Der Evangelist Johannes: „Aus den Himmeln kann keine Kunde völlig enthüllt zu den Menschen auf der Erde gelangen, sondern allzeit ist jede Kunde mit einer Hülse umschlossen. Denn ohne eine solche Umschließung könnte keine Kunde aus den Himmeln, welche reingeistig ist, zu den Menschen gelangen, so wenig wie jemand von euch imstande wäre, den für den Leib tauglichen ätherischen Nahrungsstoff ohne Beigabe gröberer Materie in sich aufzunehmen.“
[GS. Bd. 2, Kap. 15, 3]
Jesus: „Es ist ganz löblich, sich in der Natur ein wenig umzusehen — denn sie ist ein großes Buch, geschrieben von der allmächtigen Hand Gottes, und gibt jedem biederen Forscher die schönsten Beweise von der Liebe, Weisheit und Macht Gottes, des Schöpfers und Vaters im Himmel. Aber ein zu erpichter Forscher kann bei seinen zu emsigen Forschungen auch leicht auf Irrwege geraten, auf denen er von Gott ganz abkommt und am Ende alles Werden und Sein allein von den blinden und stummen Kräften der Natur ableitet.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 251, 6]
Jesus: „Eine reine und wohlbegründete Erkenntnis der Erde und des gestirnten Himmels in allen ihren Erscheinungen dient einem reinen Gemüt zur rechten Erkenntnis Gottes, ohne die für den Menschen kein wahres Heil zu erwarten ist. Denn nur jene, die Gott wahrhaft erkennen, kommen zu Gott.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 233, 3]
Jesus: „Wer mich wahrhaft liebend in seine Seele aufgenommen hat, aber nicht nur gläubig dem vernommenen Worte, sondern vollkommen der Tat nach, zu dem werde ich allezeit im Geiste kommen, Mich ihm offenbaren und ihn erleuchten wie die hell aufgehende Sonne die finsteren Gefilde der Erde. Mit einem inneren geistigen Blick wird er mehr vom tiefsten Grunde aus erkennen als durch das alleinige Lesen in tausend Jahren.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 124, 7-8]
Jesus: „Wer an Mich glaubt, Mich liebt und Mein leichtes Gebot der reinen Liebe hält, der erkennt Mich auch im vollen Lichte seines Herzens als den Vater! Und zu ihm werde Ich selbst allezeit kommen und Mich ihm offenbaren, ihn lehren und führen; und Ich werde seinem Willen Kraft verleihen, so daß ihm im Notfalle alle Elemente gehorchen sollen.“
[Ev. Bd. 3, Kap. 225, 8]
Ein bekehrter Schriftgelehrter zu einem heidnischen Priesterweib: „Den von dir verlangten Gottesbeweis kann dir niemand anders geben als du allein dir selbst, — auch Gott nicht. Denn dieser Gottesbeweis muß erst durch die Tätigkeit nach dem geoffenbarten Willen Gottes in dir selbst wach werden.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 110, 12]
Eine fortgeschrittene, erleuchtete Seele im Jenseits zu einem hartnäckigen Zweifler, der Beweise für die Gottheit Jesu verlangt: „Solange es dir dein eigenes Herz durch den Geist der Liebe nicht sagt: Dieser ist es! — solange nützen dir auch alle Beweise nichts! Sagt es dir aber dein Herz: Dieser ist es! — dann bedarfst du keines anderen Beweises. Wer Jesum erkennen will, der muß Ihn lieben. Wer aber Jesum liebt, der hat ihn auch lebendig in sich. Und das ist eben der alleinige Beweis, durch den jedermann Christum ehestens und ohne Zweifel erkennen kann!“
[Rbl. Bd. 2, Kap. 221, 6]
Der Erzengel Raphael zu indischen Magiern: „Gott ähnlich werden heißt: Werdet voll Liebe gegen eure Mitmenschen, und euer Herz sei voll Demut, Sanftmut, Geduld und Erbarmung gegen jedermann, so wird sich Gott auch euer erbarmen und sich von euch finden lassen. — So ihr Gott nur in der Wahrheit allein sucht, werdet ihr Ihm wohl nahekommen, aber Sein eigentliches Wesen nicht erschauen und begreifen!“
[Ev. Bd. 7, Kap. 100, 4-5]
Jesus: „Wer Mich sucht in Meinen Werken und Zeichen, der hat eine sehr schwere und mühevolle Arbeit und wird leicht erlahmen unter der großen Bürde; wer aber sucht in der Liebe, der wird Mich als die Kraft alles Lebens in sich bald und leicht finden. Und hat er Mich gefunden, dann hat er auch schon alles gefunden: das ewige Leben und dessen Macht, Kraft und Weisheit.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 214, 10]
Jesus: „Leset die zahlreichen Bücher und Schriften der Ägypter mit allem Fleiße durch, und ihr werdet als außerordentliche Vielwisser in euerm Heimatland gelten; aber deshalb wird euer innerer Geist noch lange nicht eins werden mit eurer Seele, und ihr werdet von dem Wesen Gottes, von euerm Geiste und von dem Fortleben der Seele ebensowenig wissen wie bisher! Darum suchet vor allem euer Lebensgefühl nach Meiner Lehre zu bilden und zu stärken, fühlet mit dem Armen seine Not und lindert sie nach euren Kräften, tröstet die Traurigen, bekleidet die Nackten, speiset die Hungrigen, helfet den Kranken, erlöset die Gefangenen, und den Armen im Geiste prediget Mein Evangelium, — das wird in die Himmel erheben euer Gefühl, euer Gemüt, und eure Seele wird auf diesem wahren Lebenswege bald und leicht mit ihrem Geiste aus Gott eins und dadurch auch all Seiner Weisheit und Macht teilhaftig werden.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 150, 12 und 14]
Jesus: „Wer mich in der Folge, wenn Ich wieder in Meine Himmel zurückgekehrt bin, wahrhaft finden, sehen und sprechen will, der wird Mich nicht in der Welt oder in gewissen Häusern, Tempeln und Kammern, sondern in seinem Herzen suchen müssen; und wer Mich so suchen wird, der wird Mich auch finden!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 54, 5]
Jesus zu zwei weltweisen, lichtsuchenden Griechen: „Den Willen des einen, allein wahren und ewig aus Seiner Macht lebendigen Gottes und Vaters der Menschen könnet ihr aus den Büchern Mosis und der Propheten kennenlernen. Wenn ihr nach den zehn Geboten Mosis treu lebet, so wird der Geist Gottes euch durchdringen und erleuchten. In solchem Lichte werdet ihr dann den einen, allein wahren Gott nicht nur erkennen und über alles lieben, sondern er wird sich dann auch selbst euch offenbaren und euch in alle Weisheit und Macht erheben. Dann werdet ihr auch lichtvollst innewerden, daß dieser Gott derselbe ist, der sich zu allen Zeiten jenen Menschen treulichst offenbarte, die völlig nach Seinem Willen lebten und handelten.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 157, 10-11]
Der Herr zu einem erschütterten, reumütigen Verstandesmenschen: „Die durch eine Wundertat erweckte Erkenntnis Gottes ist euch nur ein Gericht zum Tode; wenn ihr Mich aber werdet in der Liebe eures Herzens erkannt haben, dann erst wird euch Meine Erkenntnis zum Leben gereichen!“
[H. Bd. 1, Kap. 176, 32]
Jesus im Geisterreich zu dem hadernden einstigen Bischof Martin: „Du hattest doch das Evangelium, die erhabenste Lehre Jesu, als die Hauptlebensschule, — warum versuchtest du denn nicht, auch nur einen Text praktisch anzuwenden, auf daß du erfahren hättest, von wem diese Lehre ist? Heißt es nicht darin: Wer Mein Wort hört und danach lebt, der ist es, der Mich liebt, zu dem werde Ich kommen und Mich ihm selbst offenbaren?!“
[BM. Kap. 21, 12-13]
Der Herr: „Zu wem Ich käme und bliebe bei ihm, der würde von Mir verschlungen; denn das Feuer Meiner Liebe ist zu unendlich, als daß es zu ertragen imstande wäre ein noch sterbliches Wesen! Wenn aber jemand frei zu Mir kommt, nachdem er Mich gesucht hat in seinem Herzen, der hat sich dadurch gefestet und ist stark geworden, weshalb Ich ihn dann aufnehmen kann und werde zur ewigen Anschauung Meiner Unendlichkeit und zum ewigen freien Genuß der Ausflüsse Meiner Liebe und Gnade!“
[H. Bd. 1, Kap. 142, 17]
Der Herr: „Siehe, mit Kindern rede Ich kindlich, mit Männern als Mann, mit Herren als Herr, mit Fürsten als Gott, mit allen Höheren als der Allerhöchste, mit Machthabern als der Mächtigste und mit den Sündern als Hirt und Richter. So rede Ich mit jedem nach seiner Art als ein Gott. Aber mit dem in aller Demut Liebenden rede Ich als Vater und Bruder.“
[Hi. Bd. 1, S. 27, 3]
Der Herr: „Die auf die Erziehung des Menschen zu einem freien, selbständigen Wesen sich stützende Notwendigkeit einer göttlichen Offenbarung ist der erste, grundsätzliche Beweis für die Echtheit einer solchen Offenbarung. Das stärkste Kriterium ihrer Echtheit liegt im Handeln danach. Wer da gewissenhaft einer erkannten Offenbarung getreu lebt, der wird zur inneren Freiheit seines Geistes gelangen, ob er Jude, Türke, Brahmane oder Christ ist. Also steht es auch geschrieben: Wer da tun wird nach Meinen Worten, der wird es erkennen, ob sie von Gott, oder ob sie vom Menschen sind.“
[Hi. Bd. II, S. 269, 7-9]
Jesus: „Ich werde auch in künftigen Zeiten hie und da unter den wahren Bekennern Meines Namens Männer und Mägde erwecken, denen alle Geheimnisse der Himmel und der Welten eröffnet werden durch ihr liebevolles Herz. Diese Erweckten werden im Schauen sein und eine große Freude haben!“
[Ev. Bd. 4, Kap. 109, 12-13]
Jesus: „Gott hat allezeit unter allen Völkern nach ihrem Bedürfnis weise Männer erweckt, die den Menschen gute Gesetze gaben und ihnen gesagt haben, daß es einen Gott gibt, der alles erschaffen hat, erhält und regiert. Sie lehrten die Menschen auch, daß Gott diejenigen, die Seine Gesetze befolgen, belohnen, die Widersacher aber züchtigen werde diesseits und jenseits, weil die Seele des Menschen nach dem Tode des Leibes in der Welt der Geister fortlebe und nach ihrem Tun gerichtet werde. — Siehe solche Kunde hat jedes Volk erhalten, und wenn es diese zu vergessen beginnt, so wird es von neuem daran erinnert durch abermals erweckte weise Männer und stets auch durch das eigene Gewissen.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 17, 3-4]
Jesus: „Es wird sich dereinst vor Mir kein unbußfertiger Sünder entschuldigen können, da es einem jeden Menschen von Mir gegeben ist, die Wahrheit und ihr Gutes zu erkennen, dem Heiden durch die Erkenntnis der Dinge und Verhältnisse im Reiche der Natur und dem Juden auf dem Wege der außerordentlichen Offenbarung.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 210, 15]
Jesus angesichts einer zu Ihm drängenden, lichtsuchenden heidnischen Volksmenge: „Lasset sie alle zu Mir kommen, die da mühselig und mit Nacht belastet sind, Ich will sie erquicken. Die zu Mir wollen, denen soll die Tür aufgetan werden, und sie werden in Mir Den finden, den sie lange vergeblich suchten und mit all ihrer Weitweisheit nicht finden konnten. Wo Ich bin, da gibt es Raum für jeden, der Mich liebt und sucht!“
[Ev. Bd. 10, Kap. 88, 6]
Der Herr: „Wer etwas von Gott erfahren möchte, der wende sich an einen, der da ist wohlverständigen Herzens, d.h. der allzeit in sich vernimmt die Stimme der ewigen Liebe!“
[H. Bd. 1, Kap. 98, 7]
NEUOFFENBARUNG