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Die Wiedergeburt hat nun begonnen, und diese soll und wird Frieden schaffen

Vaterbriefe Band 3 / Zu Weihnachten, 430. – 25. Dezember 1884

„Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde die hüteten des Nachts ihre Herden, „Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. „Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht u.!“( Luk, 2. 8 – 10.)

Liebe Kinder!

In dieser Erzählung liegt abermals eine geistige Entsprechung für die Zustände, welche im Allgemeinen auf dem Religionsgebiete eingetreten sind, die aber auch in der einzelnen Seele bei ihrer geistigen Wiedergeburt vor sich gehen.

Es waren Hirten in derselben Gegend, wo Ich Jesus, geboren wurde, die hüteten des Nachts ihre Herden. Diese Hirten waren treu in ihrem Berufe; denn sie wachten des Nachts mit sorgsamem Auge, was um sie herum vorging, und weil sie treu waren, so konnten sich die Engel in ihre Nähe begeben, und ihnen die große Freude von Meiner Geburt verkünden. O, wenn doch die Hirten, welchen Seelen anvertraut sind zur Hut, gleichfalls mit solcher Treue ihren Beruf erfüllten, dass auch sie als dazu Berufene sich würdig machen würden, auf dass Meine himmlischen Diener mit ihnen verkehren könnten, und die Freudenbotschaft bald von dieser bald von jener Seele ihnen bringen könnten: „hier in diesem Herzen ist Christus geboren und als Heiland eingezogen!“

Die Zeit ist nun da, in welcher abermals die himmlischen Heerscharen mit ihren Erdenbrüdern einen Lobgesang anstimmen wollen, und ihnen ein „Friede auf Erden“ zurufen; denn ihre Liebe zu Mir und zu ihren Erdenbrüdern drängt sie dazu; hie und da ist ihnen auch schon ein Punkt, als eine unscheinbare Bethlehemshütte gezeigt, welcher sie sich nähern dürfen, und den Seelenhirten, aber nur den wahren, welche betend für ihre anvertrauten Schafe zu Mir kommen, werde Ich teils durch mittelbare Kundgebungen, teils durch unmittelbares Einfließen offenbaren, wie die Seelen immer mehr für Mich zu gewinnen sind. „Und die Klarheit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich sehr“. Solche Seelenhirten, welche also durch Mich dann erleuchtet werden, fühlen ihre gänzliche Ohnmacht, und zagen und fürchten sich; aber diesen wird von ihrer unsichtbaren Umgebung stets wieder Frieden und Trost zugerufen werden, sobald dieselben erschauen,  das Kind Jesus in einem Herzen aufgenommen worden ist, (als Heiland „Imanuel“); denn nun wissen sie ja, dass der wahre Helfer solchen Seelen zu Hilfe kommt; „denn euch ist heute der Heiland geboren, Welcher ist – Christus u. s. w.“

Die Wiedergeburt hat nun begonnen, und diese soll und wird Frieden schaffen und Ruhe. Dieses wahre Geburtsfest Jesu im Menschen ist gleich der Wiedergeburt ein immerwährender Akt, welcher stets von neuem Segen bringt und Wonne, und ist eben also ein wahres Weihnachtsfest für die wiedergeborenen Menschen. Möge solch ein Weihnachten doch bald in der ganzen Menschheit gefeiert werden, damit nicht nur Einzelne die himmlischen Chöre vernehmen, sondern dass ein Friedensgruß der ganzen Menschheit in Wahrheit gebracht werden kann; dazu will Ich ja gerne noch einmal Mich zuerst in einer Bethlehemshütte niederlassen (jetzt geistig), um von dort aus abermals Liebe und Licht den verirrten Hirten und ihre Herden zukommen zu lassen!

Amen!

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