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„Wer an Mich glaubt, wird selig werden!“

94. – 19. Januar 1879 "Wer an Mich glaubt, wird selig werden!"
 
Meine lieben Kinder!
Dies sind Meine eigenen Worte, Worte eines wahrhaftigen Vaters, der in Seiner großen Erbarmung immer mehr gibt, als Er in Seinen Versprechungen verheißen hat. Oh, darum glaubet Demselben! denn in diesem freudigen Hoffen liegt schon ein großer Teil Seligkeit, und dieses Hoffen treibt euch an, die Bedingungen einzugehen, welche damit verbunden sind, um selig zu werden.
 
Dieser beseligende Glaube besteht aus drei wichtigen Hauptpunkten, welche sind: daß ihr Mein Wesen, so wie es durch Meine Worte erklärt wurde, anerkennet. Wenn solches der Fall ist und ihr danach tuet, so könnet ihr nicht mehr zweifeln an den Verheißungen, welche an euch erfüllt werden sollen, wenn ihr den Gehorsam damit verbindet, welchen ihr Mir nach der Überzeugung von Meiner Liebe, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Allmacht schuldig seid.
 
Ihr müsset aber auch eurer eigenen (göttlichen) Abstammung fest versichert sein, ihr müsset glauben, daß Ich, als Vater in euch als Meine Kinder die Fähigkeit gelegt habe. Mir ähnlich werden zu können, in allen Meinen göttlichen Eigenschaften, und daß dieses schon hier auf Erden seinen Anfang nehmen muß.
 
Euer ganzes Wesen, euer Körperbau, eure Seele, euer Geist ist dazu eingerichtet, euer Körper ist das Organ, womit ihr eurer Umgebung dienen könnet, und zugleich der Berichterstatter der Seele, welche durch den Geist unterstützt wählt oder will.
 
In diesem Punkte liegt das Geheimnis des freien Willens. Der Geist als göttlicher Natur ist zum Geistigen hingeneigt, darf aber nur beeinflussen, nicht zwingen; der eigentliche Mensch ist Seele und Leib, und des Geistes Aufgabe ist es, diese beiden für sich zu gewinnen, d.h. sie zur Vergeistigung zu bringen. Dadurch entsteht Kampf, weil die Eindrücke der Welt tastbar sind, und der Mensch diese vorzieht.
 
Durch den Sinnengenuß oder Sündenfall wurde der Verkehr mit Mir unterbrochen; Ich ward jetzt ein gefürchteter und unnahbarer Gott; aber Meine Liebe ruhte nicht, Anstalten zu treffen, um diesen innigen Verkehr wieder herzustellen. Deshalb wurde Ich gleichfalls Mensch, und zeigte den  Menschen ihren verlorenen Adel, sie (die Liebe) wurde Vertreterin für die Menschheit, und bat (Meiner Heiligkeit und Gerechtigkeit gegenüber) Meinen göttlichen Einfluß bei den Menschen zu verstärken, und Ich ließ Mich bewegen Meinen heiligen Geist auszugießen, und ihn Denen in reichem Maße zu geben, welche ihre Stellung Mir gegenüber wieder erkannten.
 
Es war darüber auch große Freude im Himmel, weil nun den Engeln erlaubt wurde, von ihrem Einfluß bei den Menschen mehr Gebrauch zu machen, damit so dem Geiste im Menschen es eher möglich werde, Seele und Leib zu vergeistigen, indem die Seele nach den Eindrücken von Außen; letzteres heißt "natürlich"; ersterer Standpunkt heißt "wiedergeboren!"
 
Zuerst seid ihr ins Fleisch geboren; aber dann sollet ihr vergeistigt werden, d.h. eure Wahl oder euer Wille soll sich von den Einflüsterungen Meines Geistes bestimmen lassen. Zu diesem Zwecke hat Meine erbarmende Liebe euch alle Mittel an die Hand gegeben, als Wort, Lehre und Tat oder Beispiel; eure ganze Ausstattung ist dazu befähigt, dem nachzukommen.
 
Jesus hat euch dessen überwiesen, und solches durch Seine Auferstehung bestätigt; Er hat euch gezeigt, daß der Mensch bestimmt ist, Geist, Seele und Leib empor zu  tragen in die Wohnungen des Vaters, was ihm auch gelingt, wenn er schon im irdischen Leben entschieden auf des Vaters Seite tritt, und im Kampfe zwischen geistigem und natürlichem Wollen – Seine erbarmende Liebe um Hilfe ansteht!
 
Darum glaubet an Mich! als euren Gott und Vater, erschienen in Jesu, euch selig zu machen und zu beglücken hier zeitlich und dort ewig!
 
Ich habe euch Mein Wesen kund getan, erforschet nun auch euer eigenes Ich und seine Anlagen, und wenn ihr es erkennet, dann wird euch die Wahl ( des Guten ) nicht schwer werden, damit euer Geist die Oberhand gewinne, oder der Vater in euch! Amen!

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