Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
Sobald der Mensch durch die Aufschließung seines Inneren in den Himmel eingelassen ist und aus demselben Licht empfängt, dann werden ihm dieselben Neigungen mitgeteilt, wie sie die Engel haben, und zugleich auch das Angenehme und Wonnige derselben. Die erste Neigung, die ihm gegeben wird, ist die Neigung zum Wahren, die zweite ist die Neigung zum Guten, und die dritte die Neigung, Frucht zu bringen. Denn wenn der Mensch in den Himmel und in das Licht und in die Wärme desselben eingelassen ist, dann ist er gleich einem Baum, der aus seinem Samen hervorwächst: sein erstes Aufsprossen geschieht durch die Erleuchtung; sein Aufblühen, bevor er Früchte bringt, kommt aus der Liebe zum Wahren, und das Heranwachsen der Frucht aus der Blüte aus der Liebe zum Guten, aber die Vervielfältigung seiner selbst zu neuen Bäumen kommt aus der Neigung Früchte zu bringen. Die Wärme des Himmels oder die Liebe, und das Licht des Himmels oder das Verständnis des Wahren aus dieser Liebe, bringen in den Trägern (oder Organen) des Lebens dasselbe hervor, wie die Wärme und das Licht der Welt in den Trägern des nicht geistigen Lebens. Daß sie gleiches hervorbringen, geschieht durch die Entsprechung. Bei beiden aber tritt das Hervorbringen zur Zeit des Frühlings
ein. Für den Menschen ist die Zeit des Frühlings, wenn er in den Himmel eingeht, was geschieht, wenn sein geistiges Inneres aufgeschlossen wird; vorher ist für ihn Winterszeit. <EKO 942>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 226 →
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