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Kap 23 – Der Reiseprophet; ein, dummer Bauerntrotz

Elias siebente Reise führt über Jerusalem. In Judäa ist er fast nur dem Namen nach bekannt. Er verweilt auch nicht, sondern fragt König Josaphat, ob er seiner Tochter Judith eine Botschaft mitzugeben habe. Gern bedient dieser sich des Gottesmannes; denn obwohl ebenfalls ‚auf beiden Seiten hinkend‘, erkennt er Elia als einen der bisher größten Sendlinge an.

In der von Ruben neu gegründeten Lehrer- und Prophetenkinderschule Jerichos und in der gleichfalls neuen zu Silo, wo der Oberpriester wohnt, kehrt er ein, überall freudigst begrüßt. Er besucht den Handwerker Sumnassa in Ophra, auch den Händler Tusbala in Enon, und andere. Bei Enon überquert er den Jordan und findet ostseits Karawanenanschluß bis Damaskus.

Mit König Benhadad hat er eine ernste Unterredung; doch der Syrier verläßt sich mehr auf seine Bündnisse statt auf Gottes Wort. Eines erreicht der Thisbiter; Judith darf Gott wieder dienen, ebenso die ansässigen Hebräer, doch mit vielerlei Beschränkungen und manchem hohen Zins. Er sagt warnend beim Abschied: „König Benhadad, ich habe Hasael im Auftrag Gottes als deinen Nachfolger gesalbt, und du tust gut, deines Bruders Sohn anzuerkennen. Deine Könige verraten dich; Ethbaal hat sie bestochen.

Wenn du die Schlacht verloren hast, so denke an dies Wort und lasse Judiths Gott ‚deinen Gott‘ wieder werden. Gehe Seiner Stimme nach; ich habe dir von Ihm gekündet, was ein Mensch vom Himmlischen begreifen kann. Denke in deinem Land an meine Brüder und drossele sie nicht, daß dir kein größeres Übel widerfahre als im kommenden Krieg die schwere Niederlage. Besser wäre, du zögest nicht!“ Doch Benhadad ist zu stolz geworden, als sich des Propheten wegen vor den Verbündeten zu entblößen.

Elia sucht die Freunde in Zarpath, Sebulon und Megiddo auf, geht auch nach Samaria, wo er zu Som-Hasads und Reboras großer Freude ein paar Tage rastet. Aber Gottes Geist treibt ihn durch das Land. Jede Gelegenheit nimmt er wahr, Leute um sich zu versammeln. Er lindert Not, und mancher Kranke wird gesund, so er ihn berührt. O, man möchte gern dem reinen Wort des Himmels folgen; doch das Irdische hält die meisten fest. Sie gewinnen es nicht über sich, das Vergängliche des Lebens, ihnen eine Wirklichkeit, mit dem unvergänglichen Sein zu tauschen, von dem noch ‚keiner jemals etwas sah‘. —

Abel-Mehola taucht auf. Wo Elia einst das Unrecht sah, dankt er laut: „Vater, seit Horeb habe ich ein überfließendes Gefäß an Güte und Barmherzigkeit erhalten. Nun salbe Deinen Sohn, damit die arme Herde fernerhin nicht ohne Weide sei.“ „Ich führte dich hierher, Elia“, hört er Gott sagen. „Hole dir Elisa; er ist vom Reich, ein Lichtgeist unter deinem Schwert geboren. Segne Saphats Haus.“ Elia rafft Mantel, Stab und Tasche auf. Da kommt Elisa vom weiten Felde her, mit zwölf Joch Ochsen pflügend. Es sind die nämlichen, einst geretteten. Elias ansichtig werdend, wirft Elisa seinen Knechten das Leitseil zu, eilt hin, verbeugt sich und sagt:

„Endlich kommst du! Vor Tagen rief mich der Herr; da dachte ich an dich.“ „Und du willst folgen?“ „Ja!“ Der Prophet segnet Elisa und hängt ihm seinen Mantel um. „Aber Elia“, wehrt der Jüngere ab, „ich besitze selber einen Mantel. „Einen irdischen, der dir nur irdisch dient. Dieser, von mir bisher getragen, lag in Gottes Hand. Nur mit ihm wirst du Gottes Kraft erfahren.“

„Kehre ein, Elia, daß wir alle deinen Segen haben und laß mich Abschied nehmen.“ „Gott ist gnädig“, sagt Elia sanft. Bald sammeln sich die Leute, auch die fünfzig Baalischen, die fleißig, treu und gläubig wurden. Saphats Weib Pelega dient freudigst dem Propheten und heißt alle Arbeit niederlegen. Saphat läßt das erste Paar der zwölf Joch Ochsen schlachten und dem ganzen Dorf ein frohes Mahl bereiten. Der Segensworte sind es viele, denn in Abel-Mehola werden Gottes heilige Gebote eingehalten. Da sind die Leute fröhlich und singen bei der Arbeit Lieder. Wahrlich, es ist ein Paradies mitten in der armen, glaubensleeren Wüste Israels. — —

Die Propheten wandern. In Jesreel gehen sie zu Naboth ein. Dessen Freude ist zwiespältiger Art; doch setzt er freigebig eine Mahlzeit vor. Elia fragt ihn ernst: „Nun sage mir: wer ist der Herr? Baal oder unser Gott?“ „Ach Elia, natürlich ist unser Gott der Herr. Doch wir leben leider nicht im Himmel, sondern gang natürlich auf der Welt und müssen mit der Weltmacht rechnen.“

„Du bist klug, Naboth, mir an Weisheit mangelt’s dir.“ „Wie meinst du das?“ Der Bauer ist nicht gekränkt, Elia sprach sehr ruhig. Nur schollengebunden löst sich seine Seele schlecht. Naboths älteste Tochter Rebekka, ein hübsches Mädel von zweiundzwanzig Jahren, sitzt in der Stube. Näher kommend und bescheiden fragend, ob sie etwas sagen dürfe, zeigt es sich, daß sie recht logisch denken kann. Elia führt sie freundlich an den Tisch.

„Vater schaut sich jetzt nach jedem ängstlich um, das ganze Haus leidet drunter. Keiner kehrt mehr gerne ein; er jagt einen jeden förmlich fort, kaum daß er einen Trunk genossen hat.“ „Was verstehst du junges Ding von der Gefahr, in der ich schwebe?“ Naboth ist auf seine Tochter augenblicks nicht gut zu sprechen. So eine Larve! Was muß Elia von ihm denken?

„Ich versteh‘ es schon“, entgegnet sie. „Was dir geschieht, trifft die Mutter und uns Kinder. Dir fehlt Vertrauen, und ich möchte dir doch helfen, Vater.“ Zärtlich greift sie nach der großen Hand, die fahrig auf dem Tische liegt. „Du kannst nicht helfen.“ Naboth wendet sich Elia zu: „Ich mache dir keinen Vorwurf; allein, es war nicht gut, die Baalleute in mein Haus zu bringen. Ahab hat schon dreimal meinen Weinberg angefordert. Ich gebe ihn nicht her, er ist meiner Väter Grund und Boden, seit Josua das Land vergab.“

„Vom Blute aus gesehen ehrt es dich, daß du der Väter Erbe achtest“, sagt Elia. „Abraham sollte keinen Weinberg opfern; es ging um seinen einen Sohn. Er war bereit, Gottes Forderung einzulösen.“ „O, vielleicht hat er zuvor geträumt, daß es eine Prüfung sei und er den Sohn behalten dürfe. Streckt aber Ahab seine Hand nach meinem Berg, wird mir bestimmt kein träumen nützen.“

„Vater!“ ruft Rebekka entsetzt, bis in die Lippen bleich. „Kann man ein Land mit seinem Kind vergleichen? Möchtest du mich lieber opfern als den Berg?!“ Tränen quellen aus den schönen Augen. Ihre reine Seele ahnt ja nicht, was gesponnen wird. Die Propheten sehen es. Naboth zittert. Ratlos schaut er umher und sagt schroffer, als es seine Absicht ist: „Geh, laß uns Männer allein!“ Rebekka wirft einen hilfeheischenden Blick auf Elia. Dieser geleitet des Hauses Tochter an die Tür, legt ihr segnend seine Hände auf und sagt: ‚Sei getrost, du stehst unter Gottes Schutz. Selten sah ich, wie Rachel von Megiddo, solch reine Mädchenblüte wie dich. Es ist gut, wenn du jetzt zu deiner Mutter gehst.“

Hernach faßt er den Bauern, der finster vor sich hinbrütet, hart an dessen Schulter an. „Naboth, warum hast du das getan?“ „Was?“ fährt der Befragte hoch. „Kann man was dafür, wenn Gedanken einen überfahren?“ „Nein, Gedanken sind Kräfte, die oft ungerufen kommen und gehen, oft nicht gewünscht und schwer beseitigt. Nur kommt es darauf an, ob man solchem Überfall begegnet, aus Bequemlichkeit ihm ausweicht oder — ihm folgt, weil er verlockende Verheißung ist. Das Letzte tatest du; und darum ist dein Gedanke eine Sünde.“

„Ich — ich habe. . .“ „. . . mit Ahab geredet, ob er nicht dein liebes Kind in seine Dienste möchte, um dir dafür den Weinberg zu belassen!“ Naboth windet sich heraus: „Am Hofe leben viele Mädchen. Es ist eine Ehre, wenn ein Familienglied dort dient.“ „Ich möchte dich verlachen, aber — ich kann nur bitter lachen.“ Schwerer drückt die Hand die Schulter des armseligen Verstandesmenschen.

„Naboth, muß ich dir erst sagen, was du selber weißt? Niemand geht freiwillig an den Hof, außer die Verworfenen, die mit Ahab in der Sünde bleiben über ihren Tod hinaus. Zwar gibt es etliche, die — vorher verlassen am Straßenrande sitzend — vom Räuber aufgelesen wurden, wenn sie ihm gefielen. Und diese Armen trifft auch keine Schuld. Doch deine reine Tochter der Geilheit eines Götzenkönigs auszuliefern, nur um der toten Ahnen totes Erbe zu behalten, ist geistig Wucher. Du wirst es schwer bezahlen müssen!“

„Ahab versprach mir fest, Rebekka nicht anzurühren.“ „Das glaubst du selber nicht! Du hast dein Wissen mit der Gier um Geld bedeckt und meinst: Ich habe das Königswort; geschieht es anders, so bin ich ohne jede Schuld.“ Elia geht hastig auf und ab:. Elisa redet gut zu: „Ich verschenkte meine Berge, könnte ich dafür mein Kind vor dem Verderben retten.“

„Ach ihr Propheten, ihr lebt bloß in den Tag hinein und kennt vom Leben gerade so viel wie ein kleines Kind.“ „Meinst du? Elia hat viel gearbeitet, und ich war als Sohn und Knecht auf meines Vaters großem Hof. Die Räuber kamen auch zu uns.“ „Ah ja, und er beschützte euch! Aber mich — scheint mir — gibt er dem Verderben preis.“ Ein böser Blick fällt auf Elia.

„Du hast eine seltsame Ansicht über mich gewonnen, Naboth. Wäre es nicht Gottes Auftrag, dir aus deiner Nacht herauszuheilen, so verließe ich dein Hans, da du mich beleidigt hast.“ „So war‘s nicht gemeint“, lenkt Nahoth ganz erschrocken ein. Er rechnet mit Elias Wunderkraft. „Wären die vom Baal nicht zu mir hereingekommen, hätte Ahab keinen Anhaltspunkt, mir mein Erbe zu entreißen.“

„Geht es dir ums Weltliche, hilft Gott dir nicht! Denn so bist du Gottlos, ohne Bindung mit Ihm. Kannst du deine Länder mit ins Jenseits nehmen? Es gilt: Hier reich — drüben arm!“ „Meine Tochter ist auch nicht mitzunehmen“, begehrt der Weinbauer auf, zwar mehr aus Trotz. „Allerdings! ‚Der Herr kann sie sogar vor dir holen, weil du solch reines Kind zu haben unwert bist!“ Lastend steht der Satz in Naboths niederer Stube. „Höre, wie es werden wird“, sagt Elia.

„Ahab unterbreitete dein frivoles Angebot der Schlange. Die sagte ‚ja‘, um dich zu täuschen. Sie wird erst den Weinberg nehmen, dann die Tochter, die du nicht mehr schützen kannst. Aber nicht für Ahab, nein — für ihre Baalen!“ „Das glaub‘ ich nicht! Elia, du willst mich schrecken. Der König hält sein Wort.“ „Wohl; und zwar von seiner rechten in die linke Hand hinein. Weiter nicht.“

„Lassen wir das Unerquickliche“, wendet Naboth plötzlich das Gespräch. „Ich muß auf einen Ausweg sinnen, daß Ahab nicht nach meinem Gute greift. Du sagtest, Maggoth käme frei, es würde Gottes Finger gegen Ahab sein. Noch heute schleppt er Steine.“ „Aber gläubig; und bald schlägt seine Stunde. Doch wendest du dich nicht zu Gott, so fällst du in die Grube, die dich nimmer von sich läßt.“

„Du redest viel, Elia. Auch Karmel war ein Schlag ins Wasser. Aus Sidon kamen neue Baalische. Jeder wird gegriffen, der beteiligt war und habe er auch nur ein Wort gesprochen. Das Unrecht blüht im Lande wie das Unkraut nach dem ersten Regen. Ich hatte wirklich Glauben; aber der ist mir vergangen, weil alles nutzlos war. Gibt es einen Gott, — und ich will nicht umhin, an irgend eine Kraft zu glauben —‚ warum blieb der Umschwung ans?“

Hart entgegnet der Prophet: „Das sei dir gesagt, Hebräer! Mehr als neun Zehntel denken so wie du. Euch ist es ganz egal, wenn ihr nur an gute Speise und an viele Münzen denken könnt! Gäbe Gott euch das in Hülle, würdet ihr zum Dank am Sabbat in den Tempel gehen. Etwa würdet ihr sogar den Dank vergessen und nur mit neuen Bitten um noch größeren Gewinn die Heiligkeit des Herrn verletzen!

Erst warst du stolz, weil ausgerechnet dich ein Elia ausersehen hatte, die Baalen zu betreuen. O, das wäre eine Auszeichnung, wenn Karmel mühelos die Freiheit brachte. Wohl, du gibst, Naboth, zählst jedoch genau, damit‘s vom Zehnten nur der Zehnte ist. Wer sich an die Güter dieser Welt verliert, verliert durch sie das Leben seiner Seele, bald oder spät, auf diese oder jene Art. — Hüte dich, Gott läßt Sein nicht spotten! Es ist Sein letzter Ruf an dich. Und merke dir: Rebekka steht von heute an unter meinem Schutz!“

„Hast du ein Recht, mir meine Tochter abzusprechen? Ich verklage dich beim Oberrichter!“ Des Bauern Faust kracht auf den Tisch, daß sein Becher kippt und der Wein die Dielenritzen näßt. „Tue es, und dein Leben rinnt zur Erde wie dein Wein!“ „Du darfst mein Kind nicht rauben!“ „Ich bin kein Räuber, Hebräer, sondern ein Prophet! Rebekka kommt noch heute nach Abel-Mehola“

„Als dein Liebchen, he?“ Die Frage trieft vor Hohn. Elisa breitet, aufspringend, vor Elia den weißen Mantel aus. „Naboth, schäme dich! Gott sandte dir einen Helfer, dich und dein Kind vor schonungslosen Bluthunden zu bewahren, und du hast nicht anderes bereit als nur Verleumdung und dummen Zorn.“ „So? dumm nennst du meinen Zorn? Bist von deinen Ochsen eben weggelaufen und denkst, schon ein Prophet zu sein!“ „Naboth, so lang wie du bist, so dumm bist du. Und das ist noch dein Glück; sonst wäre deine Rede reif für einen Richter. Du siehst das unsinnige Geschwätze ein, aber trotzig und ohne Glauben gehst du jeder guten Sitte aus dem Weg.“

Ohne jede Beherrschung brüllt Naboth wutentbrannt: „Hier bin ich Herr im Hause! Verschwindet schleunigst, hergelaufenes Pack, und bezahlt meinen Wein und das gute Brot! Nicht ich habe euch, sondern ihr habt mich beleidigt, mir die väterliche Autorität über meine Kinder abzusprechen!“ Naboths Weib Simalah lauschte an der Tür. Sie verehrt Elia und hat unter Nahoths unberechenbarem Wesen schwer zu leiden. Nun bricht sie zwischen die Männer ein.

„Mann, ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott: Strecke weder deine Hand noch deine Zunge gegen die Propheten aus, sonst straft dich der Herr!“ „Er hat mich schon gestraft, indem die Streithähne zu mir kamen.“ Kaum ist das Wort entschlüpft, spürt Naboth, daß er zu weit gegangen ist. Doch sein Bauerntrotz läßt keine Bitte der Verzeihung zu. Simalah fällt vor Elia weinend nieder:

„O Elia, ich bin schuldlos an dem Frevel! Naboth hat auch gute Stunden, wo herzliche Liebe uns vereint. Nur wenn ihn sein Dämon befällt, da ist‘s vorbei. Was habe ich schon ausgehalten! Ich weiß um sein Vorhaben und es wundert mich nicht, daß er solches tut; ich kenne schon seit fünfundzwanzig Jahren Licht und Schatten seiner Seele. Hilf, das Kind zu retten!“ In leidenschaftlicher Mutterliebe, mit zornig erhobenen Händen, ruft sie Naboth zu: „Nur über meinen Leib hinweg kannst du Rebekka deiner Habgier opfern; und verflucht sollst du sein, wenn . . .“

„Nicht so, gute Tochter Israels“, fällt Elia der erregten Mutter in das Wort. „Es hat kein Mensch ein Recht zu fluchen, weil er aus sich selber auch kein Segensrecht besitzt. Euere Rebekka geht als Haukind zu Saphats Frau, wo sie bestens aufgehoben ist. Eine große Last wird auf dich fallen, arme Simalah; aber Gottes Gnade wird der größere Anteil an deiner Sorge sein. Verlasse dich auf Ihn, auf den HEILAND von Israel.

Du aber“, wendet sich der Thisbiter dem Wirte zu, „hast Gottes Gerechtigkeit herausgefordert; besser wäre dir, du vertrautest Seiner Gnade. Der Berg hat dich verwirrt! Weil du finstere Gedanken hegst, dein unschuldiges Kind für ein Stück Land in des Leibes und der Seele Tod zu geben, wenn nur du gerettet bist, darum geht der Herr an dir vorbei! Es liegt an dir, Ihn zu suchen und — zu finden. Dafür aber bleibt dir wenig Zeit. — Elisa, bezahle unsre Schuld, und dann wollen wir den Staub von unsern Füßen schütteln.“

Elisa legt zwei Münzen auf des Tisches Kante, während Elia die Hausfrau an der Pforte segnet. Noch schaut er sich einmal um, noch wartet er Augenblicke, ob Naboth nicht zur Einsicht käme. Und wäre er zu stolz, um es zu zeigen, gern übersähe Elia diesen dummen Stolz des Mannes, weil allzu menschlich. Doch Naboth hat sich in seine fixe Idee verrannt; und die Idee ist sein Dämon.

Betrübten Herzens verlassen die Propheten Jesreel.

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