt. Doch es dringt kein Laut heraus, tagelang, nur ab und zu ein Brüllen oder Fauchen, weil die Tiere hungrig sind.
Am sechsten Abend sieht ein Marschall, wie ein Mann hoch durch die Lüfte schwebt. Er ruft erschreckt: „Weh uns! Ich glaube —“ Was er glaubt, — er weiß es nicht. Der Schwebende ruft in die Gruft:
„Daniel, Gott sendet mich. Ich bin Habakuk, auch ein Prophet, ein kleiner. Ein Engel holte mich, als ich den Schnittern Speise bringen wollte. Er sprach: ‚Bringe sie dem Daniel; denn er hat sechs Tage nichts gegessen; auch kein Tropfen Wasser löschte seinen Durst!‘ (s. Bibel, Hab.).
O Gott“, unterbricht er sich, „keins der Bestien reckt den Rachen gegen dich? Herr Zebaoth, groß ist Deine Herrlichkeit, die Allmacht Deiner Wunder!“ An einem Seil kommt ein Korb herab. Daniel füttert erst die Löwen; Weniges wird ihnen wie zu einem fetten Lamm. Selber ist er auch mit einem Brot gesättigt. Er dankt dem Herrn mit lauter Stimme. Habakuk, auf den der Seher Gottes Segen niederfleht, tut es ihm nach.
Der Marschall sendet Cyrus, der weggeritten war, Kuriere nach, um ihn schnell zurückzurufen. Darüber fängt der achte Tag mit einem hellen Morgen an. Wer kann jetzt noch sagen, man hätte ein Stück Holz den Löwen vorgeworfen? Voll Grausen sieht der Perser Daniel im Käfig sitzen.
„Die Türe auf! Füttert sie, die meinem besten Fürsten nichts zu Leide taten! Freund, komm‘ heraus!“ Daniel aber betet: „Mein Herr Schöpfer alles Lebens und der ganzen Welt! (gem. das All). Herrlich hast Du Deine Hände ausgestreckt, hast meinen Geist gestärkt, meine schwache Seele hochgehoben, daß sie diesen Schreck vergaß. Meine Angst und Not, die der Mensch nicht völlig überwindet, hast Du mit Deiner Gnade zugedeckt.
Wie Du mich errettet hast, so rette meine Feinde. Wende auch des Königs Herz, verführt von denen, die ihn stürzen wollen. Die armen Seelen, die so grausam handeln: Menschen gegen Menschen — Herr, die Große Babylon, so wird sie handeln bis ans Ende dieser Welt! Die Grausamkeiten steigern sich; die Große Babylon verschlingt, was ihr in den Rachen kommt.
Weh denen in der letzten Zeit, die satanisch dienen werden! Du aber, Herr, errettest alle: die Seelen aus der Angst und Pein der Welt, die Argen nach der Läuterung, in der sie ihre Last erdulden müssen. Du Heiliger, mein wahrer Gott, zeigst dann Deine herzliche Barmherzigkeit. Du hast die Großen und die Kleinen lieb, ob arm am Leibe oder an der Seele. Jedes Kind zu retten, ist Dein hehres Heilverfahren! Vater-Gott, Dir danke ich!“
Gottes Schöpfer-Stille senkt sich nieder. Cyrus fiel auf seine Knie, völlig hingegeben dem Gebet. Endlich steht der Fürstenseher auf, streichelt nochmals ‚seine‘ Löwen, als wären sie die zahmen Kätzchen, die der Babylonier liebt, geht auf den König zu, hebt ihn auf und spricht:
„Ich hatte prophezeit, daß du heute meines Gottes Herrlichkeit erleben wirst, des GOTTES, der ewig unseres Lebens Schaffer ist. Glaubst du fernerhin an Ihn, so wird dein Regiment gesegnet sein.“ „Ich gelobe es vor jedermann: Dein Gott ist der meine, dein Glaube werde mein! Ich will Ihm dienen, so gut ich es als Mensch vermag. Möge ER mir helfen! Du, Daniel, bleibe mir der Freund, der du bereits gewesen bist. Wäre der Tumult . . .“
„Ein Volk, wird es listig aufgestachelt“, Daniel deutet auf die Priester Bel‘s, „fällt leicht aus seinem Rahmen; nicht leicht, es friedlich umzulenken. Doch du siehst: mein GOTT hat es getan für dich, König Cyrus. — Komme mit, der Drache muß getötet werden; es ist leicht möglich, daß er aus dem Graben kriecht. Dann wehe jedem Leben, das er fängt!“ Daniel tötet ihn mit Brot, in das er Gift und Schwefel mengt.
Lysumacha bäumt sich auf. „König Cyrus wird ein Jude tuschelt er von Haus zu Haus, „und will ein stolzer Perser sein. Wollt ihr euch vor einem Juden beugen?“ Man fängt die Hetzer. Hier wieder um: nicht Cyrus läßt sie töten, auf Bitten Daniels; sie finden durch Betrogene ihr Grab.
Um sich später reinzuwaschen, wird es dem Perser unterschoben. Es geschah jedoch nur während seiner Zeit, ohne seinen Willen. Er hat sich Gott ergeben, soweit es ihm gelingen kann. Der Prophet trägt diese Gabe als ‚genügend‘ seinem Höchsten König hin — im Gebet, in treuer Dienstbarkeit für die ihm anvertrauten Menschen.
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