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Wachset in der Liebe!

Neue Zugabe.
A.
Neueres.

Empfangen vom Herrn durch J. K. F., am Sonntag den 13. August 1893

Mein liebes Kind, siehe, dein Herz verlangt nach Mir und Meiner Liebe darum eilest du zu Mir, fragend:
„wie kann ich, o lieber Vater, Dir dienen? tue mir kund Deinen allerheiligsten Willen, wie ich am wohlgefälligsten Dir lebe den Tag, der Dein Tag ist! O Herr und liebevollster heiliger Vater, lass du mich Dir leben; Dir dienen, so es Dein heiliger Wille ist, und Du mich würdigest der großen Gnade – Dein Kind und Deine Magd zu sein. Obgleich ich nimmermehr verdienet habe Deine Gnade, so lasse dennoch Du
um Deiner Kinder willen auch heute mich vernehmen Deine Stimme und Dein heiliges Wort; doch allezeit geschehe nur Dein heiliger Wille. Amen!“
So hast du recht gesprochen nun Mein Kind vor Mir und gerne will Ich erhören deine Bitte, und dir geben, wonach verlanget dein Herz, das hungert und dürstet nach Meiner Liebe, und dadurch fähig ist – Mein Wort und Meine Stimme zu vernehmen, die auch heute spricht in väterlicher Weise zu einem jeden Kinde, das mit Ernst Mich sucht, und voll Sehnsucht harret auf Mein Erscheinen; damit ihr fühlet und erkennet, dass Jesus Christus der Herr ist, durch Den allein ihr könnet zum Vater kommen, Der Eines ist in Mir, dem heiligen Geiste, durch den Ich spreche zu euch, als Vater und als Sohn, je nachdem ihr mit Mir eines seid, und Mich im Vater oder Sohne liebet; denn Ich gebe Mich einem Jeglichen nach seiner Liebe und seinem Glauben, und teile die Gaben Meiner Liebe so aus, dass Jedes darin finden kann das, was es suchte; so Ich aber will einem Herzen besonders nahe kommen, da kehre Ich Selbst ein in dasselbe, so Mir geöffnet wird, und rede zu ihm – nach der ihm verständlichen Weise, entweder durch das inwendige lebendige Wort Selbst, oder durch die Erweckung des Geistes zum Verständnis des Wortes, was gleichbedeutend ist; denn Mir steht der nicht näher, der das Wort in sich vernimmt und niederschreibt nach Meinem Willen, als derjenige, der das geschriebene Wort in sich aufnimmt, und darin Mich erkennt, was auch nur der kann, der Mir sein Herz auftut; beide können Mir nur im Befolgen Meiner Lehre ihre Liebe und ihren Glauben beweisen.
Darum strebet vor allem nur darnach, dass ihr erfüllet den Willen des Vaters, den Ich einem Jeden offenbaren will, so er sich ernstlich bemüht – denselben zu erforschen, um sein Leben danach einzurichten. Wohl habe Ich noch einen Weg und ein weiteres Mittel, um dem Herzen eines Kindes recht nahe zu kommen, und das ist das direkte Wort, um das ihr meist Mich bittet, ohne zu bedenken, was es heißt – ein Wort von Mir zu empfangen. Ich will euch ja damit nicht von Mir entfernen, so Ich euch an die Größe und Helligkeit eures Vaters erinnere, o nein, Ich will euch stets Mir näher bringen. Um aber solches zu tun, muss Ich euch lehren, Mich mehr geistig als materiell zu erfassen! und stets eingedenk zu sein, dass Ich nicht nur Vater allein, sondern Gottvater heiße; dessen Macht und Kraft unendlich ist. – Ihr sollet in Ehrfurcht und Liebe Meiner gedenken, und euer Herz und eure Liebe heiligen lassen – durch Meinen heiligen Geist, um den ihr mehr und mehr bitten sollet; denn solange euch Mein Geist nicht völlig durchdringt, seid ihr nicht fähig den Sinn Meiner Worte recht zu fassen, die ja stets nur dem Geiste des Menschen gelten, und nicht nur Einem, sondern allen. –
Wenn ihr daher bittet, so bittet für die ganze Menschheit, nicht nur für Einzelne; denn Ich will, dass allen Menschen geholfen werde, und also sollet auch ihr wollen, und wünschen, dass Allen Mein Licht leuchte, ohne Unterschied.
Nur so werdet ihr stark im Lieben, stark im Hoffen und Vertrauen; und also ausgerüstet kann Ich euch dann senden wie Schafe mitten unter die Wölfe, so es Not tut; denn dann seid ihr stark zu kämpfen für Mein Reich, und Ich kann euch stellen wohin Ich will, und geben was Ich will, aber auch nehmen was Ich will; denn ihr seid Mein, und euer ganzer Reichtum besteht in geistigen Gütern, die euch keine Macht dieser Welt rauben kann, und die ihr von Tag zu Tag mehren sollet, damit ihr habet zu geben – den Dürftigen; nicht Allein für euch sollet ihr sammeln, sondern auch für Die so euch Meine Liebe zuführet, die euch so würdiget – zu speisen die Hungrigen, von dem euch geliehenen Gut, dass es dadurch vermehret werde, und reichlich Segen bringe. Daraus möget ihr entnehmen, dass ihr euch mit stets größerer Liebe Mir nahen sollet, wenn ihr Meiner Liebe würdige Kinder sein und werden wollet. –
Amen!

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