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Vom Nüchternsein

"Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht: daß die alten Männer nüchtern sein sollen, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld" (Titus – Kapitel 2)

"Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen, erdulde die Widrigkeiten, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus!" (2. Timotheus – Kapitel 4)

"So laßt uns auch nicht schlafen wie die anderen, sondern laßt uns wachen und nüchtern sein!" (1. Thessalonicher – Kapitel 5)

"wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil" (1. Thessalonicher – Kapitel 5)

"und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie lebendig gefangen worden sind für seinen Willen" (2. Timotheus – Kapitel 2)

"Nun muß aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, anständig, gastfreundlich, fähig zu lehren" (1. Timotheus – Kapitel 3)

"Frauen sollen ebenfalls ehrbar sein, nicht verleumderisch, sondern nüchtern, treu in allem" (1. Timotheus – Kapitel 3)

"Nüchternheit" bezogen auf das Hungrigsein nach Gottes Wort und dem Freisein für Seine Führung:

"Seid nüchtern zum Gebet!" (1. Petrus – Kapitel 4)

JESUS: "Diese Warnung bezieht sich weniger auf euer äußeres Benehmen, da es jedem Menschen klar sein muß, daß wenn er mit einem Gebete zu Mir kommt, er nicht zuvor durch vieles Essen und Trinken sich dazu unfähig machen darf; euch aber sind größere Winke darin gegeben. "Ihr sollet nüchtern sein, wenn ihr bittet" heißt: ihr sollet das Bedürfnis in euch fühlen von Mir gesättigt zu werden, und eure Wünsche sollen dahin gehen, daß dieselben nach Meinem Willen geordnet werden.
Lernet einsehen wie viel törichtes Zeug ihr oft von Mir verlanget, was euer Verstand ausfindig gemacht hat; darum seid nüchtern und überlasset es Mir, auf welche Art und Weise Ich euch sättigen oder befriedigen will, ehe ihr euch bemühet Worte für Mich zu finden, um dieselben Mir vorzutragen, damit Ich ein Wohlgefallen daran habe, und Mich zur Erfüllung einer Bitte dadurch eher bewegen lassen solle, wobei ihr immer wieder vergesset, daß Ich der allwissende Vater bin, und schon längst beschlossen habe auch das zu geben, was Ich für gut finde.
Euer Gebet soll eine freudige Überzeugung eures Herzens sein, daß ihr einem Vater angehöret, Der stets mit Liebe eurer gedenkt und für euch sorgt. Zu dieser inneren Überzeugung soll euch jedes Vorkommnis in eurem Leben veranlassen, gleichsam im Stillen zu sagen: "Vater es ist von Dir;" jede Freude, jede neue Entdeckung, jede Betrachtung der Natur, jede Wohltat, die der Leib genießt, sowohl durch seine Einrichtung, als durch die Mittel, die ihm zur Erhaltung geboten sind, sollen diese innere Freudigkeit erhöhen, und dann ist der Ausdruck solcher Gefühle im Worte eine Wohltat für euch, wodurch ihr eurem Herzen, wie ihr selbst saget, Luft machet, und das überfüllte Maß desselben zuerst vor Mir ausschüttet, und in gewissen Fällen auch andern mitteilet.
Ebenso auch in den entgegen gesetzten Vorkommnissen als: in Leiden, Krankheiten, Verlusten, schmerzlichen Enttäuschungen, sollet ihr wiederum erkennen, daß euer Vater nur Liebespläne darunter verborgen hat, und das Wort "Vater" in seiner ganzen Bedeutung, als göttlicher himmlischer Vater, Dessen Wesen ihr kennen gelernt habt, soweit es euch Menschenkindern zu erfassen möglich ist, soll euch ermuntern, auch da mit gleicher Liebe, und gleichem Vertrauen zu Mir aufzublicken, als wie zur Zeit, wo ihr mehr Dankgefühl in euch habt. Lasset also nicht ab auch in der Zeit  solch schwerer Aufgabenzeit fest auf euern Vater zu bauen; denn ihr wisset, Er hat Liebe, Weisheit und Macht genug euch beizustehen, daß ihr dieselben mit großem Gewinn für euch durchmachen könnet.
Darum seid nüchtern! Seufzet Mir nicht allerlei Wünsche und Pläne vor, sondern räumet dieselben weg, und wartet in Geduld und freudigem Vertrauen ab, welche Speise Ich wähle, um euer hungerndes Verlangen nach Mir zu stillen; dieses Verlangen ist die wahre Nüchternheit, welche zum Gebet gehört, welches Ich nicht unerhört lasse, sondern wozu Ich Kraft und Macht verleihe, daß ihr eure Wünsche und euer inneres Anliegen Meinem Willen unterordnen könnet"
Aus. Vaterbriefe, Nr. 101. – 9. März 1879 – empfangen von Johanne Ladner

JESUS: "Was Ich bei euch in so verschiedener Weise bewirkte, das geschieht auch jetzt noch mit ganzen Völkern. Auch bei ihnen vertreibe Ich die lärmenden Musikanten, Pfeifer und Trommler, die selbst über Gräbern noch Freudentage anregen möchten. Ich mache die Völker durch Not nüchtern. Ich reiße sie aus dem Wahn heraus, daß die weltliche, nur nach Genuß strebende Sucht das erste sei, was der Mensch suchen müsse. Ich lehre sie – leider durch unangenehme Ereignisse – die Vergänglichkeit weltlichen Eigendünkels, weltlichen Ruhmes und weltlicher Glücksgüter und beweise ihnen nebenbei die ewige Dauer geistiger Schätze." [PH.01_049,10]
Aus: Das Wort Gottes – Die größte Bibliothek göttlicher Offenbarung / Predigten des Herrn / 49. Predigt – Die Erweckung der Tochter des Jairus – Empfangen durch Gottfried Meyerhofer

JESUS zu neubekehrten Freunden in der Stadt Abila: „Seid nüchtern, in allem Guten und Wahren eifrig und in aller Liebe und Geduld tätig, auf daß Mein Geist in euch erstehe und euch zeige im klarsten Lichte die innere Gotteswelt in eurer Seele Herzen; denn darin ist eine für den Außenmenschen unentdeckte, seligste Unendlichkeit verborgen. Nur Ich kenne den Weg dahin und zeige ihn euch; wandelt auf ihm, auf daß ihr in die Gotteswelt in euch selbst gelangen möget!“
Aus: Großes Evangelium Johannes, Bd. 10, Kap. 69, 9

Gott lieben durch den Dienst am Nächsten (3. Mo. 19, 18)! Soll der Dienst geheiligt sein, muß sich jeder selber überwinden, nicht an sich an seinen Vorteil denken, sobald es eine Gottes-, eine Nächstenpflicht erheischt.
Delajah denkt, wenn er früh am Altar steht, er habe Schlaf und Morgentrunk geopfert. Er muß im Frühdienst nüchtern sein. Wie wird das arg verdreht! Nüchtern — und der Magen sei gemeint? Nein! Reinen Herzens an den Altar treten; gern verzeihen; Vergebung auch für sich erflehn. Das bedeutet nüchtern sein. Alles andere ist weltlich und verkehrt.
Wo allein das Äußere beachtet wird, ist es selten mit dem Inneren gepaart. Wo dieses Innere fehlt, geht jenes Äußere irr. Hat das Innere, zumal vom Geiste her, die Vorherrschaft, so kann das Äußerliche großen Segen stiften. Das Geist-Innere läßt sich auch im Äußeren gestalten, was für alle Dinge gültig ist.“
Aus: Das Richteramt / Kap. 7 – Zwei, die sich Gott ergeben; Lehre über Lichtwirkung, Raumparzellen. Empfangen von Anita W.

"Nüchternheit" bezogen auf den Liebe-Ernst:

JEUS: [GEJ.01_167,16] "Laßt euch darum nicht verlocken von den blinden und trügerischen Reizen der Welt, sondern seid allzeit nüchtern und schätzet den Wert der Welt richtig; gebet nicht Gold und Perlen, die ihr nun aus den Himmeln empfangen habt, für die Torheiten der Welt, so werdet ihr untereinander stets Frieden haben und den Himmel vor euch offen sehen! Werdet ihr euch aber wieder von den Reizen der Welt gefangennehmen lassen, so werdet ihr es euch aber auch selbst zuzuschreiben haben, wenn der Himmel sich vor euch fester und fester verschließen wird; und so ihr in große Not gelangen und zum Himmel rufen werdet um Hilfe, da wird euch keine Hilfe werden! Denn es ist nicht möglich, daß jemand, der mit Wohlgefallen in was immer an der Welt hängt, zu gleicher Zeit stehen könnte in der segnenden Verbindung mit dem Himmel.
[GEJ.01_167,17] Denn ein jeder Mensch ist also erschaffen und eingerichtet, daß er Böses und Gutes, Falsches und Wahres nicht in einem Herzen nebeneinander ertragen könnte, entweder das eine oder das andere, aber ewig nie beides zugleich!
[GEJ.01_167,18] Ja, er kann und muß beides erkennen in seinem Verstande; aber im Herzen kann nur entweder das eine oder das andere als Lebensgrund weilen."
Aus: Großes Evangelium Johannes, Band1, Kap.167

JESUS: "Der Weg bin ICH, euer JESUS CHRISTUS. Betrachtet einmal Mein Erdenleben. Blickt es aber nicht mit schwärmerischen Augen an, sondern ganz nüchtern: Mein Leben war selbstlos. ICH besaß kein Eigentum! Ihr seid frei wenn ihr erkannt habt und es auch lebt, daß nichts euer Eigentum ist, daß MIR, JESUS CHRISTUS, alles gehört: euer Mann, euer Weib, eure Kinder, alles gehört MIR. Euer Besitztum gehört MIR, ihr seid nur die Verwalter, die Pfleger, die Erzieher, aber MIR gehört alles. Wenn ihr von allem frei geworden seid, habt ihr keine Sorgen mehr."
Empfangen von Johanna Henzschel Nr. 122, 1. November 1964, Stuttgart Buch 3 – Kundgaben Nr. 86 bis 131 / Wollen und Vollbringen

[BM.01_076,22] Spricht Borem: „Liebster Bruder, vor gar zu großer Neugierde mußt du dein Herz auch verwahren, weil einer solchen Schaugier auch stets heimlich sich eine Schadenfreude beigesellt! Sei daher hier bloß ein weiser Beobachter zum Nutzen deines Geistes; aber die Neugierde lasse beiseite! Denn hier müssen wir im höchsten Grade nüchtern sein, weil hier etwas Höllisches mit unterlaufen wird."
Aus: Bischof Martin, 76. Eingreifen der zwei weißgekleideten Männer

"Nüchternheit" bezogen auf reines Vernunft- und Verstandesdenken:
JESUS: "Der Zeitpunkt ist gekommen, wo außergewöhnliche Erscheinungen den Menschen geboten werden können, ohne sie zwangsmäßig zum Glauben zu veranlassen, denn es ist die Menschheit derart nüchtern denkend geworden, daß sie jegliche Erscheinung, und sei sie noch so sonderbar, wissenschaftlich, d.h. verstandesmäßig, erklärt und also jegliches geistige Einwirken unerforschter Kräfte ableugnet…. Und so gefährden solche Erscheinungen nicht mehr den freien Willen des Menschen…. ja weit eher ist damit zu rechnen, daß diese wissenschaftliche Erklärung bei den Menschen mehr Anklang findet als die, daß die Erscheinung ein Zeichen von oben sei. Und wieder werden nur die Gott-Suchenden, in der Liebe wandelnden Menschen erkennen das sichtbare Wirken der ewigen Gottheit, und es wird daher wiederum ein Gnadenbeweis göttlicher Liebe den Menschen geboten, den nur wenige als solchen erkennen."
Aus: Wolkengebilde am Himmel…. Jesu Leiden und Sterben…. B.Dudde Nr. 1081 vom 04.09.1939, enthalten in Buch 20

JESUS: "Alles, was vor den Augen der Mitmenschen nüchtern und klar in Erscheinung tritt, ist dazu geeignet, auch die Menschen anzusprechen, die noch mitten in der Welt stehen, und gerade diese sollen gewonnen werden, ihre Blicke geistig zu richten. Sie lehnen alles Übersinnliche gern ab, müssen aber doch dazu Stellung nehmen, was ihnen in jener Weise geboten wird…. weil sie eine ungewöhnliche Kraft anerkennen müssen durch die Ergebnisse, die einer strengen Prüfung standhalten. Und wer ernstlich zu prüfen bereit ist, der wird wahrlich einen großen geistigen Segen spüren, denn er kommt nun selbst in den Besitz des Köstlichsten, was auf der Welt ihm geboten werden kann: er kommt in den Besitz der Wahrheit, die nur von Mir als der Ewigen Wahrheit ausgehen kann."
Aus: Vorgang des Wortempfanges…. B.Dudde Nr. 8482 vom 29.04.1963, enthalten in Buch 89

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