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Versenkung und Selbstbeschauung

GrEv I/224 — DER HERR: "Wahrlich, Ich sage euch: Nichts ist dem Menschen heilsamer als eine zeitweilige innere Selbstbeschauung! Wer sich und seine Kräfte erforschen will, der muß sich zu öfteren Malen selbst erforschen und innerlich beschauen. … Es wissen aber einige nicht, wie sie es mit der innern Selbstbeschauung anfangen sollen. So höret denn!

Ruhet und denket im stillen lebendig nach über euer Tun und Lassen, über den euch wohlbekannten Willen Gottes, und ob ihr demselben nachgekommen seid zu den verschiedenen Zeiten eures Lebens — so habt ihr euch innerlich selbst beschaut und dadurch stets mehr und mehr dem Eindringen des Satans in euch den Weg erschwert. Dieser sucht nichts emsiger, als durch allerlei äußere, nichtssagende Gaukeleien den Menschen an seiner inneren Sichselbstbeschauung zu verhindern. Denn hat der Mensch einmal durch Übung eine Fertigkeit in der Beschauung seines Innern erreicht, so findet er in sich auch leicht und bald, welche Fallen ihm der Satan gelegt hat, und kann dann diese weidlichst zerstören und zunichte machen und aller künftigen Arglist des Feindes vorbauen.

Nun wisset ihr, worin die innere Sichselbstbeschauung besteht, Machet darum von nun an öfter eine solche Übung im stillen und lasset euch durch keine äußere Erscheinung stören!"

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