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fühlen – Entsprechungslexikon

Entsprechungslexikon · Zusammenstellung: Franz Kreuzwegerer (1998)

Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen

“Vielleicht möchte mein Vater mich betasten” bedeutet den innersten Grad des Innewerdens. Dies erhellt aus der Bedeutung von betasten und fühlen, sofern es ist das Innerste und Ganze des Innewerdens; und aus der Bedeutung des Vaters, sofern er ist das Gute, hier das Göttliche, weil vom Herrn gehandelt wird. Daß betasten das Innerste und Ganze des Innewerdens ist, kommt daher, weil alles Gefühl sich auf den Tastsinn bezieht, und dasselbe stammt her und hat sein Dasein vom Innewerden; denn das Gefühl ist nichts anderes als ein äußeres Innewerden, und das Innewerden nichts anderes als ein inneres Gefühl. Außerdem bezieht sich alles Gefühl und alles Innewerden, das so verschiedenartig erscheint, auf einen einzigen allgemeinen und allumfassenden Sinn, nämlich auf den Tastsinn. Die verschiedenen Sinnestätigkeiten, als der Geschmack, Geruch, das Gehör und das Gesicht, welches die äußeren Sinne sind, sind nur die Gattungen desselben, die aus dem inneren Gefühl, d.h aus dem Innewerden entspringen. <HG 3528>

Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 227 →

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