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„Vom heiligen Geist“

58. – 7. Juli 1878  "Vom heiligen Geist"
 
Meine lieben Kinder!
Der heilige Geist ist es, welcher euch mit Mir verbindet. Seine Wirkungen sind es, durch welche der Mensch inne wird, daß ein höheres Etwas es ist, welches seine Seele mit seinen Leib beeinflußt. Er fühlt es, wenn seine Natur ihn irgend einem Handeln veranlaßt, das ungöttlich oder böse ist, daß ein Widerspruch in ihm stattfindet. Dieser Widerspruch ist die Einwirkung des göttlichen Ichs, denn obgleich Ich dem Menschen den freien Willen gegeben habe, so ist es ihm doch nicht möglich, sich ganz des göttlichen Funkens zu entäußern; auch der böse Mensch hat immer wieder Zeiten, wo ein inneres Anklopfen bei ihm stattfindet, und wenn damit auch nichts weiter erreicht werden kann, er doch unsicher und unruhig gemacht wird.
 
Ganz anders verhält sich`s bei einem Menschen, welcher seinen freien Willen Mir unterzuordnen strebt. Da werden die Einflüsse von Meinem Geist immer mehr verstärkt; ein solcher fühlt sich gehoben im Ausblick und Vertrauen zu Mir. Seine Gedanken sind zu Mir hingewendet, er nimmt alle Hindernisse, welche zwischen Mich und ihn treten, als eine Aufforderung an zu neuem Kampf, weil er weiß, daß ohne Kampf kein Sieg möglich ist, und gewinnt dadurch immer mehr Kräfte, auch seine Seele und seinen Leib seinem göttlichen Einfluß dienstbar zu machen, und somit seine Verwandtschaft mit Mir, gegenüber seinen Mitmenschen, an den Tag zu legen, und er fühlt seine Abhängigkeit von Meinem Geiste (oder von Mir Selbst).
 
Durch dieses Erkennen, welches ist die Erleuchtung des heiligen Geistes, wird das eigene Sein und Wesen, sowohl im Guten als Bösen aufgedeckt, oder der Wille durch das Urteil oder den Verstand bestimmt, zu handeln. Darum müssen Vater und Sohn vorausgehen und belehren, damit der Wille auf das Richtige hingetrieben wird, und der Geist verleiht alsdann seinen Beistand dazu.
 
So ist also zuerst – Vater: Schöpfer, Urheber eures Seins, Sohn: Vermittler und Lehrer, Geist: Ermahner und  Tröster. Das Drei-Wesen getrennt, kann euch nichts nützen um Mein Ebenbild in euch herzustellen.
 
Auch in euch ist das Dreifache nach Meinem Bilde gelegt: das Hervorbringende, das Mitteilende und das Unterscheidende und Erkennende. Amen!

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