Lexikonübersicht · Quellen und Abkürzungen
“Und ich will dich daselbst versorgen” bedeutet den fortwährenden Einfluß des geistigen Lebens vom inneren Himmlischen her. Dies erhellt aus der Bedeutung von versorgen, wenn es von Joseph gesagt wird, durch den das innere Himmlische vorgebildet wird, insofern es das Einfließen des geistigen Lebens vom inneren Himmlischen aus bezeichnet. Die Versorgung im geistigen Sinn ist nichts anderes als der Einfluß des Guten und Wahren durch den Himmel vom Herrn. Durch diesen werden die Engel erhalten, und durch ihn wird auch die Seele des Menschen erhalten, d.h. sein innerer Mensch. Dieser Versorgung entspricht die Erhaltung des äußeren Menschen durch Speise und Trank, darum wird durch Speise das Gute bezeichnet und durch Trank das Wahre. Die Entsprechung ist auch wirklich von der Art, daß, wenn der Mensch die Speise genießt, die Engel bei ihm in der Vorstellung vom Guten und Wahren sind, und was wunderbar ist, mit Unterschied nach den Arten der Speise. Wenn daher der Mensch im heiligen Abendmahle Brot und Wein empfängt, dann sind die Engel bei ihm in der Vorstellung vom Guten der Liebe und vom Guten des Glaubens, aus dem Grunde, weil Brot dem Guten der Liebe entspricht und Wein dem Guten des Glaubens, und weil sie entsprechen, haben sie auch im Worte die gleiche Bedeutung. <HG 5915>
“Und Joseph versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot” bedeutet, daß vom inneren Himmlischen ein fortwährender Einfluß des Guten in das geistig Gute und die Wahrheiten der Kirche im Natürlichen stattfinde, woher dann ihr Leben kommt. Dies erhellt aus der Bedeutung von “mit Brot versorgen”, insofern es den Einfluß des Guten bezeichnet, denn versorgen heißt hier, beständig einfließen, wodurch der Mensch sein geistiges Leben empfängt, und Brot ist das Gute der Liebe. <HG 6106>
Textgrundlage: die bereitgestellte Lexikonausgabe von Franz Kreuzwegerer. Originalquelle als PDF · Seite 279 →
NEUOFFENBARUNG