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Gottesfurcht und Gottesliebe

Kurz gesagt: Was man liebt, das achtet man, und was man achtet, das muss man natürlich auch kennen. Also hängen Achtung und Liebe eng zusammen. Daher ist es so wichtig, dass Gott uns Seinen Willen kund tut und sich uns offenbart. Je mehr Offenbarung, um so mehr Achtung vor Gott (Gottesfurcht) und um so mehr Liebe zu IHM.

Ich möchte hier JESUS Selbst zitieren, da ER uns in dieser wichtigen Frage schon vieles neu offenbart hat:

Der Herr: „Es kann ohne Gottesfurcht niemand den Vater lieben. Daher sind auch Gottesfurcht und Gottesliebe gleich, und es kann nicht die eine sein ohne die andere. Aber doch ist solches zu merken, daß die Liebe höher steht als die Furcht. Und es ist nur in der Liebe Leben, aber nicht in der Furcht. Daher soll jeder seine Furcht von der Liebe gefangennehmen lassen, so wird er leben im Vater, der allein der Herr alles Lebens ist.“
[H. Bd. 1, Kap. 158, 28-29]

Der Herr: „Der Menschen erste Pflicht gegen Gott ist ein freiwilliger Gehorsam, welcher ist eine Frucht der gerechten Gottesfurcht. Erst in diesem Gehorsam werden die Menschen von neuem ausgeboren zu Kindern Gottes und werden in Ihm erkennen und dann erschauen den liebevollsten, heiligen Vater.“
[H. Bd. 1, Kap. 158, 39]

Der Herr: „Wahrlich, wer da noch in aller ängstlichen Ehrfurcht steht vor Mir, der ist auch nicht rein; denn nur ein wankendes, unlauteres und darum schwaches Herz, welches noch nicht eins geworden ist mit Meinem Willen, fürchtet sich vor Mir, dem allmächtig starken, ewigen Gotte! Aber ein Herz, das da in dem allmächtigen Gott in aller Liebewärme den liebevollsten Vater treulichst erkannt hat und Seine große Gnade, das verlernt die Angst und die große Furcht vor Dem, den es nur über alles lieben soll!“
[H. Bd. 2, Kap. 136, 13-14]

Jesus zu bekehrten heidnischen Priesterweibern: „Wenn ihr, Meine lieben Kinder, nun wisset und glaubet, daß Ich der alleinige Gott bin, so ist eure Art, Mir entgegenzukommen, nicht in Ordnung. Eine zu große, schier unbegrenzte, das menschliche Gemüt ganz zerknirschende Ehrfurcht vor einem Gottwesen ist ebenso unangebracht wie eine zu geringe; denn wenn ihr jemanden mit Furcht und Zittern allzu außergewöhnlich hochachtet, so fraget euer Herz, ob ihr ihn wohl auch lieben könnt!? Achtet ihr aber jemanden gar nicht, so werdet ihr ihn auch nicht lieben können. Aber so ihr jemanden wohl erkennet in seinen vielen guten Eigenschaften und Fähigkeiten, so werdet ihr ihn in euren Herzen ganz entzückt bewundern und lieben. Sehet, das ist dann die gerechte Ehrfurcht, die ihr einem Gottwesen schuldet.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 119, 4]

Jesus zu einer in Ehrfurcht vor Seiner Gottheit erstarrten heidnischen Schar: „Fasset euch doch, Kinder! Sehe Ich, ein rechter Vater aller Menschen, denn so fürchterlich aus, daß euch vor Mir nun ein solcher Schauder ergreift!? Seht, Mir ist wohl nichts unmöglich — denn in Mir ist alle Kraft, Macht und Gewalt im Himmel und auf Erden —‚ aber das kann Ich nicht machen, daß Ich nicht das wäre, was Ich bin! Ich bin einmal der, der Ich bin, war und sein werde von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wenn Ich euch nun Meine lieben Kinde nenne, so seid ihr ja völlig ebenbürtig, und wenn ihr nach Meiner Lehre und Meinem Willen lebet und handelt, dann werdet ihr wahrlich nicht minder vollkommen sein wie Ich selbst. Darum lasset fahren eure zu große Ehrfurcht vor Mir; denn wer Mich liebt, der hat nicht not, sich vor Mir zu fürchten! Menschen, welche Gott zu sehr fürchten, haben Ihn noch niemals recht erkannt, und ihr Herz steht noch ferne von Seiner Liebe, und solche zu furchtsamen Kinder stehen auch in der Gefahr, im Glauben und Erkennen irre zu werden, weil ihnen die Furcht den Mut und den Willen schwächt, sich Mir im Herzen zu nahen und dadurch in aller Lebenswahrheit aus Mir erleuchtet zu werden. Darum lasset fahren eure Furcht und fasset Liebe und volles kindliches Vertrauen zu Mir!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 4, 10-11]

Jesus zu überaus ehrfürchtigen Samaritern, die sich für zu unwürdig halten, daß der Herr an ihren Tisch kommt: „Lasset ab von der zu großen Ehrfurcht und nehmet dafür zu in der wahren Liebe zu Mir! Denn Gott den Herrn über alles lieben ist um ein Großes mehr als Gott über alles fürchten. Eine übertriebene Furcht entfernt den Menschen von Gott immer mehr und ist das böse Samenkorn des Heidentums und des völligen Unglaubens. — Mit der Liebe aber nähert sich der Mensch Gott, wird vertraut mit Ihm, sehnt sich nach Ihm und wird stets mehr erfüllt mit dem Geiste Gottes. Denn die zunehmende und zutraulicher werdende Liebe zu Gott ist ja eben der wahre, lebendige Geist Gottes im Menschen und der Geist des ewigen Lebens in der Seele.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 129, 1-3]

Es gibt dergleichen Aussagen JESU in den Neuoffenbarungen noch zahlreiche.

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