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Nicht Gnadengaben, sondern der Wandel in Liebe und Licht macht selig -Luk 10-

154. – 11. Januar 1880 "Verhaltensregeln" Nicht Gnadengaben, sondern der Wandel in Liebe und Licht macht selig -Luk 10-
 
Liebe Kinder!
In diesem Kapitel gab Ich Meinen ersten Jüngern die Verhaltensregeln, welche sie beobachten sollten, wenn sie in Meinem Namen ihren Mitmenschen das Evangelium verkünden wollten.
 
Es war damals, wie auch jetzt, ein großes Arbeitsfeld vor ihnen, und wenig Arbeiter gab es, die nach Meinem Willen das Wort verkünden konnten; ich mußte deshalb diese wenigen Jünger mit desto größerer Kraft ausrüsten, und zuvor die größte Verleugnung von ihnen verlangen, damit keine leiblichen Bedürfnisse ihnen hinderlich wurden in Meinem Dienste. Ich sagte ihnen, wo ihr in ein Haus kommet und saget: "Friede sei mit euch!" da bleibet, wenn ihr Frieden fühlet.
 
Meine Jünger sollten gleichfalls durch Liebe ihre Versorgung erhalten, und durch solche Aufnahme wurde ihnen der Beruf erleichtert, weil Ich auf solche Seelen Meinen besonderen Segen lege, wie Ich es in den Worten verheißen habe: "Wer in Meinem Namen solch Jemand aufnimmt, der nimmt Mich auf!"
 
Ich gab ihnen Wunderkräfte, damit sie den ungläubigen Menschen ein faktisches Zeugnis ablegen konnten von der göttlichen Mitwirkung, welche in der Lehre herrscht; aber in diesen Wunderkräften bestand für sie auch die große Gefahr sich über Andere zu erheben in der Meinung, sie seien bevorzugt; darum gab Ich die weiteren Worte: "Freuet euch nicht, daß euch die Geister untertan sind; freuet euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind!"
 
Nun liebe Kinder, diese Worte sind auch für euch von großer Wichtigkeit, sie enthalten die Bestätigung, daß Ich Meinen wahren Kindern die Kraft verleihe, Geister sich untertan zu machen. Diese Fähigkeit liegt in jedem Menschen;
es ist dies ein Teil von der göttlichen Kraft, mit welcher Ich denselben (ursprünglich) ausgestattet habe, und welche sich immer mehr entwickelt in dem Grade, als der Mensch sich bestrebt, Meinem Bilde ähnlicher zu werden.
 
Solche Menschen kommen in engere Verbindung mit Mir, ihre Liebe treibt sie dann an, Andere zu Mir zu ziehen, und Ich verleihe zu solch redlichem Unternehmen ihnen oft wunderbare Kräfte, nachdem Ich ihnen zuvor die Gabe verleihe, die Kinder des Friedens von den Kindern des Hasses zu unterscheiden. Ihr Verkehr wird dadurch ein sicherer, und in ihrer Aufnahme finden sie die Frucht ihres Bemühens. Nun kommt aber für sie die Zeit der Gefahr, sie freuen sich über ihr Gnadengeschenk als über einen Vorzug.
 
Darum Ich euch sage: Leget nicht zuviel Wert auf den Verkehr mit der Geisterwelt, sondern sorget, daß ihr in den Himmel einst kommet; sorget, daß ihr würdig werdet, daß sich euch die Geister des Lichtes und der Liebe mehr nahen können, welche eure geheimen Gedanken durchschauen, so daß ihr vor denselben fliehen würdet, wenn ihr sehen könntet, daß  ihr noch so schwarz vor deren Reinheit dastehet.
 
Darum sorget, daß ihr in den Himmel kommt! d.h. sorget, daß ihr rein werdet, damit der Himmel euch umgeben kann mit seiner Klarheit.
 
So ihr dieses mehr erreicht habt, so werdet ihr den andern Menschen den Beweis liefern, daß eine göttliche Macht in euch herrscht, und ihr werdet so immer tüchtiger zum Verbreiten Meines Wortes werden. Solltet ihr aber eine Antwort nötig haben, weshalb die Geister den Menschen gehorchen müssen, so sie in Meinem Namen behandelt werden, so saget: Ob nicht Gott von Ewigkeit Derselbe ist, Der unveränderlich in Seinen Eigenschaften heilig weise, gerecht ist; darum Er auch zu jeder Zeit, jetzt wie vor 1800 Jahren Seinen wahren Jüngern die gleiche  Kraft verleiht, wenn dieselben ebenso wie damals in Seinem Namen Ihm folgen, und in die Selbstverleugnung eingehen, um Andere durch Mich reich zu machen.
 
So prüfet dieses Kapitel, weil auch ihr Meine Jünger seid, wie viel euch noch fehlt, um euch senden zu können unter die Wölfe; denn die Ernte ist vor der Türe, wo Ich Arbeiter brauche, welche "ohne Gepäck" willenlos folgen. Ich will in jedes Haus, wo ihr eintretet, dann mitziehen, und euch den Dolmetscher machen. Amen! Euer Jesus -Vater!

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