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310.  Sie wecketen Ihn und riefen: „Meister, wir verderben!“

310.
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3. November 1882
 
"Und es kam ein großer Wirbelwind auf den See, und die Wellen überfielen sie und  sie stunden in großer Gefahr; da traten sie zu Ihm, weckten Ihn auf und sprachen: " "Meister, Meister, wir verderben!" da stund Er auf und bedräuete den Wind und die Wogen des Wassers, und es ließ ab und ward eine Stille."
Er aber sprach zu ihnen: "Wo ist euer Glaube?"
-Lukas 8, 23 ff -(Predigt 50)

 
Liebe Kinder!

In dieser Fahrt auf dem See liegt eine Entsprechung für alle Meine Nachfolger, welche sich auf Mein Geheiß oder durch Mein Wort veranlasst fühlen, sich auf das Gebiet der Wahrheit zu begeben, um dort weiter zu kommen; sie beruhigen sich dabei (mit dem Bewußtsein), daß Ich mit ihnen sei, weil sie nach Meinem Willen handeln, und da haben sie den richtigen Glauben.
Aber wenn ein Wirbelwind kommt, d.h. wenn für sie Verhältnisse eintreten, bei welchen sie auch Gefahren ausgesetzt sind, und wenn sie statt Gewinnes, sowohl im Leiblichen als auch im Geistigen mehr Verlust sehen, so werden sie kleingläubig, "Meister wir verderben!" heißt es dann bei ihnen. So lange sie jedoch ihre Zuflucht zu Mir nehmen, bewahre Ich sie vor dem Untergange, weil Ich stets um sie bin mit Meiner Liebe, auch wenn es denselben vorkommt, als ob Ich schliefe auf dem (Lebens-) Schiffe; aber in Wahrheit bin Ich doch bei ihnen und frage Ich dieselben: "Wo ist euer Glaube?" denn wer an Mich glaubt, soll nicht mehr zweifeln, als ob Ich ihn auch nur einen Augenblick verlassen könnte.
Wohl muß Ich oft Mich schlafend stellen, um den Glauben Meiner Nachfolger zu prüfen, ihrer selbst wegen; denn gar zu gerne rühmen sich dieselben mit ihrem gar großen Glauben, während es sich bei Veranlassungen, denselben zu beweisen, herausgestellt, daß sie Mich eigentlich noch gar nicht kennen in Meiner Liebe und Macht, indem sie noch fragen: "Wer ist aber Dieser?"
So ist es auch in der Jetztzeit bei Vielen! Alle Naturereignisse und Wunder werden studiert, um irgendwie eine (natürliche) Ursache solcher Katastrophen herauszufinden, und viele sein wollende Vielwisser mühen sich ab, scheinbare Beweise dafür aufzustellen; sogar solche, welche Mich nebenbei als ihren Gott betrachten, vergessen, daß es nur einen Urheber gibt, auf dem alle Macht und Weisheit beruht, und Dem alle Elemente und alle Kreaturen untertan sind.
Würden sie daher solche Ereignisse als Mittel gebrauchen, auf Meine Größe und Liebe hinzuweisen, so würde für sie und andere der wahre Segen dabei herauskommen; so aber mühen sie sich vergeblich ab, und meistens besteht ihr Lohn in einer Niederlage ihres Ruhmes, weil dann ein anderer sich mehr Anerkennung zu verschaffen weiß usw.
Dieser Aufklärungseifer wird immer mehr sich steigern; aber auch Meine Naturereignisse werden stärker und häufiger werden, bis sie endlich gleich den Ägyptern bekennen müssen: "Hier ist Gottes Finger!"
Darum fürchtet euch nicht! die ihr auf dem Wasser der Wahrheit dem Wirbelwinde ausgesetzt seid, sondern stärket euren Glauben, daß Ich bei euch bin und Sturm und Meer gebieten kann, also die gewaltigsten Predigten Mir Selbst vorbehalten habe.
Lasset andere fragen: "Wer ist aber Dieser?" Damit ihr dann bezeugen könnet, daß Ich es bin, Der schon lange als Vater unter euch weilt!

Amen! Euer Jesus!

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