Die selige Chinesin Chanchah preist in feuriger Liebe die himmlische Gestalt, den erhabenen Blick und die milde Stimme des von ihr noch unerkannten Herrn Jesus.
[BM. Kap. 95, 3-11]
Die von dem Pflegevater Joseph zu Hilfe gerufene Wehmutter verkündet: „Großes ist widerfahren am heutigen Tage meiner Seele! Ich habe heute morgen ein wunderbarstes Gesicht gehabt, in dem alles sich so gestaltete, wie ich es jetzt in Wirklichkeit sehe! Darum sage ich nun: Israel ist ein großes Heil widerfahren! Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not! O Joseph, du Glücklicher, hier ist mehr denn Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Elias!“
[Jug. Kap. 16, 2, 3, 6, 7]
Die Wehmutter, nachdem sie das neugeborene Kindlein in der Höhle zu Bethlehem und seine junge Mutter erschaut hatte, verkündet: „Wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird! — Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum geborenes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!? Das bezeugt ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe und nicht nach dem Gesetz! — Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau! Es ist alles in der größten Ordnung, darum laß mich aus der Höhle treten; denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die heilige Nähe meines und deines Gottes zu ertragen!“
[Jug. Kap. 16, 9-13]
Nach einer tiefweißen Rede des Jesuskindleins bekennt der röm. Stadthalter Cyrenius die Gottheitsfülle in diesem Kinde. Joseph aber verweist darauf, daß Gott auch durch viele Propheten in der ‚Ichform‘ gesprochen habe, und erkennt in dem Jesuskinde nur einen ‚Sohn Gottes‘ und einen künftigen großen Propheten. Das Kindlein verweist danach ausdrücklich auf eine die Gottheit in Ihm Weissagung des Propheten Jesajas und bestätigt die Überzeugung des Cyrenius. Da stimmt auch Joseph Ihm bei, empfiehlt jedoch dem Cyrenius tiefes Schweigen.
[Jug. Kap. 153, 3-28]
Der riesenstarke, liebreiche Fischer Jonatha, nachdem ihn Joseph in Kürze über das göttliche Wesen des Jesuskindleins aufgeklärt hatte, sprach am Ende seines langen Gebetes: „O du Seligkeit der Seligkeiten! Mein Gott, mein Schöpfer hat mich besucht! Ich habe Ihn, der alle Welt und alle Himmel trägt, auf meinen Armen getragen! O du endlose Gnade der Gnade! O Erde, bist du wohl wert solcher Gnade?! Ja, jetzt verstehe ich die Worte des Gotteskindes: ‚Mehr als eine Welt hast du getragen!“
[Jug. Kap. 166, 21-22]
Zeugnis eines rechten, demütigen und liebevollen Lehrers in Nazareth über den achtjährigen Knaben Jesus, der ohne Unterricht aus dem Propheten Daniel vorgelesen und diesen Text weise erklärt hat: „O Herr, sei mir armem Sünder gnädig und barmherzig; denn dieser Knabe ist kein irdischer Mensch! O, Bruder Joseph, jetzt begreife ich es klar, warum mit diesem Knaben kein Lehrer es auszuhalten vermag! Der Knabe versteht ja mehr als alle Lehrer zusammen auf der ganzen Erde!“
[Jug. Kap. 295, 19-21]
Ein Nachbar des Pflegevaters Joseph: „Ich habe seit der Kindheit deines Sohnes Jesus an ihm oft manches Wunderbare beobachtet, besonders wenn er ganz allein war, da spielte er mit den Elementen und Kräften der Natur. Vor den Augen der Menschen aber ließ er von seiner inneren Fähigkeit seit etwa acht Jahren nichts mehr merken und arbeitete wie ein anderer Mensch. Ich beobachtete ihn, wie er einmal ganz allein einen 5-600 Jahre alten Eichbaum fällte. Unsereiner hätte damit wohl einige Tage zu tun gehabt, er aber setzte kaum die Axt an die Wurzel, und der Baum fiel.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 226, 7-8]
Der Dorfvorsteher Barnabe berichtet von dem Auftreten des zwölfjährigen Jesus im Tempel zu Jerusalem und sagt unter anderem: „Vor ungefähr zwanzig Jahren war ich zu Jerusalem noch Levite. Da begab es sich einmal, daß bei der Prüfung der zwölfjährigen Knaben ein Knabe namens Jesus aus Nazareth in Galiläa uns vorgeführt ward. Dieser Knabe wußte schon damals mehr denn alle Templer zusammen, und er war eigentlich der Hauptgrund, warum ich bald darauf den Tempel für alle Zeiten verließ. — Ich muß aber dazu noch offen bekennen, daß Du (zu Jesus), Meister der Meister, mit jenem wahrsten Wunderknaben — namentlich im Gesicht — eine außerordentliche Ähnlichkeit hast. Jener denkwürdige Knabe hat uns drei Tage hindurch im Tempel haarklein bewiesen, daß er selbst der verheißene Messias sei. Ich war damals ein Gegner von ihm; aber es dauerte gar nicht lange, da wurden mir die Behauptungen jenes Knaben immer einleuchtender, dafür aber der Tempel von Tag zu Tag widerwärtiger und unerträglicher!“
[Ev. Bd. 5, Kap. 263, 5-8]
Zeugnis des Lazarus von Bethanien über das dreitägige Verweilen des zwölfjährigen Jesus im Tempel und dessen aufsehenerregende Weisheit.
[Ev. Bd. 8, Kap. 6, 13]
Ein römischer Richter zu den Oberpriestern im Tempel zu Jerusalem, die den Jesusknaben, ihren kühnen Ankläger, mit dem Tode bedrohen: „Dieser Knabe befindet sich in meinem Schutze, und ich erteile ihm nun das volle Recht, euch mit allerlei Fragen zu plagen, und ich werde nicht von seiner Seite weichen; denn in seinem Kopf und Gemüt steckt mehr der kerngesundesten Weisheit als in euch allen und in eurem ganzen Heiligtum!“
[Dr. T. Kap. 8, 13]
Der wohlgesinnte Richter und Vertreter Roms bei der dreitägigen Aussprache des Jesusknaben mit der Tempelpriesterschaft ließ es sich nach Aufhebung der Sitzung im Tempel nicht nehmen, Jesus und Seine Eltern in seinen Palast einzuladen. Er bat den göttlichen Knaben, Er möge sein Weib und seine Kinder segnen, und sagte darauf: „Nun ist meinem Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein Haus heimgesucht und gesegnet!“
[Dr. T. Kap. 32, 9-10]
Von der wunderbaren Heilung eines Tollwütigen überzeugte Pharisäer und Schriftgelehrte preisen Jesus: „Dieser Mensch tut Dinge, die noch kein großer Prophet getan hat! Es gibt keine Krankheit, die Er nicht zu heilen imstande wäre, und keinen Toten im Grabe, den Er nicht zurückzurufen vermöchte ins Leben! Ist das doch ein Mensch, wie die Erde noch nie einen ähnlichen getragen hat!“
[Ev. Bd. 2, Kap. 67, 24]
Ein griechischer Wirt, der für Seinen blind geborenen Sohn um Heilung bittet, bezeugt sein tiefes Vertrauen zu Jesus mit den Worten: „Es liegt in Deinen Augen etwas so Entschiedenes, daß sie mir sagen: ‚Aus diesem Mund kam noch nie ein lügenhaftes Wort!‘.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 253, 13]
Einige murrende Hauptjünger Jesu: „Es ist mit unserem Herrn und Meister oft doch sonderbar! Dann und wann spricht und handelt Er ganz als der alleinige Herr Himmels und der Erde; dann und wann ist Er aber wieder ganz Mensch und läßt von Seiner Göttlichkeit nichts merken!“
[Ev. Bd. 2, Kap. 187, 8]
Verstockte Pharisäer ereifern sich über den Herrn: „Dieser Jesus von Nazareth soll der verheißene Messias sein?! Wie ist er doch ein Fresser und Vollsäufer samt seinen Jüngern! Dazu aber wissen wir noch, daß er mit Zöllnern, Heiden und anderen Sündern umgeht und das Brot mit ungewaschenen Händen ißt! Und so mag er noch so viele Wunder wirken, es wird dennoch kein wahrer Schriftgelehrter und Pharisäer an ihn glauben!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 67, 23-24]
Lazarus zu einer Gesellschaft vornehmer Römer, die Auskunft über Jesus wünschen: „Er, Jesus, geht denen gerne zu, die redlichen Sinnes und wahrhaft guten Willens sind. Doch die Verräter haßt Er, ihrer verwerflichen Bosheit willen. — Er ist so mächtig, daß im Augenblick geschieht, was Er will. Wollte Er, daß diese ganze Erde nicht mehr bestehe, so wäre sie schon nicht mehr da! Darum fürchtet Er keinen Feind; aber Er ist ihm auch kein Gegenfeind, weil Er ja den Menschen nichts so sehr ans Herz legt als die gegenseitige Liebe. So sind ihm die argen Menschenfeinde ein Greuel, und wehe dem, den Sein gerechter Zorn ergreift! Kurz, Er ist der weiseste, beste und mächtigste Gottmensch auf der ganzen Erde!“
[Ev. Bd. 6, Kap. 183, 10]
Der Nubierführer Oubratouvishar zu den Seinen: „Sehet! — An dem großen Tische dort in der Mitte sitzt, mit rosenrotem Leibrock und einem blauen Faltenmantel angetan, über dessen Schultern reiches, goldblondes Haar wallt, nicht nur höchst gottgeistig, sondern auch körperlich das allerhöchste Gottwesen!“
[Ev. Bd. 4, Kap. 194, 2, Kap. 187, 6]
Der römische Oberste Kornelius erinnert sich an Einzelheiten bei der Geburt Jesu in Bethlehem und sagt: „Herr, daß Du eingingest unter meines Hauses Dach, dessen kann ich nie wert sein! Denn Du allein bist ja Derjenige, von dem der große Judenkönig David geweissagt hat: ‚Machet die Tore weit und die Türen hoch, auf daß der König der Ehren einziehe! Wer ist der König der Ehren? Es ist der Herr Zebaoth, mächtig im Streite!‘ (Psalm 24, 7-8).“
[Ev. Bd. 3, Kap. 179, 2-5]
Zeugnis des klugen, welterfahrenen Römers Agrikola über Jesus: „Wahrlich, Du bist ein Gott! Denn wärest Du nur ein Mensch, nimmer könntest Du so weise reden! Du redest über die Geheimnisse des Lebens nicht wie ein gewöhnlicher, vernünftiger Mensch über ein kunst- und prachtvolles Gebäude, sondern Du redest wie ein Baumeister, der das Gebäude von Grund aus selbst gebaut hat. Und darum heißt es, sich bei Deinen Reden wohl zusammennehmen und sie ordentlich von Punkt zu Punkt fassen und begreifen, wenn man daraus für sein Leben den wahren Nutzen ziehen will.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 205, 1]
Der römische Oberstatthalter Cyrenius zeugt im hohen Alter von der wunderbaren Geburt des göttlichen Heilandes Jesus, von der Errettung des himmlischen Kindes vor der Verfolgung des Königs Herodes und bekennt, daß er, Cyrenius, nun sein greises Haupt in tiefster Ehrfurcht und Liebe vor der in Jesus wohnenden Gottheit beuge.
[Ev. Bd. 5, Kap. 149, 1-6]
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