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Stier, junger – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

Der Ochs bezeichnet das natürlich Gute. <HG 2781>

Alle Tiere, die je im Wort genannt werden, bedeuten Triebe: böse und unnütze Tiere böse Triebe, hingegen sanfte und nützliche Tiere gute Triebe. Diese Bedeutung kommt von den Vorbildern in der Geisterwelt; denn wenn im Himmel die Rede ist von Trieben, dann werden in der Geisterwelt Tiere vorgebildet, die den derartigen Trieben, von denen die Rede ist, entsprechen, was ich (Swedenborg) auch öfter sehen durfte; und einigemal war ich begierig zu wissen, woher das komme; aber es wurde vernommen, daß das Leben der Tiere nichts anderes sei als Triebe, denn sie folgen ihrem Trieb aus Instinkt ohne Vernunft, und so werden sie von selbst zu ihrem Nutzzweck hingetrieben; für diese vernunftlosen Triebe passen keine anderen Körperformen als solche, in denen sie auf Erden erscheinen; daher kommt es, daß, wenn von bloßen Trieben die Rede ist, deren äußerste Formen den Körperformen solcher Tiere ganz ähnlich erscheinen, denn in anderen Formen können jene Triebe nicht gekleidet werden als in solche, die entsprechen. Durch Ochsen wird das Gute des Natürlichen bezeichnet. <HG 5198>

“Und der dritte Teil der Geschöpfe im Meer, die Seelen hatten, starb” bedeutet, daß dadurch alles lebendige Wißtümliche im natürlichen Menschen zugrunde ging. Dies erhellt aus der Bedeutung von sterben, sofern es heißt, geistig oder in Ansehung des Lebens aus dem Himmel zugrunde gehen; aus der Bedeutung des

dritten Teils, sofern er das Ganze bezeichnet; aus der Bedeutung der Geschöpfe im Meer oder der Fische, sofern sie das Wißtümliche bezeichnen, worüber folgt; und aus der Bedeutung von “Seelen haben”, sofern es heißt, lebendig sein. Daher wird durch: es starb der dritte Teil der Geschöpfe im Meer, die Seelen hatten, bezeichnet, daß dadurch alles lebendige Wißtümliche zugrunde gegangen sei. Unter dem lebendigen Wißtümlichen wird das Wißtümliche verstanden, das von der geistigen Neigung Leben hat, denn diese Neigung gibt den Wahrheiten Leben und daher auch Leben dem Wißtümlichen, denn das Wißtümliche ist der Behälter geistiger Wahrheiten. Daß die Geschöpfe des Meeres, oder die Fische Wißtümliches bedeuten, beruht darauf, daß das Meer den natürlichen Menschen bedeutet, daher bedeuten die Fische im Meer das Wißtümliche selbst, das im natürlichen Menschen ist. Daß die Fische dieses bedeuten, beruht auch auf der Entsprechung; denn die Geister, die nicht in geistigen Wahrheiten sind, sondern nur in natürlichen, die Wißtümliches sind, erscheinen in der geistigen Welt in Meeren, wenn sie von denen, die oben sind, gesehen werden, wie Fische; nämlich die Gedanken, die aus dem Wißtümlichen bei ihnen hervorkommen, sind es, die so erscheinen; denn alle Denkvorstellungen der Engel und Geister verwandeln sich in verschiedene Vorbilder außerhalb ihrer. Wenn in solche, die dem Pflanzenreich angehören, so verwandeln sie sich in Bäume und Gesträuche verschiedener Gattung, wenn aber in solche, die dem Tierreich angehören, so verwandeln sie sich in Tiere der Erde und in Vögel verschiedener Gattung; aber wenn die Gedanken der Engel des Himmel sich als Tiere der Erde darstellen, so verwandeln sie sich in Lämmer, Schafe, Ziegen, junge Stiere, Pferde, Maultiere und in andere dergleichen; wenn aber als Vögel, dann verwandeln sie sich in Turteltauben, Tauben und mehrere Arten von Vögeln, die schön sind. Dagegen die Denkvorstellungen derer, die natürlich sind, und aus bloß Wißtümlichem denken, verwandeln sich in Formen von Fischen. Es erscheinen daher auch wirklich in den Meeren mehrere Arten von Fischen, die auch ich mehrmals sehen durfte. Daher kommt es, daß durch Fische im Wort das Wißtümliche bezeichnet wird, wie in mehreren Stellen im Wort. <EKO 513>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 395 →

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