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Worte bei einem Besuche

Auch du, Meine liebe Tochter, scheuest dich nicht, unter solch Geringen zu suchen; der Stern hat es dir angezeigt, welcher in deinem Herzen leuchtet, daß Wahrheit auch in der Hütte ebensogut zu finden ist, oder meistens eher in den Hütten als in den Palästen; darum lege Ich Meinen Segen auf diese Reife, und versichere dich Meiner Vaterliebe, welche stets Gedanken des Heils für dich birgt. Trage mutig, was Ich für gut finde dir aufzuerlegen, doch dabei gedenke an Mein Gleichnis vom unverschämten Bettler, und gib dich ganz Mir hin; Ich sehe ja ohnedies in dein Herz.; wenn es klagt und trauert, ist es ebensogut noch mit Mir verbunden, und schon oft ist eine Seele durch dieses Klagen und Bitten inniger noch mit Mir verbunden worden; denn wo Ich Hilfe angedeihen lassen will, da soll dieselbe auf die Bitte erfolgen; also sei nicht zu strenge gegen dich selbst, als ob du willenlos tragen solltest, sondern komme nur, so oft du willst, um Abhilfe zu Mir; denn Leiden und Beten bringt wahre Frucht, das Leiden ohne Gebet ist nichts nütze, denn Leiden solle Gebet bewirken; Ich rufe heutzutage noch Allen zu:  „Kommet her zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, auf daß ich euch (stets von Neuem) erquicke!“ So ziehe hin zu denen, die du lieb hast, und komme stets von Neuem für sie, Ich will als treuer Vater Mich an euch beweisen als euer Vater Jesus.

J. Ladner, Vaterbriefe, Band 3, 47

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